think.work.different

Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

© Dr. Nadja Rosmann 2022
Impressum / Datenschutz

Tag: Psychologie

Die Unsicherheit, die in Folge der Pandemie und durch den Krieg in der Ukraine in der Luft liegt, beschäftigt viele Menschen. Und die Wissenschaft sucht nach Erklärungsmustern dafür, wie sich unter solchen äußeren Umständen die Orientierung festigen lässt und Menschen bei allen Herausforderungen auch Glück erleben können. In früheren Zeiten war es vor allem die Religion, die Halt in der Krise vermittelte. Und in Gesellschaften, in denen das Religiöse noch eine starke Rolle spielt, ist dies bis ...

Mitgefühl ist eine wesentliche Führungseigenschaft, die in vielen Unternehmen noch stark unterschätzt wird. Studien zeigen, dass Menschen, die für Führungskräfte tätig sind, die Mitgefühl zum Ausdruck bringen, ein um 25 Prozent höheres Engagement zeigen, sich 20 Prozent stärker für ihr Unternehmen einsetzen und eine um 11 Prozent verringerte Burnout-Gefahr haben. Die Beraterin Liz Kislik versucht in einem Beitrag für den Harvard Business Manager die Besonderheiten von Mitgefühl zu verdeutlichen. ...

Viele Methoden zum Umgang mit Stress versuchen, belastenden Menschen Entspannungsmöglichkeiten zu vermitteln. Wesentlich effektiver könnte es hingegen sein, ihnen zu zeigen, wie sie dem Stress eine positive Richtung geben und so durch herausfordernde Situationen wachsen können. Dies legt eine umfassende amerikanische Studie nahe. Die Wissenschaftler hatten mit mehreren Probanden-Gruppen, meist Jugendliche und Studierende, ein halbstündiges Online-Training gemacht. Dieses beinhaltete einen synergetischen ...

"Angesichts der hohen Komplexität unserer Welt gelingt es niemandem mehr im Alleingang, die großen gegenwärtigen Herausforderungen zu lösen, zumal auch das Tempo der Innovationszyklen drastisch angezogen hat. Eine Situation, die auch an Führungskräfte komplett neue Anforderungen stellt", stellt Constanze Buchheim, Unternehmerin und Vordenkerin für Future Leadership, in einem Beitrag für Capital fest. Sie glaubt, dass Führungskräfte dringend ihr Selbstbild und ihre Handlungsweise verändern ...

Die Psyche der Deutschen ist angenagt und die Pandemie hatte hier einen nicht unwesentlichen Einfluss. Das dokumentiert der Stada Health Report 2022, für den 30.000 Menschen aus 15 europäischen Ländern befragt worden waren, darunter 2000 Deutsche. 29 Prozent der Deutschen bekunden , dass sich ihre psychische Gesundheit seit der Pandemie verschlechtert habe. 12 Prozent empfinden ihre mentale Gesundheit als schlecht oder sogar sehr schlecht, dafür geht es der Hälfte der Befragten insgesamt gut oder ...

Widerspruch ist vielen Menschen unangenehm, doch wenn es darum geht, Probleme zu lösen oder Fragen zu beantworten, in denen man sich nicht so auskennt, können unterschiedliche Perspektiven zu einem Erkenntnisgewinn führen. Das zeigt eine neue Studie, die untersucht hat, ob sich die bekannte "Weisheit der Vielen" auch ohne Gegenüber herbeiführen lässt. Die Wissenschaftler ließen ihre Probanden schätzen, welches Gewicht beispielsweise eine Waschmaschine, ein Klavier oder ein Elefantenbaby ...

Die wachsende Sorge vor der Inflation ist kein rein monetäres Phänomen. Im Interview mit Psychologie heute erklärt der Psychoanalytiker Jakob Müller, welche emotionalen Befindlichkeiten in der gegenwärtigen Krise virulent werden. Eine wesentliche ist sicherlich die Sorge vor Kontrollverlust. "Die Frage lautet, was kann ich mit Geld herstellen? An erster Stelle ist das Sicherheit, indem ich beispielsweise Geld spare. Ich will meine Lebensgrundlage so sichern, dass ich auch in Zukunft Sicherheit ...

Bis vor einem halben Jahr war für viele Deutsche die Pandemie noch die größte Sorge in ihrem Leben - jede/r Zweite fürchtete sich davor noch im Dezember. Heute sind es lediglich noch 18 Prozent. Und das wohl nicht, weil hier inzwischen ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist, sondern eher, weil seitdem neue akute Herausforderungen aufs Gemüt drücken. Das legt zumindest Ipsos Global Advisor-Studie "What Worries the World" nahe, für die kürzlich online rund 19.000 Menschen aus 27 Ländern ...

Eine Studie, die Wasser auf meine Mühlen ist. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Ablenkungen, wenn sie richtig dosiert sind, unserer Produktivität nicht schaden, sondern sie sogar verbessern können. Ich gebe es ja zu, ich bin nicht so die Sportliche. Deshalb läuft, wenn ich meine Workouts mache, auch immer eine unterhaltsame Serie. Die Spannung auf dem Bildschirm lässt mich nicht mal mehr auf die Uhr schauen, wie lange ich noch zappeln muss, um mein Plansoll zu erfüllen. Die neue amerikanische ...

Achtsamkeit wird an Schulen immer mehr zum Thema, denn viele Studien zeigen, dass selbst schon in jungen Jahren der Stress bei Schülerinnen wächst. Ein Projekt im Kontext der Lehrerausbildung der Universität Leipzig eröffnet in diesem Kontext einen noch weiteren Horizont, denn die Initiierenden verstehen Meditation und Achtsamkeit nicht allein als Kompensationsmethode, um Stress oder Prüfungsängste zu reduzieren, sondern als eine ganz grundsätzliche Möglichkeit, Krisenkompetenz zu entfalten. "Wenn ...

Nudging wird in der Politik und im Business immer wichtiger. Wenn man Menschen einen stimmigen Anstupser gibt, sind sie oft gerne bereit, ihr Verhalten etwas zu verändern, selbst wenn es für sie einen gewissen Aufwand oder Unannehmlichkeiten bedeutet. Eine Studie der Universität Bern hat nun genauer erkundet, wie groß die Spannweite solcher Interventionen sein kann. Die Wissenschaftler untersuchten die Zahlungsbereitschaft von Fluggästen, die Emissionen ihres Fluges zu kompensieren. Gewöhnlich ...

Mit unserer psychischen Gesundheit steht es nicht zum Besten. Einem neuen WHO-Bericht zufolge leiden global etwa eine Milliarde Menschen unter psychischen Problemen, also etwa jede achte Person. Und diese Zahl stammt aus einer Erhebung vor der Pandemie. Allein im ersten Pandemiejahr haben laut der Gesundheitsorganisation Depressionen und Angststörungen um 25 Prozent zugenommen. Es ist ein ernstes Gesundheitsproblem, denn bei Menschen mit schweren psychischen Störungen verringert sich die Lebenserwartung ...

Wir stecken so tief drin im Neoliberalismus, dass sich unsere Denkweisen schon in großem Maße an seine Voraussetzungen angepasst haben. Eine amerikanische Studie zeigt nun, dass neoliberale Politik schon in wenigen Jahren das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung verändert. Die Wissenschaftler untersuchten für 160 Länder und den Zeitraum von 1995 bis 2019 Datensätze zu Wirtschaftsdaten (Steuersätze, Einkommen, Arbeitnehmerrechte) und brachten diese zusammen mit den Erkenntnissen des World Values ...

Manche Menschen wissen genau, wo sie in 10 oder 20 Jahren in ihrem Leben stehen wollen. Und sie arbeiten emsig auf ihre Ziele hin. Doch was wir in der fernen Zukunft für Menschen sein werden, welche Werte wir haben werden und wie wir uns innerlich weiter entwickeln, können sich die wenigsten wirklich vorstellen. Die Psychologie nennt das den "End of History"-Effekt. In Untersuchungen fanden Wissenschaftler heraus, dass wir uns gut daran erinnern, wie Lebensereignisse uns verändert haben. ...

Irgendwie spürt man es, wenn man auf einen weisen Menschen trifft, der viel über das Leben reflektiert. Oft kommt einem dann eine Lebenserfahrung entgegen, deren Außergewöhnlichkeit einen unmittelbar trifft. Es geht gar nicht darum, dass solche Menschen unbedingt Großes geleistet haben müssten. Eher ist es der Feinsinn ihrer Weltwahrnehmung, ihre Zugewandtheit zum Leben oder auch ihr Mitgefühl (auch mit sich selbst und der eigenen Fehlbarkeit). Die Weisheitsforscherin Judith Glück sagt in einem ...

Das Unerwartete hinterlässt in uns deutlich stärkere Eindrücke als das Gewohnte. Und das prägt - und verzerrt - unsere Weltwahrnehmung. Eine Studie aus Israel zeigt, wie weitreichend diese kognitiven Verzerrungen sind. Die Wissenschaftler befragten Studierende in Israel, wie viele arabischstämmige Kommilitonen sie an der Universität sahen. Sowohl bei den israelischen Juden als auch bei den israelischen Palästinensern zeigte sich dabei eine deutliche Überschätzung - beide Gruppen gingen von rund ...

Manche Menschen tun sich schwer damit, ihre Erfolge zu genießen und in ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Gelingt ihnen etwas besonders gut, schreiben sie es eher dem Zufall zu - und haben Angst, beim nächsten Mal zu versagen. Psychologen der Universität Halle-Wittenberg untersuchten dieses Hochstapler-Phänomen nun genauer. Sie ließen 76 Personen Intelligenzaufgaben lösen. Das positive Feedback, das diese alle erhielten, stand nicht in Beziehung zu ihrem realen Abschneiden im Test. Anschließend wurden ...

Die NZZ richtet ihren Blick auf ein kulturelles Phänomen, das zwischen Klimakrise, Pandemie und Krieg aufgrund der vielen akuten Bedrohungslagen zwar präsenter denn je ist, aber irgendwie auch kaum ansprechbar - den Mangel an Visionen. "Es geht allenthalben darum, den schlimmsten Fall zu verhindern, den Planeten wenigstens vor seiner kompletten Zerstörung zu bewahren, das weltweite Gefälle von Arm und Reich nicht noch grösser werden zu lassen, rechtzeitig Massnahmen gegen die nächste Pandemie ...

In medizinischen Kontexten hat sich, auch in Folge der Pandemie, ein neuer Begriff etabliert - der Worry Burnout. Damit versuchen Mediziner der Tatsache Rechnung zu tragen, dass durch die wachsende Unsicherheit im Lebensalltag immer mehr Menschen in chronische Erschöpfung verfallen. Es ist nicht das zu viele Arbeiten oder klassischer Stress im Job, der hierzu beiträgt. Nein, es geht um eine Erschöpfung aufgrund langanhaltender Belastungen, die nicht unbedingt aus dem persönlichen Verhalten von ...

Die gute Nachricht zuerst: Stress scheint - leider - aus der Arbeitswelt kaum noch wegzudenken, zumindest wenn man sich die Zahl der Betroffenen anschaut. Experten bemerken aber auch, dass dank wachsender Sensibilität für das Thema die Menschen heute früher Hilfe suchen und damit so mancher Burn-out vermieden werden kann. "Früher kamen gerade Männer erst dann, wenn sie schon an Alkoholismus erkrankt waren oder einen Suizidversuch hinter sich hatten. Sie waren oft schwer depressiv oder hatten ...

Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft hat meine Aufmerksamkeit erregt, denn irgendwie scheint sie ein bisschen aus der Zeit gefallen. Kürzlich verkündeten die Wirtschaftsforscher nämlich: "Mittelschicht vor Corona: Stabil und weniger besorgt" Ich habe mir beim Anblick der Überschrift etwas die Augen gerieben, denn irgendwie wirkt diese Erkenntnis geradezu romantisierend nach zwei Jahren Pandemie, im Angesicht eines Krieges und mit Blick auf die Klima- und Energiekrise ...

Dem Mindfulness-Trend mit seinen Instant-Achtsamkeits-Übungen via App zum Trotz ist Meditation für viele Menschen immer noch eine Herausforderung, allerdings eine sehr lohnenswerte. Insbesondere, dann wenn es um längere Phasen der Stille geht, um Retreats, die mehrere Tage dauern, zeigt sich, wie Meditation unsere ganz grundsätzlichen Befindlichkeiten auf den Prüfstand stellt. Die Journalistin und Yoga-Lehrerin Michelle de Oliveira etwa beschreibt, wie sie sich jedes Mal zu Beginn eines Retreats ...

Wohl jede.r hat schon einmal versucht, Verhaltensweisen zu ändern. Sei es, sich gesünder zu ernähren oder mehr Sport zu treiben. Und wohl jede.r ist damit schon einmal gescheitert. Ein Artikel im Harvard Business Manager gibt hilfreiche Tipps, wie man sich am besten an grundlegende Veränderungen des Lebensstils herantastet. Denn wer ein tragfähiges Fundament legt, hält später auch leichter durch. Gerade in Zeiten, in denen Erschöpfung für viele Menschen ein Thema ist, empfiehlt es sich, erst einmal ...

Für die junge Generation ist die gegenwärtige Weltlage eine besondere Zumutung, denn sie hat ihre Zukunft noch vor sich - und diese sieht in vielerlei Hinsicht düster aus. Das illustriert eine neue Jugendstudie, für die 14- bis 29-Jährige befragt wurden. Darin bekundeten 68 Prozent, dass Ihnen der Ukraine-Krieg Sorge bereite, gefolgt vom Klimawandel (55 Prozent), der Inflation (46 Prozent), der Spaltung der Gesellschaft (40 Prozent) und der Wirtschaftskrise (39 Prozent). Dieses Multi-Krisen-Szenario ...

Im Schnitt schlafen die meisten Menschen zu wenig und haben dadurch, mal mehr, mal weniger, mit gesundheitlichen Folgeerscheinungen zu tun. Doch auch zu viel Schlaf ist nicht unbedingt gesund. Eine große Studie, die die Daten von 500.000 Erwachsenen aus den USA und China näher betrachtet hat, kommt zu dem Ergebnis: Wer jede Nacht sieben Stunden schläft, hat gute Chancen, das richtige Schlafpensum zu treffen (wenngleich selbstverständlich manche Menschen mit weniger Schlaf auskommen und andere ...

Mit den eigenen Pfunden zu wuchern, gehört im Business zum guten Ton. Und die sozialen Netzwerke tragen auf ihre Weise dazu bei, das, was man kann, besitzt und verkörpert, in Szene zu setzen. Eine neue amerikanische Studie legt nun nahe, dass dieser Hang zur Selbstdarstellung als Schuss nach hinten losgehen könnte. In verschiedenen Tests mit insgesamt 2.800 Mitwirkenden untersuchten die Wissenschaftler, auf welche Akzeptanz Personen stoßen, die darin geübt sind, sich in Szene zu setzen und ihr ...

Abitur zu machen, gehört heute für viele zu den unabdingbaren Do's, um später einmal beruflich erfolgreich zu sein. Doch das Abi allein ist manchen da noch nicht genug Vorbereitung. Insbesondere in Familien, in denen die akademische Bildung eine längere Geschichte hat, ist man anspruchsvoller. Eine soziologische Untersuchung der Daten aus des Soziooekonomischen Panels ist den Unterschieden bei der Bildungsentwicklung nachgegangen. Es zeigt sich dabei, dass der Trend zur höheren Bildung vergleichsweise ...

In der psychologischen Forschung und testweisen Anwendung stehen so genannte "magic mushrooms" seit einiger Zeit hoch im Kurs. Denn das enthaltene Psilocybin scheint positiv auf verschiedene psychische Prozesse zu wirken. So hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass die Einnahme der Pilze bei der Behandlung von Depressionen hilfreich sein kann. Wie eine neue Hirnstudie zeigt, scheinen die positiven Wirkungen nicht allein auf die während eines Trips gemachten Erfahrungen ...

Seit Jahren zeigen Umfragen unter Studierenden, dass der wahrgenommene Druck, in der Ausbildung erfolgreich zu sein, wächst. Eine Untersuchung auf Basis der Langzeitdaten von Menschen aus den USA, Kanada und Großbritannien verdeutlicht: Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind die Ansprüche deutlich gestiegen. Junge Menschen erleben zunehmend einen durch die Eltern vertretenen Erfolgsdruck, so dass sie selbst hohe Ansprüche an sich stellen, Perfektionismus von sich selbst und anderen erwarten und ...

Dank vieler wissenschaftlicher Studien sind Yoga und Meditation längst breitentaugliche und vor allem beliebte Methoden, der eigenen Gesundheit und dem psychischen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun. Eine neue Meta-Studie zeigt nun: Gerade in Kombination miteinander sind diese Übungen besonders nachhaltig und wirksam. Die Wissenschaftler verglichen die verschiedenen Wirkungen von Körperübungen, Atemtechniken und Meditation und stellten fest: Gerade wenn körperbasierte Methoden mit der Atmung oder ...

Geld verdirbt den Charakter, weiß der Volksmund. Die Wissenschaft hingegen weiß nun, dank einer neuen Auswertung mit Daten des Soziooekonomischen Panels, dass der Charakter womöglich auch Einfluss darauf hat, wie viel Geld wir haben. Die Forscher betrachteten verschiedene Daten von Einkommensmillionären und verglichen diese mit der Normalbevölkerung. Dabei zeigt sich: Menschen, die reich sind, unterscheiden sich charakterlich vom Mainstream. Sie sind emotional stabiler, risikobereiter, offener, ...

Für Naturvölker ist es eine Selbstverständlichkeit, dass nicht nur menschliche Lebewesen ein Bewusstsein haben, sondern alles Lebendige gewissermaßen in einem Netzwerk des Bewusstseins miteinander verbunden ist. In westlichen Kulturen haben wir uns von diesem Beziehungssystem schon lange verabschiedet, doch die Sehnsucht nach tieferer Verbundenheit scheint zu bleiben. Nicht wenige Menschen versuchen, diese durch die Einnahme halluzinogener Substanzen wieder zu erfahren. Eine amerikanische Studie, ...

Berufliche Auszeiten können sehr wirkungsvoll sein - wenn Angestellte sich erst einmal trauen, ein Sabbatical auch in die Tat umzusetzen. Eine Umfrage des Karrierenetzwerkes LinkedIn zeigt: Bei 62 Prozent derer, die sich die Auszeit gönnen, stellt sich ein erhöhtes Wohlbefinden ein und 57 Prozent werden sich über ihre Lebensziele klarer. Doch gibt es auch 12 Prozent, die die Pause vom Job bereuen. Die Gründe, warum ein Sabbatical grundsätzlich immer noch bei vielen auch Unbehagen hervorruft, ...

In Krisenzeiten rücken Menschen stärker zusammen und üben sich in sozialem Zusammenhalt. In der Pandemie hingegen bliebt dieser unterstützende Effekt aufgrund der Isolation für viele Menschen aus, was deutliche Folgen hat, wie das CovSocialProjekt der Berliner Charité nahelegt. Für das Projekt waren 3.500 Berliner.innen zu ihren Lockdown-Erfahrungen befragt worden. "Die Ergebnisse zeigen, dass der erste Lockdown im März und April 2020 zu einschneidenden psychischen Belastungen wie erhöhtem ...

Wie sehr Menschen unter der in der Pandemie entstandenen Isolation leiden, scheint auch im Zusammenhang mit ihrer Intelligenz zu stehen. Das legt zumindest eine britische Studie nahe, die zu dem Schluss kommt, dass weniger intelligente in der Pandemie weniger unglücklich wurden als jene, die einen höheren IQ haben. Im allgemeinen waren intelligentere Menschen in der Betrachtung der Daten von 9.400 Probanden aus zwei Langzeitstudien zufriedener. "Was wir heute als allgemeine Intelligenz bezeichnen, ...

Das Stimmungsbarometer der Deutschen ist auf einem Tiefpunkt. Die vom Meinungsforschungsinstitut YouGov seit 2016 jährlich erhobene Befindlichkeitsanalyse zeigt, dass sich die Verfassung der Bevölkerung deutlich verschlechtert hat, das Barometer sank um die Hälfte auf 7 Punkte. Befragt wurden 3.100 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 18 bis 79 Jahren. Vor allem der Ukraine-Krieg sorgt für Zukunftssorgen im Hinblick auf die Finanzen. Während die Auswirkungen der Pandemie hier noch für deutlich ...

Die Krisenszenarien der Gegenwart halten uns vor Augen, dass unser menschliches Vermögen oft mit den Anforderungen, die uns aus der Welt entgegenkommen, kaum mithalten kann. Das mag nicht nur an unseren persönlichen Unzulänglichkeiten liegen, sondern hat vielleicht System. Einer Umfrage des Schulbuch-Verlags Cornelsen unter gut 1.000 Schulleitungen zeigt: Die Lehrenden finden, dass die Schulen mehr Verantwortung übernehmen müssten, damit junge Menschen wirklich lebenstüchtig werden. Vier Fünftel ...

Erst die Pandemie, nun der Krieg in der Ukraine - die schlechten Nachrichten reißen nicht ab und als Menschen ringen wir tagtäglich damit, wie wir mit der Informationsflut des Negativen zurechtkommen können. Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen: Ein Überkonsum an schlechten Nachrichten kann die Psyche erheblich beeinflussen. So können Katastrophennachrichten, wenn man sich ihnen zu häufig und zu intensiv aussetzt, durchaus Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung hervorrufen, ...

Wer beruflich etwas erreichen möchte, muss sich richtig reinknien und jede sich bietende Chance ergreifen, ist eine gängige Annahme. Matthias Sutter, Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, sieht das etwas anders. In seinen Augen ist vor allem Geduld ein guter Weg, um sich im Arbeitsleben zu etablieren. Wer beispielsweise zu schnell den Job wechselt, tut sich damit womöglich langfristig nichts Gutes. In einer Studie hat der Verhaltensökonom nämlich beobachtet, ...

Mit Entspannung verbindet man ja gemeinhin ein Runterfahren von Anstrengung und Beanspruchung. Dass gerade Höchstbelastungen entstressen können, klingt da irgendwie kontraintuitiv. Und doch ist etwas dran. Gerade physiologische Stimuli, die den Körper über begrenzte Zeit besonders fordern, können dazu führen, dass sich anschließend eine Entspannungsreaktion einstellt. Ob ein Gang in die Sauna oder ein High Intensity Interval Training, man gerät richtig unter Strom, doch wenn die Belastung abklingt, ...

In Zeiten der Krise ist weniger manchmal mehr. Das erlebt jedenfalls die Fasten- und Burn-out-Klinik Buchinger. War Fasten früher eher ein gesundheitlicher Reset, steht laut Klinik heute für viele das Thema Resilienz im Zentrum. Ein paar Tage am Bodensee ausspannen, bedeutet für die Klinikbesucher eine Auszeit von all dem, was in der heutigen Zeit bedrängt. "Viele unserer Gäste kommen, weil sie einfach mal eine Pause für Körper und Geist brauchen, auch angesichts der medialen Überlastung, ...

Englische Wissenschaftler sind in einer umfangreichen Untersuchung der Frage nachgegangen, welche Menschen als besonders langweilig empfunden werden. Insgesamt wurden dafür 500 Personen, die meisten aus den USA, befragt. Im Hinblick auf den Beruf fanden die Studienteilnehmenden insbesondere Beschäftigungen im Steuer- oder Versicherungswesen, in der Datenanalyse, der Buchhaltung, im Bankwesen und der Reinigung als langweilig. Beim Lebensstil und Freizeitbeschäftigungen wurden vor allem Schlafen, ...

Die wachsende Sensibilität für sexistisches Verhalten lässt viele Arten des schlechten Benehmens in neuem Licht erscheinen. Ist ein Mensch, der andere ungebührlich angeht, einfach nur ungehobelt oder legt die Person sexistisches Verhalten an den Tag? Eine neue amerikanische Studie zeigt: Das zu unterscheiden, ist gar nicht so einfach. Die Wissenschaftler konfrontierten ihre Probanden mit verschiedenen Varianten abwertenden Verhaltens. Wurden Frauen abgewertet, erkannten die Studienteilnehmenden ...

Das Anything goes des wirtschaftlich getriebenen Denkens hat die Politik längst erreicht. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies etwa beklagt eine "Politik aus dem Geiste des Unterlassens". Insbesondere mit Blick auf die Klimakrise findet Lepenies es sehr bedenklich, dass es kaum einen öffentlichen Diskurs gibt zur Frage, welche Beschränkungen und damit womöglich auch Verbote hier sinnvoll sein könnten. Der Politikwissenschaftler möchte keine Verzichtsparolen predigen, hat aber ...

Viele Menschen bekommen zu wenig Schlaf und sind im Alltag gestresst. Die Deutsche Stiftung Schlaf lobt deshalb regelmäßig einen Preis aus, der dienliche Praktiken auszeichnet, wie diese Probleme reduziert werden können. So wurde dieses Jahr etwa die Deutsche Flugsicherung ausgezeichnet, weil sie ihren Mitarbeitenden regelmäßige Ruhepausen gönnt. (Man mag sich kaum vorstellen, was geschähe, wenn sie dies nicht täte.) Außerdem wurde eine App für Kinder ausgezeichnet, die mit Achtsamkeitsübungen, ...

Wer kennt das nicht - man greift zum Handy, um eine neue Whatsapp-Nachricht zu lesen, klickt darin auf einen Link und kommt eine ganze Weile später, nach Exkursionen zu Facebook & Co. wieder zu sich. Diesem sich verselbstständigen Verhalten (und seinen gesundheitlich bedenklichen Wirkungen) möchte ein Start-up mit der noch in Entwicklung befindlichen app "Not Less But Better" nun ein Ende setzen. Im Gegensatz zu Anwendungen, die lediglich die zeitliche Dauer der Smartphone-Nutzung ...

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die zeigen, dass ein sinnstiftendes Leben Menschen glücklicher macht als Geld. Kanadische Wissenschaftler haben nun mit neuen Untersuchungen herausgefunden, dass das nur bedingt stimmt. In ihren Erhebungen zeigte sich: Der Glücksgewinn durch Sinn stellt sich nur bis zu einem bestimmten Einkommen ein. Sprich: Wer eher wenig Geld zur Verfügung hat, wird durch Sinnstiftung deutlich zufriedener. Doch Menschen, die umgekehrt, recht viel Geld zur Verfügung haben, können ...

Die Neurowissenschaften haben uns in den letzten Jahren manche Einsichten darüber vermittelt, wie unser Gehirn funktioniert und demzufolge wie wir als Menschen ticken. Unheimlich muss uns das nicht sein, denn die Gehirnscanner können zwar in sehr konkreten Fragestellungen durchaus neue Erkenntnisse liefern, aber uns wirklich durchleuchten können sie (noch) nicht. "Unsere Hirnaktivität kann viel über unsere Gedanken verraten. Egal ob wir glücklich oder traurig sind oder uns für Kaffee oder ...

Wie sehr die Pandemie den Menschen auf die Psyche geschlagen hat, zeigen inzwischen auch die Auswertungen der Krankenkassen. So meldet die Krankenkasse DAK für 2021 unter ihren Versicherten einen neuen Höchststand der Fehltage aufgrund psychischer Probleme. Diese stiegen um 41 Prozent. 39 Prozent der psychischen Erkrankungen entfielen auf Depressionen, ein Anstieg um 2,7 Prozent. Auf Rang zwei folgen Anpassungsstörungen mit 36 Prozent, hier lag der Anstieg sogar bei 16 Prozent. Zudem haben laut ...

Viele Menschen folgen der Devise, Berufliches und Privates deutlich zu trennen. Damit verbunden ist auch die Haltung, ihr Gefühlsleben im Job eher nicht zu zeigen, sondern professionell neutral aufzutreten. Das könnte ein Nachteil sein, wie eine Studie der Business Schools Harvard und Stanford mit 2.500 Beteiligten nahelegt. Bei der Befragung von von Arbeitnehmern zeigte sich hier beispielsweise, dass diese Menschen, die im Beruf eher ihre Gefühle zeigten, stärker vertrauten als jenen, die sich ...

Mit der Studie "Coping with Corona" haben Wissenschaftler der der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Universität Osnabrück untersucht, wie soziale Rahmenbedingungen, Weltanschauungen und die politische Selbstverortung von Menschen darauf wirken, wie diese die Folgen der Pandemie verarbeiten. Dazu wurden die Probanden über vier Wochen täglich zu ihren Einstellungen, Emotionen und Alltagserfahrungen befragt. Menschen, ...

Man sollte meinen, Menschen, die an etwas Größeres glauben, finden in dieser tiefen Überzeugung in Krisenzeiten einen festen Halt. Eine Studie weckt hieran nun Zweifel. Arndt Büssing, Professor für Medizintheorie an der Universität Witten-Herdecke, hat während der Pandemie mit einem Forscherteam untersucht, wie stabil der Glaube im Angesicht von Corona ist und kam dabei zu ihn selbst überraschenden Ergebnissen. Die Wissenschaftler befragten für ihre Untersuchung mehr als 4.500 Menschen im Juni ...

"Es fühlt sich an, als hätte man Superkräfte, als könnte man die ganze Welt erobern", sagt Guy Meadows. Das, wovon der Schlafphysiologe hier spricht, mag sich außergewöhnlich anhören. Und ist es in gewisser Weise auch. Die Rede ist nicht von irgendwelchen Wundermitteln oder gar Drogen, nein, Meadows beschreibt schlicht, wie es sich anfühlt, wenn man nach einer Nacht mit ausreichend Schlaf morgens ausgeruht aufsteht. Es ist eine Befindlichkeit, die heute Seltenheitswert hat. Bei einer ...

Die Corona-Proteste sind, das legt eine neue interdisziplinäre, transnationale Studie nahe, anscheinend die Spitze eines Eisberges. Das Forschungsprojekt "Cultures of Rejection" untersuchte auf europäischer Ebene, wie sich in den vergangenen Jahren zunehmend eine Ablehnungskultur etabliert hat. Ihrer Wahrnehmung nach hat die heute so stark in Erscheinung tretende Protestbewegung tiefere Wurzeln. Schon 2015 habe sich dieser Perspektivwechsel angebahnt. Die jetzigen Proteste fußten auch ...

In Unternehmen wird Achtsamkeit immer beliebter, weil sich viele Organisationen aufgrund der vorherrschenden Studienlage davon gesundheitliche Effekte versprechen und hoffen, dass sich das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessert. Eine wissenschaftliche Meta-Studie, die 105 hochwertige Untersuchungen zum Thema ausgewertet hat, bestätigt diese Hoffnungen. Die Auswertung zeigt, dass unterschiedlichste Ansätze, von Meditation über Achtsamkeitsübungen bis hin zu bewegungsorientierten Programmen ...

Gesellschaftlicher Druck zum Glücklichsein kann aufs Gemüt schlagen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine internationale Studie. Die Wissenschaftler hatten insgesamt rund 7.500 Menschen zu ihrem seelischen Wohlbefinden und ihrer Lebenszufriedenheit befragt, zu Ängsten und Depressionen, wie auch dazu, ob sie in ihrem Umfeld gesellschaftlichen Druck wahrnehmen, möglichst eine positive Grundhaltung zum Leben zu haben. Diese persönlichen Wahrnehmungen wurden außerdem in einen Bezug zum World Happiness ...

Eine neue Untersuchung des MIT zeigt: Achtsamkeits-Apps können nicht nur dem gefühlten Stress entgegenwirken, sie helfen sogar gegen depressive Stimmungen. Die Wissenschaftler haben mehr als 2.000 amerikanische User.innen der App Headspace, die jeweils vier Wochen mit dem Tool geübt hatten, untersucht. Dabei wurde deutlich, dass die Achtsamkeitsübungen deutlich dazu beitrugen, Symptome von Stress, Angststörungen und Depressionen zu verringern. Bei Anwender.innen mit eher leichten Symptomen von ...

Wer hier öfter liest, weiß, wie sehr mich der Achtsamkeits-Hype bisweilen nervt. Ich finde es wunderbar, dass durch Meditations-Apps und all die vielen wohlgemeinten Achtsamkeits-Tipps in Magazinen mehr Menschen bewusst versuchen, etwas für ihr Wohlbefinden zu tun. Aber mich stört es auch, dass Meditation viel zu leicht zum Allheilmittel stilisiert wird und Unternehmen oft lieber ein paar Achtsamkeitskurse spendieren als einmal grundsätzlich über ihre Unternehmenskultur nachzudenken. Das neue ...

Eine nicht enden wollende Pandemie und politische Krisenherde von Afghanistan bis hin zur Ukraine machen es schwer, zuversichtlich zu bleiben. Und in der Tat scheint sich rund um den Globus in gewisser Weise eine kollektive Hilflosigkeit auszubreiten. Eine Studie, die auf Umfragen in den Ländern der G-7- sowie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika basiert, zeigt: Zwischen einem und zwei Dritteln der jeweiligen Bevölkerungen halten die globalen Entwicklungen ihr Ausgeliefertsein vor ...

Einen Gang zurückschalten und das Leben wieder als Ganzes wahrnehmen - für immer mehr Menschen wird diese Perspektive wichtig. Russell Glass, CEO von Headspace Health, dem Zusammenschluss des Anbieters von Meditations-Apps Headspace und dem Health-Tech-Unternehmen Ginger, etwa erzählt: "Nachdem ich viele Jahre in erster Linie an meine Karriere gedacht habe, ist es mir inzwischen gelungen, ein Gleichgewicht zu finden zwischen meinem Privatleben und meinem Beruf. Dadurch mache ich jeden Tag ...

Viele Menschen scheuen sich davor, ihre Verletzlichkeit zu zeigen - nicht zuletzt, weil sie Angst haben, von ihrem Umfeld dann negativ bewertet zu werden. Verschiedene Untersuchungen der Universität Mannheim zeigen hingegen: Vielleicht ist diese Furcht unnötig. In ihren Tests mit Probanden wurde deutlich: Baten diese um Hilfe oder gestanden Fehler ein, war die Resonanz der Mitmenschen oft wesenltich wohlwollender, als die Testteilnehmenden es erwartet hatten. Die Wissenschaftler.innen sehen in ...

Mir ist es ja ein Rätsel, wie Menschen in der Großstadt leben können. Klar, man hat immer ein schönes Café oder eine tolle Kneipe in Laufweite, das kulturelle Angebot ist groß, und shoppen kann man an jeder Ecke. Mir ist es in der Stadt einfach zu laut und wuselig. Für einen Ausflug ins Museum nehm' ich das gern in Kauf, aber dort tagtäglich leben? "Es gibt zum Beispiel epidemiologische Daten, die zeigen, dass Menschen, die in der Stadt leben doppelt so häufig an Schizophrenie erkranken. ...

Home Office macht träge, da sind sich Mediziner einig. Denn viele Wege fallen weg und man schleppt sich nach einem Arbeitstag oft nicht weiter als bis zur Couch. Gesund ist das natürlich nicht, und irgendwie wissen wir das auch. Und doch fühlen sich viele Couch-Potatoes überfordert, ein Fitnessprogramm in Angriff zu nehmen. 150 bis 300 Minuten Bewegung bei mittlerer Intensität oder alternativ 75 bis 150 Minuten pro Woche bei starker, so die medizinischen Empfehlungen. Und dazu dann bestenfalls ...

Die Pandemie hat viele Menschen zum Nachdenken gebracht und selbst viele unter denen, deren Jobs bisher nicht in Gefahr kamen, kamen ins Grübeln. Will ich wirklich so arbeiten, wie ich es gegenwärtig tue? Eine Frage, die, weil immer mehr Menschen sie für sich mit Nein beantworten, Sprengkraft hat. Denn in vielen Ländern sind die Kündigungen durch Angestellte in den letzten zwei Jahren nach oben gegangen. In einem Beitrag für den Spiegel analysiert der Headhunter Heiner Thorborg, dass unsere Arbeitskultur ...

Ich geb' es gerne zu, mit der Ratgeberliteratur habe ich es nicht so. Viel zu oft bleiben mir die Tipps und Tricks der Autoren zu sehr an der Oberfläche, sind mir zu weichgespült oder einfach zu belanglos-offensichtlich. Und zum Durcharbeiten von To-Do-Listen habe ich auch meistens keine Lust, zumal sich das selbst bei besten Vorsätzen oft nach wenigen Tagen im üblichen Alltags-Gewusel wieder verliert. Der Auszeit-Kompass ...

Selbstherrlichtkeit und Selbstüberschätzung sind immer wieder ein Thema, wenn die Schwächen von Führungskräften in Studien thematisiert werden. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Victoria Berg hat nun in einer Untersuchung mit 10.000 Personen, darunter 2.500 Führungskräfte, festgestellt, dass die Selbstbezogenheit insbesondere in der jüngeren Altersgruppe immer mehr zu einem Breitenphänomen zu werden scheint. Berg spricht von "sublinischem Narzissmus", also einer Form der Selbstüberhöhung, ...

Mit der New-Work-Bewegung hat die Diskussion über Sinnstiftung in der Arbeitswelt Einzug gehalten. Das mag man menschlich begrüßenswert finden, aber es gibt auch immer mehr Kritiker, die den Versuch kritisieren, so manchen Notwendigkeiten des Lebens unbedingt Sinn abtrotzen zu wollen. Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm etwa schreibt in seinem Buch "Sinnlos glücklich": "Sinn im Job ist keine sinnvolle Sinnerfüllung, sondern lediglich eine weitere quiekende Publicity-Sau, die grunzend ...

Der Ton im Internet wird immer rauer und Hate Speech ist leider inzwischen ein Alltagsphänomen. Wissenschaftler der ETH Zürich haben ausprobiert, ob es wirkungsvolle Gegenstrategien gibt und dabei herausgefunden: Mit kontern bewirkt man wenig, doch es gibt eine Beziehungsebene, auf der sich etwas erreichen lässt. Die Forscher hatten mit einem Algorithmus 1.350 Twitter-Nutzer identifiziert, die sich regelmäßig fremdenfeindlich zu Wort meldeten. In ihrer Untersuchung erprobten sie in diesem Feld ...

Intelligenztests sind ja nicht unumstritten, auch, weil sie eher komplexe Fähigkeiten letztendlich auf einen einzigen Wert reduzieren. Und trotzdem ist die Wissenschaft nach wie vor fasziniert, den Menschen auf diese Weise zu vermessen. Einige Studien haben inzwischen kartographiert, durch welche Lebensgewohnheiten sich intelligente Menschen von weniger intelligenten unterscheiden. Die Liste ihrer Erkenntnisse ist nicht uninteressant. Toleranz und ein Sinn für moderne oder neue Werte deuten laut ...

Ich geb' es gerne zu, mit den üblichen Zeitmanagement-Methoden habe ich es nicht so. Ich organisiere mich lieber intuitiv. Bei der Lektüre eines Artikels auf Business Insider habe ich jetzt festgestellt, dass ich anscheinend manches ganz unbewusst richtig mache. Ich verzichte meist auf die Einteilung in wichtige und dringliche Fragen und arbeite morgens und über den Tag gerne immer wieder all die Kleinigkeiten ab, die mich wenig Zeit kosten, mich aber im Hinterkopf weiter beschäftigen würde, wenn ...

Das Lähmende der Pandemie liegt für viele auch darin, dass längerfristige Pläne irgendwie gegenwärtig kaum Sinn machen. Doch wer deshalb gar nichts mehr plant, tut sich irgendwie auch keinen Gefallen. Ein Artikel im Spiegel zeigt, wie motivierend es sein kann, einfach kleinere Dinge auf Sicht in Angriff zu nehmen - und jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung dann als wirkliche Entwicklung zu erleben. Was könnte beispielsweise in den nächsten, überschaubaren Wochen wichtig oder spannend ...

Durch den Mindfulness-Trend nimmt Spirituelles in der Alltagswelt heute allzu leicht inflationäre Züge an. Für viele Menschen werden Achtsamkeit und Meditation durch die Hintertür zu einem Booster für das eigene Ego. Die Psychologie nennt das Phänomen spirituelle Selbstaufwertung. Eine Studie, die Yoga-Übende und Meditierende über einen längeren Zeitraum jeweils nach Ausübung ihrer Praxis befragte, zeigt: Häufig steht die Bedeutsamkeit, die Übende ihrer Praxis beimessen, im Zusammenhang mit Selbstaufwertung, ...

Frauen wird ja immer wieder nachgesagt, dass sie deutlich weniger wettbewerbsorientiert handeln als Männer. Eine neue amerikanische Studie zeigt nun: Das stimmt nur bedingt. Für Frauen scheint es wesentlich zu sein, wozu ein Wettbewerb dient. Allein für sich selbst zu gewinnen, scheint vielen Frauen nicht zu genügen. Doch wenn ihr Einsatz gegen die Konkurrenz dazu führt, dass sich daraus neue soziale Möglichkeiten ergeben, stehen sie den Männern in nichts nach. In der Studie sollten Frauen und ...

Eine gute Nachricht für alle, die sich im neuen Jahr von Süßigkeiten lossagen möchten. Greift zu dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von mind. 85 Prozent. Eine Studie aus Südkorea zeigt nämlich, dass dies zur Stimmungsaufhellung beiträgt. Ursache dafür sind die im Kakao enthaltenen Polyphenole. Wichtig ist die Dosierung, denn die antidepressive Wirkung tritt erst bei einem täglichen Input von mehr als 250 Milligramm ein. In dem wissenschaftlichen Versuch hatten die Proband.innen über drei ...

Früher vor allem von Hippies geschätzt, hat LSD längst Einzug in der Arbeitswelt gehalten. Mit so genanntem Microdosing, der Einnahme geringster Mengen, versuchen vor allem in der Tech-Welt Menschen, ihre Kreativität zu stärken. Eine neuere Studie hat hingegen einmal die Wirkungen von Psilocybin in einem tiefgründigeren Kontext untersucht, um der therapeutischen Wirkung der Ich-Losigkeit, die sich häufig bei der Anwendung von Psilocybin einstellt, nachzugehen. Der Schweizer Psychiater und Neurowissenschafter ...

In Zeiten von Fake News stellt sich immer wieder die Frage, auf welche Begründungen wir setzen, wenn wir Informationen als wahr oder falsch beurteilen. Die Universität Zürich hat in einer Studie mit 500 Versuchspersonen aus Deutschland, Japan und den USA erkundet, unter welchen Umständen Menschen eine Aussage für gerechtfertigt halten - und wann nicht. Dabei zeigte sich: Das berühmte Bauchgefühl fällt im Test durch. Nur 2 Prozent der Japaner, 7 Prozent der Deutschen und 12 Prozent der Amerikaner ...

Das Home Office bringt vielen mehr Flexibilität und Freiheiten. Doch manche Menschen leiden auch zunehmend unter der Einsamkeit am heimischen Bildschirm. Die Deutsche Stiftung Depressionshilfe stellt in ihrem Deutschland-Barometer Depression 2021, für das 5.300 Menschen befragt worden waren, fest, dass ein Drittel derer, die von zuhause aus arbeiten, sich psychisch belastet fühlen, jede/r zehnte Befragte sogar sehr. Insgesamt habe schon jede/r fünfte Arbeitende in seinem Leben einmal eine depressive ...

Mit der Virtualisierung der Vorlesungen sind Studierende in den vergangenen eineinhalb Jahren nahezu völlig aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Und dieser erzwungene Rückzug in die Isolation zeigt deutliche Folgen. Der Psychologe Pablo Paolo Kilian vom Studentenwerk Leipzig etwa beschreibt den Zuwachs an psychischen Notlagen unter den Studierenden als dramatisch. Zwischenzeitlich seien die Wartezeiten auf Beratungsgespräche bei der psychosozialen Beratungsstelle der Universität auf drei Monate ...

Die Lebensart des Silicon Valley bringt immer neue Lifestyle-Phänomene hervor, darunter auch den Gebrauch von Psychedelika. Microdosing, die Einnahme geringster Mengen bewusstseinsverändernder Substanzen, ist in der Tech-Branche längst ein probates Mittel, um sich beim Arbeiten in einen Flow zu bringen und die eigene Kreativität anzukurbeln. Doch Kalifornien erschließt inzwischen auch den fundierteren Gebrauch von LSD, Magic Mushrooms und Co., denn dies scheint ein sich gerade entwickelnder Hype ...

Die psychologischen Folgen der Pandemie geraten immer mehr in den Blick. Einerseits zeigen verschiedene Studien, wie sehr die Gesamtbevölkerung psychisch in den vergangenen eineinhalb Jahren gelitten hat. Gleichzeitig zeigen sich im Kontext von Covid-Erkrankungen immer wieder psychische Folgen. Erste Studien legen nahe, dass Menschen, die eine Erkrankung durchgemacht haben, öfter in den Monaten danach Angststörungen oder Depressionen entwickeln als jene, die andere Erkrankungen wie eine Grippe ...

Vor kurzem habe ich mit der Identity Foundation eine Studie zu Zukunftsperspektiven abgeschlossen, in der mich vor allem die düsteren Aussichten, die die junge Generation im Hinblick auf die Klimakrise entwickelt, betroffen gemacht haben. Für viele junge Menschen steht heute tatsächlich in Frage, ob sie eine wirkliche Zukunft auf diesem Planeten haben werden. In einer englischen Studie mit 10.000 Befragten im Alter unter 25 ...

Im Kontext der "Aktionswoche Seelische Gesundheit" hat der Freitag dem Thema Depressionen einen Artikel gewidmet, der auf die pandemischen Ausmaße dieser Krankheit eingeht. Vielerorts haben sich bereits besorgte Psychologen zu Wort gemeldet, die darauf verweisen, dass die Lockdown-Beschränkungen und viele Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie die Zahl psychischer Erkrankungen haben ansteigen lassen. Unabhängig davon sind die Zahlen ohnehin schon enorm. Der Wissenschaftsjournalist ...

Mit der Rückkehr ins Büro müssen gegenwärtig viele Menschen ihr in den letzten Monaten lieb gewonnenen Routinen wieder ändern. Das Home Office hat es vielen Berufstätigen ermöglicht, aufgrund der wegfallenden Pendelei zum Arbeitsplatz morgens länger zu schlafen. Insgesamt hatten im Lockdown 64 Prozent der Deutschen ihre Schlafgewohnheiten verändert. Der Schlaf war in dieser Zeit nicht immer erholsam. Denn während den Hochzeiten der Pandemie hatte mehr als die Hälfte der Menschen Probleme mit dem ...

Es klingt fast wie ein Klischee, wenn sich ein Zusammenhang zeigt zwischen dem Genuss von Energy Drinks und einer riskanten Fahrweise beim Autofahren. Aber genau diesen Zusammenhang legt eine Studie aus Estland dar, die die Daten von 800 Autofahrenden auswertete. Mit Fragebögen wurden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erfasst. Die Wissenschaftler erfassten außerdem Faktoren wie Impulsivität und Aggressivität. Zusätzlich wurden Blut- und Gentests durchgeführt. Und letztlich alle Daten mit den ...

Studien zur Wirkung von Meditation bringen oft ein grundsätzliches Problem mit sich, denn die Wirkung der Übung wird meist durch Fragebögen erfasst. Da die Probanden wissen, dass sie meditiert haben, und auch, dass dies den Stress senken kann, ist es durchaus möglich, dass dieser Kontext ihr Antwortverhalten beeinflusst. Studienergebnisse können dann eventuell zu positive Wirkungen dokumentieren. Im Rahmen des ReSource-Projekts des Max-Planck-Instituts wurden bei den Teilnehmenden eines neun Monate ...

Zwei Drittel der Deutschen blicken ängstlich auf die gesellschaftliche Zukunft. Mangelndes Vertrauen in Staat und Institutionen sowie die Angst vor gesellschaftlicher Spaltung forcieren den Rückzug in private Nischen. Es wächst aber auch die Bereitschaft, allein oder mit Gleichgesinnten für eine lebenswerte Zukunft tätig zu werden. Das sind zentrale Erkenntnisse einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Untersuchung des Kölner rheingold instituts in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen ...

Vielen Arbeitgebern ist es immer noch unheimlich, wenn ihre Mitarbeiter zu lange im Home Office verbringen. Sie befürchten, dass unter der physischen Abwesenheit die Verbundenheit mit dem Unternehmen und auch die Produktivität leiden. Zwei Studien geben hier Entwarnung. Einer Studie vor der Pandemie zufolge etwa spürten 50 Prozent der seinerzeit von Zuhause aus Tätigen eine gute Work-Life-Balance und waren zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen, während die andere Hälfte die Heimarbeit als schwierig ...

Ob Belohnungen für wünschenswertes Verhalten oder Strafen für unerwünschtes - Menschen zu Verhaltensänderungen zu bewegen, ist ein herausforderndes Unterfangen. Das zeigt eine Studie der Queen Mary University of London, die die Daten zu 65 entsprechenden Versuchen auswertete. In einem Versuch sollten Staatsbedienstete mit kleinen Goodies wie Wellness-Gutscheinen zu mehr Sport animiert werden. Am Ende der Studie zeigte sich allerdings, dass sich die Probanden genau so wenig sportlich betätigt hatten ...

Kommt man mit fremden Menschen ins Gespräch, tastet man sich gerne vorsichtig voran. Eine tiefgründige Frage zu stellen, fühlt sich für die meisten Menschen als zu persönlich an und deshalb belassen sie es im Dialog mit Unbekannten gerne beim Smalltalk. Eine amerikanische Studie legt nun nahe, dass wir vielleicht im Kontakt mit Fremden etwas mutiger sein sollten, da uns sonst unerwartete Inspirationen entgehen. Die Wissenschaftler führten mit insgesamt 1.800 Proband.innen Experimente durch, bei ...

Die Pandemie hat viele Lebensstile entschlackt. Wo sich das Privatleben durch Lockdowns und Beschränkungen für viele über Monate vor allem auf die eigene Kernfamilie und vielleicht einige wenige ausgewählte Freundschaften beschränkte, fragen sich viele nun, wo das gesellschaftliche Leben langsam wieder hochfährt, wie viele soziale Kontakte man eigentlich wirklich braucht. Bekannte, die man schon früher eher selten traf, hat man vielleicht längst vergessen. Aber auch in den sozialen Netzwerken ...

Der Zug hat Verspätung, an der Supermarktkasse ist eine lange Schlange, im Feierabendverkehr steht man im Stau - wohl jede.r kennt diese erzwungenen Wartesituationen, in denen man sich meist über den damit verbundenen Zeitverlust ärgert. Unser Alltag ist so durchfunktionalisiert, dass wir diesen Phasen des Dazwischens oft wenig Aufmerksamkeit schenken und sie vor allem als Störung unserer eigentlichen Pläne erfahren. Oder wir versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen, und füllen das uns aufgezwungene ...

Stress auf der Arbeit resultiert nicht allein aus der Flut von Aufgaben, die Berufstätige zu bewältigen haben. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche weist der Hirnforscher Achim Peters darauf hin, dass auch die zunehmend erlebte Unsicherheit immer mehr Menschen belastet. "Das Problem ist, dass heute bis in weite Teile der Mittelschicht hinein eine Unsicherheit herrscht, die früher nur in den untersten Schichten aufzufinden war", sagt er. Psychische Leiden führen zu jährlichen Produktivitätsverlusten ...

Haben Sie genügend Freizeit? In der heutigen Zeit des Vielbeschäftigtseins dürfte die Antwort bei vielen eher auf ein Nein hinauslaufen. Verschiedene Studien zeigen, dass die meisten Menschen ein sehr genaues inneres Gespür dafür haben, wie viel freie Zeit ihnen gut tut. In einem Online-Experiment etwa wurden 6.000 Personen befragt, wie glücklich und zufrieden sie einer Viertelstunde, dreieinhalb oder sieben Stunden Freizeit am Tag wären. 15 Minuten waren für den meisten definitiv zu wenig, so ...

In schnelllebigen Zeiten ist es sehr wichtig, dass Menschen sich immer wieder an neue Lebensvoraussetzungen anpassen. In der Realität zeigt sich jedoch, dass wir Wandel mit einer gewissen Schwerfälligkeit begegnen. "Das unangenehme Gefühl, das uns bei vielem Neuen beschleicht und uns Veränderungen manchmal verweigern lässt, ist ein Schutzmechanismus unseres Gehirns. Weil Neues zu verarbeiten dem Stoffwechsel mehr von unserer begrenzten Energie abverlangt, löst unser Gehirn einen negativen ...

Nudging, das sanfte Verändern von Verhaltensweisen durch gezielte Impulse, ist seit einiger Zeit ein nicht zu unterschätzendes Thema in der Politik. In der Kantine den Salat zugänglicher zu präsentieren als beispielsweise den eher ungesunden Nachtisch, kann bei manchen Menschen tatsächlich zu einer gesünderen Lebensweise führen. Doch diese sanften Anstubser sind kein Allheilmittel. Die - schon längst nicht mehr sanften - Bemühungen zur Erhöhung der Impfquote zeigen das deutlich. Und die Wissenschaft ...

Im Angesicht von Bedrohungen rücken Menschen zusammen. Der Sozialpsychologie Immo Fritsche etwa untersucht dies im Hinblick auf den Klimawandel. Eine Erkenntnis seiner Untersuchung: "Unsere Untersuchungen zeigen, dass Menschen unter persönlicher Bedrohung kollektiver denken und handeln. Das heißt, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe gewinnt an Bedeutung. 2012 haben wir ein Experiment mit Studierenden in England und Deutschland durchgeführt. Dabei beobachteten wir, dass autoritäre ...

Zeit ist kostbar und insbesondere im Berufsleben hat Zeitmanagement einen hohen Stellenwert. Eine kanadische Metastudie hat nun 150 Studien zum Thema im Hinblick auf wesentliche Wirkungen von Zeitmanagement ausgewertet und kommt zu interessanten Ergebnissen. Im Hinblick auf die berufliche Leistung, insbesondere bestätigt durch Feedbacks von Chefs, scheint ein geplanter Umgang mit der eigenen Zeit tatsächlich moderate Wirkungen zu entfalten. Eine unerwartete Entdeckung der Wissenschaftler: Zeitmanagement ...

Wie abstrakt der Klimawandel für viele Menschen ist, zeigt die jährliche Untersuchung der R+V Versicherung zu den Ängsten der Deutschen. Dieses Jahr machten vor allem mögliche Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen durch Corona (53 Prozent), steigende Lebenshaltungskosten (50 Prozent), Kosten für die Steuerzahler durch die EU-Schuldenkrise (50 Prozent), eine Überforderung des Staates durch Geflüchtete (45 Prozent) und Schadstoffe in Nahrungsmitteln (43 Prozent) den Deutschen Angst. Naturkatastrophen ...

Der Sender rbb24 hat sich die Mühe gemacht, Erhebungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) darauf abzuklopfen, wie Frauen und Männer durch die Pandemie gekommen sind. Frauen haben hier deutlich mehr gelitten, aber wen wundert das. Waren vor der Pandemie 29 Prozent der Mütter in Beziehungen gelegentlich oder häufiger niedergeschlagen oder hoffnungslos, stieg der Anteil während der Pandemie auf 64 Prozent. Bei Alleinerziehenden ...

Auf dem Nachrichtenportal des Netzwerks Ethik heute findet sich ein hervorragender Überblick über digitale Gesundheitsangebote, insbesondere zu Meditations-Apps. Ich blogge ja selbst auch immer mal wieder Details zu einzelnen Tools, aber Gerald Blomeyer hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet und stellt nicht nur diverse Achtsamkeits-Apps und ihre Geschichte vor, sondern auch Angebote der Krankenkassen. Wer also nach einem Einblick in diesen Markt sucht, wird hier bestens bedient.
Weiterlesen

Wenn's um Geld, nun ja, sind Menschen sehr zweischneidige Wesen. Die Erkenntnisse einer neuen Studie einer Forschungsgruppe aus Zürich lassen die Schlussfolgerung zu: Je direkter der Kontakt zu Menschen und je überschaubarer das Beziehungssystem, umso leichter scheint Großzügigkeit zu fallen. Werden die Bezugsgruppen größer, wendet sich das Blatt und viele nutzen gerne die Gelegenheit, die eigenen Vorteile zu mehren. Die Wissenschaftler hatten mit ihren Probanden verschiedene Szenarien durchgespielt. ...

Getroffene Hunde bellen, weiß der Volksmund. Doch psychologisch muss das nicht unbedingt zutreffend sein, wie eine Studie aus den USA und Kanada mit rund 5.000 Versuchspersonen zeigt. Die Wissenschaftler untersuchten, wie das Verhalten von Beschuldigten auf ihre Glaubwürdigkeit wirkt - und welche Ursachen es eigentlich hat. Die Wahrnehmung der Beobachter des Studiensettings, fiktiver Gesichtsverhandlungen, folgte dabei der landläufigen Meinung, dass lautstarke Abwehr quasi ein Schuldeingeständnis ...

In den vergangenen zwei Jahren sind mehrere gute Studien erschienen, die zeigen, dass Achtsamkeit kein Allheilmittel ist. Neben der bereits bekannten Erkenntnis, dass Meditation sich beispielsweise nicht für Menschen mit ernsthaften psychischen Problemen oder gar traumatischen Erfahrungen eignet, wenn sie nicht von kompetenten Therapeuten in ihren Übungen begleitet werden, zeigen diese Untersuchungen, dass es immer wieder auch Menschen gibt, bei denen Stille, Reizreduktion oder schlicht das tiefere ...

Was die Sinnforscherin Tatjana Schnell in ihren Studien herausgefunden hat, sollte Arbeitgeber, die auf eine besondere Leistungskultur pochen, zum Aufhorchen bringen. Und könnte Beschäftigten, die, obwohl sie erfolgreich sind im Job, unter einer Sinnkrise leiden, so manches erklären. Schnell hat nämlich in verschiedenen Studien belegt, dass Leistung "kein super Sinngeber" ist. Im Interview mit Psychologie heute erklärt sie auch, warum: "Vermutlich weil Leistung relativ external ...

Die Erfinder der App Pocketcoach möchten Menschen Helfen, bevor Stress ihnen psychische Probleme beschert. Dafür verbindet der digitale Helfer Meditation, Atemübungen und Dialoge mit einem Chat-Bot. In der in Zusammenarbeit mit Therapeuten entwickelten Chatfunktion können die User ihren Problemen auf den Grund gehen. Und die App bietet ein Repertoire von etwa 400 Übungseinheiten, mit denen dann gezielt an den Ursachen der individuellen Herausforderungen gearbeitet werden kann. So bekommen die ...

Musik kann uns durch die Tiefen des Lebens tragen, wie eine Studie des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik mit 5.000 Menschen aus sechs Ländern auf drei Kontinenten zeigt. Die Untersuchung während des ersten Lockdowns zeigt: "Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, Musik zur Bewältigung emotionaler und sozialer Stressfaktoren zu verwenden." Menschen, die stark durch negative Emotionen belastet waren, fanden im Musikhören Hilfe, mit Depressionen, Angst und Stress besser umzugehen. ...

Viele Menschen hoffen, dass wir die Pandemie bald überwunden haben und damit ein Zurück zur gewohnten Normalität verbunden sein wird. Der Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt beobachtet aber auch, wie sich bei manchen ein grundlegender Einstellungswandel vollzogen hat. Im Interview mit dem Manager Magazin erklärt er: "Wir beobachten tatsächlich einen neuen Trend: JOMO – Joy of missing out. Corona hat bei einigen den Reset-Knopf gedrückt. Sie wollen das Leben wieder mehr genießen und 'müssen' ...

Was wir als normal empfinden, ist uns häufig unbewusst und tritt erst in die Wahrnehmung, wenn das Unerwartete unsere Wege kreuzt. Gerade die Pandemie mit ihren teils dramatischen Veränderungen unserer Alltagswelt hat uns dies deutlich vor Augen geführt. Die divergierenden Reaktionen auf verschiedenste Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie haben dabei deutlich werden lassen, welch unterschiedliche Ansprüche im Hinblick auf Normalität es gibt. "Ist es normal, dass wir unsere Freiheiten, unsere ...

Achtsamkeit ist heute vielen Menschen ein geläufiger Begriff, selbst wenn sie noch keine praktischen Erfahrungen damit haben. Der Boom der letzten zehn Jahre ist nicht zuletzt wissenschaftlich fundierten Angeboten zu verdanken, die eine Brücke geschlagen zwischen den modernen Ambitionen im Hinblick auf die Wirksamkeit von Meditation und der Möglichkeit, entsprechende Angebote sinnvoll in praktischen Kontexten zu verankern. Zu den Vorreitern dieser Bewegung gehört auch Andreas de Bruin, der 2010 ...

In einer Kultur, die wie die westliche stark auf Leistung und Wohlbefinden ausgerichtet ist, wirkt Achtsamkeit wie ein Wundermittel. Sich besser konzentrieren können, wacher und dabei zugleich entspannter zu sein, ist für viele Menschen ein guter Grund, sich dem Meditieren zuzuwenden. Doch die Vereinnahmung der Methoden spiritueller Traditionen zum persönlichen Nutzen hat auch Schattenseiten. In einem interessanten Talk auf seinem Youtube-Channel untersucht der bekannte Moderator Gert Scobel gemeinsam ...

Der Achtsamkeits-Boom weckt viele Begehrlichkeiten und so mancher Anbieter hofft, hier ein gutes Geschäft zu machen. So sind in den vergangenen Jahren unzählige Meditations-Apps auf den Markt gekommen, die viele Versprechen mit sich bringen. Mit wenigen Minuten der Achtsamkeit am Tag soll man entspannter sein, kreativer werden und sich besser konzentrieren können. Doch was ist dran an all diesen Versprechen? Die Stiftung Warentest hat zehn Meditations-Apps getestet und dabei vor allem darauf geschaut, ...

Zeigen sich Menschen spendabel, animieren sie damit oft ihre Mitmenschen ebenfalls zu Großzügigkeit. Dies zeigt ein Experiment, bei dem für 400 Tische in einem griechischen und 200 Tische in einem deutschen Restaurant die Handhabung der Freigetränke mit dem gegebenen Trinkgeld der Gäste verglichen wurde. Dabei wurde deutlich: Insbesondere wenn die Gabe, beispielsweise ein Ouzo, direkt mit der Rechnung serviert wird, sind die Gäste am Großzügigsten. Hier gaben sie im Schnitt 8,6 Prozent Trinkgeld. ...

Innovation ist eine vielbemühte Idee in der heutigen, sei es in Unternehmen oder auch, wenn es darum geht herauszufinden, wie wir der Klimakrise angemessen begegnen können. Doch vieles, was als vermeintlich innovativ gelabelt wird, stellt eigentlich nur eine eher marginale Erweiterung des Bestehenden dar. Anstatt Kraftstoff zu verbrennen, Autos mit Strom fahren lassen? Oder darauf hoffen, dass irgendeine Durchbruchstechnologie bestehende Engpässe einfach überwindet? Ein Kommentar in der NZZ analysiert ...

Die Pandemie hat wohl bei allen Menschen bereits tiefe Spuren hinterlassen. Für junge Berufstätige und Auszubildende, für die dieser Lebensabschnitt ohnehin schon eine Phase des Übergangs darstellt, sind die Auswirkungen enorm. Die Studie Plan B der IG Metall und des Jugendforschers Simon Schnetzer mit 1.000 Befragten zeigt, dass sich die psychische Gesundheit bei 61 Prozent des Nachwuchses in der letzten Zeit verschlechtert hat. 51 Prozent leiden darunter, dass sie ihr eigenes Leben nicht mehr ...

Die Zeiten, in denen vor allem "harte Kerle" als gute Führungskräfte angesehen wurden, sind lange vorbei. Aber welche weichen Tugenden sind es eigentlich, die Vorgesetzte zu guten Führenden werden lassen? Die Antwort mag überraschen. Management-Studien zeigen, dass neben der schon länger gerne beschworenen Empathie vor allem Demut eine wesentliche Fähigkeit zu sein scheint. Das Verhalten von Führungskräften beeinflusst zu bis zu 70 Prozent, ob Menschen sich in einem Unternehmen wohlfühlen ...

Wir alle kennen es aus eigener Erfahrung, dass wir, wenn wir gute Laune haben, oft Berge versetzen können, während wir, wenn es uns nies geht, oft nicht viel auf die Reihe bekommen. Die Wissenschaft kann diese Unterschiede gut erklären. So belegen Studien, dass negative Gefühle wie Angst oder Wut dazu führen, dass wir uns in uns selbst zurückziehen, körperlich verhärten und unsere Wahrnehmung verengen. Dann ist in unseren Beziehungen zu anderen Menschen und zum Leben nicht viel möglich. Sind wir ...

In unseren volatilen Zeiten widmet die NZZ eine wunderbare Betrachtung dem Thema Vertrauen. "Gemeinhin gilt Vertrauen als etwas, was aus guten Erfahrungen in der Vergangenheit und der Hoffnung auf das Gute im Menschen entsteht", heißt es in dem Artikel und wenn man das liest und sich die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Monate anschaut, kommt einem diese Einschätzung leicht vor wie aus einer anderen Zeit. Für den Autor Paul Jandl ist das Misstrauen, dass sich in vielen Kontexten ...

Der Deutschlandfunk hat in einem Beitrag den Achtsamkeitstrend in den Blick genommen und kommt zu sehr differenzierten Einschätzungen. Der Artikel stellt ausführlich vor, wie typische MBSR-Kurse einen Einstieg in Achtsamkeit vermitteln und welche positiven gesundheitlichen Wirkungen sich aus der Praxis ergeben können. Gleichzeitig lässt er auch Kritiker zu Wort kommen, die davor warnen, dass die Meditationspraxis auch dazu beitragen könne, dass gesellschaftliche Strukturprobleme einmal mehr aufs ...

Wer arbeiten geht, ist vielfach Pendler, denn immer seltener arbeiten die Menschen auch an dem Ort, an dem sie leben. Inzwischen sind es 59 Prozent aller Arbeitnehmer, also 18,4 Millionen Menschen, die nicht am Wohnort ihr Geld verdienen. Und die Pendelstrecken werden länger. So stieg die Zahl derer, die einen täglichen Arbeitsweg von mehr als 50 Kilometern haben, in den letzten 20 Jahren von 13 auf 21 Prozent. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zeigt: Die Fahrerei nervt, frustriert, schlägt ...

Mit Bekannten ist das Reden am erfreulichsten, möchte man meinen. Doch die Wissenschaft belehrt uns eines besseren. Verschiedene Studien zeigen nämlich: Wenn wir mit Fremden reden, hebt das deutlich die Stimmung. Gespräche mit uns noch nicht Bekannten mögen zwar bisweilen (aber nur in seltenen Fällen) etwas ruckeliger verlaufen als beispielsweise mit Partnern oder Freunden. Doch zeigen die Erfahrungen aus verschiedenen Untersuchungen auch: Die meisten Menschen fühlen sich richtig gut, wenn sie ...

In Businesskontexten steht bei der Gesprächskultur häufig im Vordergrund, wie man die eigene Message am besten rüberbringt. Allzu oft wird der Dialog sogar zur Arena, um sich durchzusetzen. Wirklich gute und hilfreiche Gespräche entstehen dadurch eher selten. Die Management-Expertin rät dazu, dem richtigen Zuhören mehr Aufmerksamkeit zu geben. "Wer nicht bis zum Ende zuhört, der hat keine Ahnung, wohin der andere will. Wir glauben, es zu wissen. Aber so ist es nicht. Wenn man zu früh ins ...

Auf Social-Media-Kanälen ist das Leben immer poliert - Fotos von lächelnden Menschen, tollen Klamotten, knackigen Bodys gaukeln uns vor, wie schön es andere haben. Diese aufgehübschte Selbstdarstellung hat Folgen. Psychologen sprechen bereits von einer "Toxic Positivity", die im Leben immer weniger Raum für die realen Grautöne lässt. "Immer so zu tun, als hätte ich gute Laune, ist aber anstrengend und auf Dauer ungesund. Ich deckle damit etwas in mir ab, und das kostet psychische ...

Maßhalten und sich nicht den eigenen Bedürfnissen zu sehr ausliefern ist seit Jahrhunderten ein kulturelles Thema. Im Mittelalter eine Kardinaltugend, später vom Bürgertum als Abgrenzung gegenüber dem Adel genutzt, führt Mäßigung zu einer Freiheit gegenüber dem eigenen Verlangen. Eine Perspektive, die in der Pandemie stark an Bedeutung gewonnen hat. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Kultur spricht die Philosophieredakteurin Catherine Newmark darüber, wie das selbstauferlegte Maßhalten Kontrolle ...

Yoga ist was für "echte Kerle", glaubt man Patrick Broome, der seit 2005 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit den sanften Bewegungen trainiert. Die praktischen Gründe, die für diese Bewegungskunst sprechen, liegen auf der Hand. "Yoga hilft, sich selbst zu spüren, Körpergefühl zu entwickeln und besser zu schlafen. Die Regeneration ist der Faktor, von dem man weiß, dass man noch am meisten herausholen kann. Wer sich schnell erholt, kann schnell wieder Höchstleistung bringen", ...

Wir Menschen sind komplexe Wesen, doch wenn wir digital unterwegs sind, treffen wir auf eher verkümmerte Möglichkeitsräume, denn all die Grauzonen und Zwischenbereiche, mit denen wir es alltäglich zu tun haben, lassen sich in der Logik der Nullen und Einsen nur schwer oder gar nicht fassen. Deshalb kreiert das Digitale häufig Schwarz-Weiß-Welten von Entweder-Oder und jeder Klick, den wir machen, suggeriert eine Beherrschbarkeit, die eher Illusion ist. "Der Siegeszug der digitalen Anwendungen ...

In therapeutischen Settings hat Meditation Hochkonjunktur, denn immer mehr Studien lege nahe, dass Achtsamkeitsmethoden beispielsweise in der Psychotherapie ähnlich positive Effekte zeitigen wie eine konventionelle Medikation. Allerdings hat das Meditieren ähnlich wie Medikamente bisweilen auch Nebenwirkungen. Eine amerikanische Studie mit knapp 100 Teilnehmenden untersuchte die Wirkungen einer achtwöchigen achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie und zeigt, dass sich bei 58 Prozent der Übenden ...

Nicht ausreichend zu schlafen, ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem globalen Phänomen geworden. Im Interview mit der Wirtschaftswoche erklärt der Schlafphysiologe Guy Meadows, Mitgründer der Sleep School in London und dort klinischer Direktor, wie der kontinuierliche Schlafmangel aus unseren kulturellen Gewohnheiten erwächst: "Früher kam man nach Hause, es wurde dunkel, dann ging man schlafen. Vor nicht so langer Zeit gab es nur eine Handvoll TV-Sender und das Programm ging auch nicht ...

Arbeit als zeitlich wesentlicher Faktor im Erwachsenenleben hat Auswirkungen auf die Persönlichkeit. Dabei finden sich je nach Berufsphase unterschiedliche Wirkungen. In der Auswertung von Daten des Soziooekonomischen Panels, für die die Daten von 6.000 Erwachsenen in den Blick genommen wurden, zeigte sich, dass für junge Menschen der erste Job signifikante Wirkungen zeitigt. Sie werden durch den Einstieg ins Arbeitsleben tendenziell gewissenhafter, verträglicher und extravertierter. Die Gewissenhaftigkeit ...

In den letzten Monaten haben Psychologen viel darüber berichtet, wie die Zumutungen der Pandemie auf die Psyche durchschlagen. Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie fragil und abhängig von äußeren Umständen das, was wir üblicherweise Wohlbefinden nennen, ist. In einem Interview mit dem Magazin moment by moment erklärt der Meditationsforscher Richard Davidson, wie wesentlich es deshalb ist, dieses Wohlbefinden bewusst zu kultivieren: "Viele der Herausforderungen, vor denen wir stehen, können ...

In Karriereratgebern wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Menschen in den Jobs am besten arbeiten, für die sie eine wirkliche Leidenschaft empfinden. Die Suche nach einem solchen Traumjob ist vielleicht aber gar nicht so konstruktiv, wie viele meinen. Der britische Ökonom Dan Cable beispielsweise warnt davor, sich zu sehr an einer solchen Vision festzubeißen, unter anderem, weil die wenigsten beruflichen Tätigkeiten diese hohen Kriterien erfüllen dürften. Unrealistische Ansprüche seien auf ...

Sie möchten einen Kredit beantragen oder haben in anderen wichtigen Entscheidungen mit Behörden zu tun? Dann sollten Sie für Verhandlungen unbedingt die Mittagszeit vermeiden. Denn eine neue britische Studie zeigt: Am Ende des Vormittags machen sich Sachbearbeiter statistisch betrachtet zu treffenden Entscheidungen gerne leicht und gehen eher auf Nummer sicher. Die Wissenschaftler untersuchten für die Studie mehrere Tausend Kreditanträge von 30 Sachbearbeitern einer Großbank. Darin ging es um ...

Immer wieder wird darüber diskutiert, wie sehr unsere Lebenswelten inzwischen von Algorithmen geformt werden. Fast alle Technologien, die wir nutzen, basieren in ihren Prozessen auf Vorannahmen über die Welt, die von den technischen Routinen gemäß der Logik ihrer Programmierer auf zu lösende Probleme angewendet werden. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass die so genannte künstliche Intelligenz, selbst wenn sie über Mechanismen des Selbstlernens verfügt, niemals autonom ist. Am Anfang steht immer ...

Im Vergleich zu lebensbedrohlichen körperlichen Erkrankungen werden psychische Leiden immer noch gerne bagatellisiert. Die neuseeländische Regierung hat nun den Schritt gewagt, "mental health" zu einer wichtigen Angelegenheit zu erklären. Ein Vorstoß, der auch in der EU mehr Anklang finden sollte, wie die CDU-Politikerin Diana Kinnert im Gespräch mit dem Deutschlandfunk bekundet. Digitalisierung, Brüche in der Arbeitsbiografie oder gesellschaftliche Diversität sind in ihren Augen für ...

Mögliche Risiken für unser Leben angemessen zu bewerten, fällt den meisten Menschen schwer. Gerade in der Pandemie zeigt sich, wie groß die Spannweite zwischen Ignoranz und übertriebener Panik leicht werden kann. Das liegt wohl auch daran, dass Risiken bei uns vor allem emotional ankommen, als gefühlte Bedrohung. Doch Angst (oder ihre Abwesenheit) sagt wenig über die tatsächliche Gefahrenlage. "Vielen Menschen mangelt es leider an Risikokompetenz, weil unsere Bildungspolitik das nicht vorsieht", ...

Der Tod ist ein Thema, das wir aus unserem modernen Leben gerne raushalten, denn unsere Kultur ist von Machbarkeitsglauben und Fortschrittsoptimismus geprägt. "Doch die Pandemie deckt gnadenlos die mentale Schwachstelle, die metaphysische Not der hedonistischen Gesellschaft auf", sagt der Historiker Klaus-Rüdiger Mai im Deutschlandfunk Kultur. Habe beispielsweise die mittelalterliche Kultur in ihrer "Gewissheit der Transzendenz" noch "metaphysischen Trost" gefunden, ...

Bissige Kommentare, überspitzte Ironie - Zyniker halten mit oft harschen Bemerkungen das Leben und die Welt gerne auf Abstand. Wissenschaftliche Untersuchungen legen allerdings nahe, dass sie sich selbst damit nicht unbedingt einen Gefallen tun. So zeigt eine Studie, dass Zynismus die Empathiefähigkeit untergräbt. Markige Sprüche mögen andere auf Distanz halten, treiben einen selbst aber auch in die Isolation. Wer sich zynisch gibt, tut dies bisweilen aus Selbstschutz, doch schützt diese Haltung ...

In der Diskussion um die Auswirkungen der Pandemie wird immer wieder auch darüber gesprochen, wie sehr doch in den letzten Monaten emanzipatorische Entwicklungen in der Rollenverteilung von Männern und Frauen eingebrochen seien. Viele Studien belegen, dass im Shutdown bei zusammenbrechender Kinderbetreuung Frauen wieder deutlich öfter für den Nachwuchs zuständig seien als vor der Viruskrise. Eine Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ...

In einer Zeit, in der man jede Wissenslücke umgehend durch eine Suchanfrage bei Google schließen kann, neigen wir anscheinend dazu, unser eigenes Wissen und unsere Fähigkeiten zu überschätzen. Eine neue Studie zeigt: Menschen, denen bei einer zu bewältigenden Aufgabe ungefragt geholfen wird, verbuchen ihr auf diese Weise verbessertes Leistungsvermögen als eigenes Können - und merken dann beim nächsten Mal, dass sie hinter dieser Erwartung zurückbleiben. Für die Untersuchung ließen Wissenschaftler ...

Pokerface selbst bei extremen Erschütterungen, Gleichmut, wenn's ans Eingemachte geht? Im Büro Gefühle zu zeigen oder gar Tränen zu vergießen, gilt vielen bis heute als wenig angemessen. Dabei kann es die Zusammenarbeit erleichtern, wenn in Teams und Unternehmenskulturen auch Raum ist, Gefühle wirklich zu zeigen. Die FAZ hat dem Weinen im Büro einen ganzen Artikel gewidmet, der zu dem Schluss kommt: Für die, die weinen, ist die entlastende Funktion nicht zu unterschätzen, denn Aufgestautes ...

Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für viele sind sie schlicht ein Werkzeug, doch der Übergang zur Sucht kann fließend sein. Psychologen weisen darauf hin, dass die Nutzungsdauer alleine noch nicht viel darüber sagt, ob jemand gefährdet ist. Denn für viele Menschen ist das Handy schlicht eine Alternative zu anderen Geräten und sie nutzen es unterwegs, um Mails abzurufen, Nachrichten zu lesen oder auch Filme zu schauen. Beobachten sollte man indes, wie man in sozialer Hinsicht ...

Genug ist vielen Menschen nicht genug, sonst gäbe es das Phänomen der Gier nicht. In den Augen des Psychologen Patrick Mussel ist es dabei nicht nur der Wunsch nach mehr, der Menschen ihrer Gier auch nachgeben lässt, sondern es brauche auch die Energie, diesem Wunsch auf Biegen und Brechen nachzugehen, koste es, was es wolle. Wer wirklich gierig sei, überschreite Grenzen, seien es moralische oder rechtliche. "Diesen Punkt zu finden, wo man sagt, nein, das mache ich nicht, obwohl ich es eigentlich ...

Ich habe schon mehrmals über den neuen Microdosing-Trend geschrieben, die Einnahme von LSD in minimaler Dosierung, die von manchen als kleine Inspirationsquelle im Alltag betrieben wird. Überzeugte Microdoser berichten davon, dass sie sich dadurch wacher fühlen und kreativer und häufig insgesamt eine bessere Stimmung haben. Eine Studie des Imperial College London mit knapp 200 Teilnehmenden zeigt nun: Diese Effekte könnten größtenteils auf Einbildung beruhen. Die Wissenschaftler bauten in ihr ...

Man möchte meinen, wir leben in emanzipierten Zeiten. Doch wenn es um die Hausarbeit geht, stehen die Geschlechterstereotype noch in voller Blüte - insbesondere in Beziehungen mit Kindern. Die Partnervermittlung ElitePartner befragte mehr als 7.000 Personen darüber, wie sie in ihren Beziehungen die Hausarbeit aufteilen. Wahrnehmung und Wirklichkeit klaffen dabei oft auseinander. 56 Prozent der Frauen gaben an, allein oder hauptsächlich für Essensplanung, Einkaufen und Kochen zuständig zu sein, ...

Wie sehr sich Achtsamkeit im letzten Jahrzehnt in der Gesellschaft verbreitet hat, zeigt eine Pressemitteilung aus München: Das Münchner Modell, das Achtsamkeit auf die Lehrpläne der Hochschulen brachte, feiert sein 10-jähriges Bestehen. 2010 fing Prof. Dr. Andreas de Bruin mit dem ersten Achtsamkeitskurs im Studiengang für Soziale Arbeit an. Heute nehmen jedes Semester etwa 150 Studierende aus bis zu 24 Studiengängen an entsprechenden Veranstaltungen teil. Ein Novum des Münchner Vorstoßes war ...

Manchmal glaubt man wirklich, man steht im Wald. So komme ich mir jedenfalls vor, wenn ich mir anschaue, wie weit die Bemühungen gedeihen, Naturerlebnisse mit technischen Hilfsmitteln zu simulieren. Waldbaden hat es in den letzten Jahren zu einiger Bekanntheit geschafft, weil immer mehr Studien zeigen, dass der Aufenthalt in der mit Terpenen durchsetzen Luft der Gesundheit gut tut und auch dem Gemüt. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Hamburg, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung ...

Wer die Wahrheit sagt, tut dies meist ohne zu zögern. Vielleicht sehen sich Menschen deshalb zur Schlussfolgerung verleitet, dass wenn die Antwort etwas länger braucht, gelogen wird. Das legt zumindest eine französische Studie nahe, die diesen Zusammenhang näher untersuchte. Für die Untersuchung wurden Experimente mit mit mehr als 7.500 Teilnehmern aus den USA, Großbritannien und Frankreich durchgeführt. Die Studienteilnehmer bekamen Audios, Videos und Texte vorgelegt, in denen Menschen Fragen ...

Am Fleischkonsum rütteln zu wollen, versetzt die Gemüter mehr in Erregung, als manche sich vorstellen können. Die Grünen mussten das vor einigen Jahren lernen, als ihre Initiative zur Einführung eines bundesweiten Veggie-Days von der Empörung der Fleischfreunde in kürzester Zeit begraben wurde. Nun hat die Stadt Lyon einen ähnlichen Aufreger produziert. In den Schulkantinen der Stadt soll es in der nächsten Zeit nur noch vegetarische Menüs geben. Prompt kam es zum Aufruhr in den sozialen Medien. ...

Berufliche Überlastung zwingt immer mehr Menschen in die Knie. Doch wie aus dem Burnout wieder herauskommen? Nico Rose, Experte für Positive Psychologie und Professor für Wirtschaftspsychologie an der International School of Management (ISM) in Dortmund, sensibilisiert dafür, dass Betroffene sich einerseits mit ihrer beruflichen Identität näher auseinandersetzen sollten, aber gleichzeitig sich auch in ihrem Umfeld etwas verändern müsse. So könne man sich fragen, welche Tätigkeiten einem Energie ...

Persönlichkeitsmerkmale gelten gewöhnlich als die Eigenschaften, die wir an uns am schwersten verändern können. Ein Forschungsprojekt der Universität Zürich zeigt nun, dass hier dennoch mehr möglich zu sein scheint, als wir oft meinen. 1.500 Erwachsene, im Schnitt 25 Jahre alt, nutzten dazu die von der Uni entwickelte App, die sie mit einem Chatbot, Videos, Anleitungen zur Selbstreflexion und Feedbacks anleitete, die gewünschten Veränderungen zu erreichen. Die Probanden konnten wählen, an welchen ...

Etwa acht Prozent der deutschen Arbeitnehmer erhalten gegenwärtig Kurzarbeitergeld, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Und diesen vorübergehenden Schutz vor Arbeitslosigkeit wissen viele auch zu schätzen. Dennoch haben viele bereits finanzielle Sorgen - und die Angst vor der beruflichen Zukunft wächst. 48 Prozent der Kurzarbeiter berichten bereits von einer angespannten Finanzlage. Das sind nahezu viermal so viele wie unter jenen, die noch normal arbeiten können - und kaum weniger als unter ...

Die Opiodkrise der USA ist schon schlimm genug, doch zeigt eine neue Studie nun auch, wie junge Menschen auf besorgniserregende Weise mit Psychopharmaka umgehen. Die Wissenschaftler werteten dafür Daten aus dem National Survey of Drug Use and Health Sampling von 110.000 jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus. Gut ein Drittel der Befragten gab an, im Vorjahr ein verschriebenes psychoaktives Medikament eingenommen zu haben, was mir schon als eine recht hohe Verbreitung dieser Substanzen ...

Grünpflanzen in der Wohnung scheinen auf subtile Weise das menschliche Wohlbefinden selbst in besonders herausfordernden Zeiten zu stärken. Wissenschaftler aus Italien hatten im vergangenen Jahr zwischen März und Juni weltweit 4.200 Menschen aus 46 Ländern befragt, wie sie durch die jeweiligen Lockdowns gekommen waren. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die keine oder kaum Pflanzen in der eigenen Wohnung um sich hatten, schlechter zurechtkamen als jene, die sich mit viel Grün umgaben. Die Pflanzenlosen ...

Wer glaubt, selbst etwas besseres verdient zu haben als andere, scheint eher dazu zu neigen, die Auswirkungen der Pandemie zu verharmlosen oder zu ignorieren. Dies liegt eine neue psychologische Studie nahe, in der untersucht wurde, wie persönliches Anspruchsdenken und die Reaktionen auf die Krise zusammenhängen. In drei Erhebungen wurden die Beteiligten nach Parametern des Anspruchsdenkens und entsprechenden Persönlichkeitsmerkmalen befragt und sollten Auskunft geben über verschiedene Einschätzungen ...

Geld macht glücklich, aber ab einem bestimmten Betrag (etwa 75.000 Dollar bzw. 62.000 Euro, die einem Haushalt jährlich zur Verfügung stehen) wächst das Glücksgefühl nicht mehr - so bisher die einhelligen Befunde der Forschung. Eine neue Studie aus den USA, die ein verfeinertes Instrumentarium zur Messung verwendete, kommt hingegen zu einem anderen Schluss. Ihr zufolge nimmt die allgemeine Lebenszufriedenheit weiter zu und mit ihr auch das tägliche emotionale Wohlbefinden. Die neue Studie befragte ...

Die mit den Lockdowns verbundene Isolation der Menschen hat in den vergangenen Monaten bereits viele Psychologen auf den Plan gerufen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Noreena Hertz geht in ihrer Betrachtung von Einsamkeit und ihren Folgen noch weiter - für sie liegt auf der Hand, dass dies auch ein politisches Thema ist, das so noch viel zu selten wahrgenommen wird. So zeige sich in Studien in Ländern wie den USA, Frankreich oder auch den Niederlanden, dass Rechtspopulisten unter Menschen, die ...

Seinen Job zu verlieren, ist hierzulande immer noch mit einem Stigma behaftet. Eine Umfrage des Netzwerkes LinkedIn unter rund 2.000 Menschen, die arbeitslos sind - 500 davon durch die Pandemie -, zeigt, wie die Entlassungen aufgrund der aktuellen Krise das Bild, das Menschen von Arbeitslosen haben, zu wandeln scheint. 82 Prozent der Befragten bestätigten zwar das Stigma des Jobverlusts, doch glauben auch 70 Prozent, dass krisenbedingte Entlassungen sich weniger auf den Ruf einer Person auswirken. ...

Wer sucht nicht nach der Glücksformel, die das eigene Leben schöner macht und einen selbst dabei noch leistungsfähiger sein lässt? Zu schön, um wahr zu sein? Wenn es nach Harvard-Professor Shawn Achor geht, lässt sich das ganz leicht erreichen. Er behauptet, dass unser Gehirn um 31 Prozent (wie er wohl auf genau diese Zahl kommt?) produktiver arbeitet, wenn wir in einem optimistischen Zustand sind. Doch unsere innere Beziehung zu Glück und Erfolg ist oft so gestaltet, dass wir zu diesem Optimismus ...

Ein sinnvolles Leben zu führen, wirkt wie ein Lebenselexier. Eine amerikanische Langzeitstudie zeigt: Menschen, die Sinn empfinden, können ihre Sterbewahrscheinlichkeit deutlich reduzieren im Vergleich mit jenen, denen es im Leben an Sinn mangelt. Für die Studie, die seit 1992 läuft, wurden rund 7.000 Personen, die zu Studienbeginn zwischen 51 und 61 Jahre alt waren, mit Fragebögen zu ihrem empfundenen Lebenssinn befragt. In der Langzeitbetrachtung zeigte sich, dass jene, die eher wenig Lebenssinn ...

In der Arbeitswelt wird viel über Vertrauenskulturen gesprochen, denn in Zeiten, in denen Hierarchien immer durchlässiger werden und die Arbeit aus dem Home Office viele etablierte Strukturen nivelliert, sind Führungskräfte darauf angewiesen, ihren Mitarbeitern Freiräume zu geben. Doch Vertrauen ist ein großes Wort, wie der New-Work-Vorreiter Markus Väth in einem Beitrag für Capital beschreibt: "Kontrolle ist schlecht, Vertrauen gut; so jedenfalls lesen sich heutige Management-Ratgeber in ...

Wohl jeder hat in den letzten Monaten die Erfahrung gemacht, irgendwann innerlich mürbe zu werden über all den Herausforderungen und Beschränkungen, die mit der Pandemie verbunden sind. Der Psychotherapeut Andreas Knuf bringt jedoch auch eine positive Dimension dieser Situation ins Gespräch, nämlich die Tatsache, dass es gerade überwältigende Umstände wie diese sind, die uns auch Handlungen befähigen, an die unter normalen Umständen nicht zu denken wäre. "Das Loslassen ist alles andere als ...

Glück ist ein universelles Phänomen, doch wie es sich einstellt, ist von Kultur zu Kultur sehr verschieden. Westliche Glückstext beispielsweise beziehen sich im Kontext des in diesen Kulturen vorherrschenden Individualismus vor allem auf persönliche Glücksfaktoren, während in östlichen Kulturen Glück eher in gemeinschaftlichen Beziehungen entsteht. Wissenschaftler haben in 63 kulturell sehr unterschiedlichen Ländern mit mehr als 15.000 Testpersonen einen amerikanischen und einen japanischen Glückstext ...

Viele Unternehmen beschäftigen sich in den letzten Monaten besonders mit der Frage, wie sie die Zusammenarbeit ihrer Teams stärken können, denn durch das verteilte Arbeiten im Home Office brechen viele etablierte Strukturen weg. Und Selbstorganisation stellt sich, vor allem in bisher hierarchisch aufgestellten Firmen, nicht von selbst ein. Der Soziologe Armin Nassehi geht davon aus, dass Kleingruppen mit bis zu sieben Personen sich bestens selbst organisieren können, doch darüber hinaus brauche ...

Umfragen zeigen in den letzten Tagen sehr deutlich, dass eine Mehrheit in der Bevölkerung die Salami-Taktik und Zögerlichkeit der Politik im Hinblick auf eine mögliche weitere Verschärfung des Lockdowns kritisiert. Sie wollen sich nicht weiter der Illusion hingegen, dass Weihnachten zumindest ansatzweise so wie immer werden könnte, sondern wünschen sich Klartext. Dieser Eindruck wird auch durch eine bevölkerungsweite Befragung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Charité-Universitätsmedizin ...

Sportliche Aktivitäten wirken sich, das zeigen viele Studien, sehr günstig auf unser Wohlbefinden aus. Nun zeigt eine neue Untersuchung, dass auch alltägliche Bewegungen wie das Treppensteigen oder zum Einkaufen gehen ähnlich förderlich sein können. Die Wissenschaftler statteten in einer ersten Versuchsrunde Probanden mit Bewegungssensoren aus und befragten sie via App mehrmals täglich, wie wach und energiegeladen sie sich fühlen. Mit einer weiteren Gruppe wurden zusätzlich Hirnscans durchgeführt. ...

Die psychologische Forschung zeigt: Es lässt uns nicht unberührt, wenn andere leiden, und ihre Gefühle übertragen sich auf uns, wenn wir Zeugen ihres Ringens werden. Eine neue deutsche Studie zeigt nun: Beim Stress ist das genauso - er überträgt sich auch auf unbeteiligte Beobachter. Und je enger deren Beziehung zu den Betroffenen ist, umso stärker empfinden sie ebenfalls Stress. Die Wissenschaftler hatten ihre Versuchspersonen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Bei manchen dieser Gruppen ...

Der Achtsamkeits-Trend ist ja inzwischen auf vielen Kanälen präsent und kaum ein Magazin rühmt sich nicht mit Berichten dazu. Da fällt es langsam schwer, im Blick zu behalten, welche Quellen wirklich gut und vielversprechend sind. Zu meinen absoluten Favoriten gehört das Magazin "moment by moment", gegründet von der engagierten Journalistin Stefanie Hammer. Sie bringt viel Expertise mit, hat einen direkten Draht zu den wirklich spannenden Akteur*innen der Mindfulness-Szene und ihr gelingt ...

Studien belegen immer wieder, dass es zu unserem Wohlbefinden wesentlich beiträgt, wenn wir etwas Disziplin aufbringen, um größere Lebensziele zu erreichen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass wir dafür bisweilen eher kurzfristige Vergnügungen zurückstellen müssen. Eine neue Untersuchung zeigt nun: Das sollte kein Entweder-Oder-Spiel sein, denn Menschen, denen es gelingt, die kleinen Freuden des Alltagslebens richtig zu genießen, empfinden mehr Wohlbefinden als jene, die eher verbissen ...

Gehen ist gut fürs Wohlbefinden, das zeigen wissenschaftliche Studien immer wieder. Eine amerikanische Untersuchung, die die Daten von rund 126.000 Menschen zwischen 18 und 64 Jahren aus dem Jahr 2017 auswertete zeigt nun: Insbesondere der zu Fuß zurückgelegte Weg zum Arbeitsplatz kann zum Wohlfühl-Faktor werden. Aus den Daten ging nämlich hervor, dass Menschen das größte Wohlgefühl empfinden, wenn sie etwas schneller gehen - und genau das tun sie auf dem Weg zur Arbeit. Schlendern oder Spazierengehen ...

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien weist darauf hin, dass Meditation eine entspannende Wirkung hat. Und für viele Menschen ist es ein guter Grund, Achtsamkeit zu praktizieren, um besser mit Stress zurechtzukommen. Eine neue amerikanische Studie zeigt nun, dass die hier erwartete Stresskompensation womöglich etwas anders funktioniert, als viele meinen. Die Wissenschaftler führten bei rund 1.000 Proband*innen kardiovaskuläre Tests durch, während diese stressige Testaufgaben zu bewältigen hatten. ...

In den letzten Wochen sind bereits einige Studien erschienen, die zeigen, wie die Corona-Beschränkungen der Bevölkerung emotional zusetzen. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat nun untersucht, welche Unterschiede es hier zwischen Menschen gibt, die bereits an einer Depression leiden, und jenen, die vor der Pandemie psychisch gesund waren. Dazu wurden die Daten von 5.000 Befragten (Erhebung im Juli) mit jenen einer Stichprobe depressiver Menschen verglichen. Dieses "Deutschland-Depressions-Barometer" ...

Von manchen wird das Meditieren unterstützt von Apps gelobt, weil es vielen Menschen erleichtert, eine Achtsamkeits-Praxis in ihren Alltag zu integrieren, andere sehen den Technik-Einsatz eher kritisch. Eine kleine Studie zur Wirkung der Meditations-App 7Mind (an deren Entwicklung ich selbst in der Anfangsphase mitgearbeitet habe) zeigt nun: Berufstätige profitieren von der Instant-Meditation für zwischendurch. 7Mind bietet Achtsamkeitskurse zu verschiedenen Themen, bei denen die Übenden jeweils ...

Spazierengehen ist gut fürs Gemüt, insbesondere wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. Eine amerikanische Studie untersuchte 60 Personen zwischen 60 und 90 Jahren, die über acht Wochen lang jede Woche mindestens einmal für 15 Minuten einen Spaziergang machen sollten. Die Hälfte der Gruppe bekam dabei zusätzlich die Aufgabe, gezielt Orte aufzusuchen oder sich in Situationen zu begeben, die in ihnen Ehrfurcht oder Staunen hervorriefen - also beispielsweise weitläufige Umgebungen, in denen man ...

Nun hat auch die Bundesregierung damit begonnen, die psychischen Folgen der Pandemie stärker in den Blick zu nehmen. Eine in ihrem Auftrag durchgeführte Repräsentativ-Umfrage, die im September und Oktober vor den derzeit geltenden Beschränkungen erhoben wurde, zeigt: Beinahe 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung fühlen sich inzwischen emotional belastet aus Sorge um die Gesundheit ihrer Angehörigen. 55 Prozent empfinden Leidensdruck aufgrund der Unsicherheit, wie sich das Leben in den kommenden ...

Irgendwie erscheint es uns auf den Blick logisch, dass man sich gerne mit Menschen umgibt, die das eigene Selbstwertgefühl steigern. Studien zeigen jedoch, dass gerade Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl gerade nicht so ticken. Sie springen eher auf Mitmenschen an, die ihr ohnehin schon negatives Selbstgefühl bestätigen. In der Psychologie ist dieses Phänomen seit 40 Jahren als Selbstbestätigungstheorie bekannt. Und kürzlich belegte eine amerikanische Studie den Effekt erneut, allerdings im ...

Menschen vertrauen zu können, erscheint unerlässlich im Leben. Und psychologische Studien zeigen, dass Menschen, deren Vertrauen enttäuscht wurde, sich dann einfach umorientieren, wem sie künftig vertrauen. In vier verschiedenen Studien wurden Szenarien betrachtet, in denen das Vertrauen von Menschen entweder durch ihre eher privaten Kontakte oder durch Institutionen wie den Arbeitgeber oder die Politik enttäuscht wurde. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass das Vertrauen dieser Menschen ...

Der Achtsamkeits-Trend hat längst auch die jüngere Generation erreicht. In Zeiten, in denen selbst das gewöhnliche Schulpensum bei immer mehr jungen Menschen zu Druck, Stress und Versagensängsten führt, erscheint dies wie ein logischer nächster Schritt. Viele Schulen beschäftigen sich bereits damit, wie sie ihre Schüler*innen durch Meditation unterstützen können, Resilienz zu kultivieren und den bestehenden Anforderungen besser zu begegnen. Der Start-up Aumio tritt nun, um mit einer App verschiedene ...

Einige psychologische Studien zeigen bereits, wie sehr die gegenwärtige Lage den Menschen seelisch zusetzt. Der Psychiater Joachim Galuska warnt bereits vor einem "Corona-Burn-out", der sich hier abzeichne. Die von ihm gegründeten Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen haben bereits jetzt mehr als 50 Prozent mehr Anfragen für Krankenhausbehandlungen. "Ich bin davon überzeugt, dass wir auf einen Corona-Burnout zusteuern. Je länger Corona bleibt, umso mehr ist die Gefahr von Burnout-Erkrankungen ...

Wer in seiner Freizeit etwas macht, das ihm Freude bereitet, ist wesentlicher besserer Stimmung als Menschen, die keinem Hobby nachgehen. Eine britische Studie zeigt nun, dass angenehme Freizeitbeschäftigungen auch Menschen mit Depressionen in besserer Verfassung sein lassen. Diese Erkenntnis fußt in der Analyse der Daten einer Langzeituntersuchung, in der 8.800 ältere Erwachsene über zwölf Jahre lang mehrmals befragt worden waren. Den Wissenschaftlern lagen Angaben zur Gemütsverfassung vor und ...

Schlaf ist wichtig, damit sich Körper und Geist regenerieren können. Doch die Wissenschaft zeigt auch, dass sich in unserem Gehirn im Schlaf zugleich überraschende Einsichten einstellen können. Das liegt daran, dass unser übliches Denken, während wir ruhen, aus seiner Routine gerissen wird. Im Non-REM-Schlaf, den ruhigeren Schlafphasen also, kann unser Gehirn Informationen in sinnvolle Kategorien einordnen. Im REM-Schlaf hingegen, der Traumphase, entstehen Perspektiven, die über diese Begrenzungen ...

Die großen Finanzskandale der letzten Jahre haben nicht nur immer wieder Schlaglichter auf das Finanzwesen als Branche geworfen, sondern auch auf die Menschen, die hier tätig sind. Forscher der Universität Mainz sind der Frage nachgegangen, ob der Bankensektor vielleicht Menschen eines bestimmten Schlages besonders anzieht. Dazu befragten sie 2013 an der Universität Frankfurt 265 Wirtschaftsstudierende nach ihren Berufswünschen, sozialen Präferenzen und Persönlichkeitsmerkmalen. Außerdem testeten ...

Unsere Reaktionen (oder auch Nicht-Reaktionen) auf die Zumutungen der Pandemie sind in ihrer ganz eigenen Weise auch ein Spiegel, wo das Menschsein in der modernen Welt gerade steht. Sie zeigen uns, was uns wichtig ist, was wir verteidigen, und auch, was uns gleichgültig ist. Der Psychoanalytiker Hans Jürgen Wirth erklärt gegenüber dem Spiegel die psychischen Kontext, in dem sich unser Ringen mit den gegenwärtigen Herausforderungen abspielt. Das Tragen der Masken beispielsweise wird in seiner ...

Wir neigen dazu, Erfahrungen, die wir einmal gemacht haben, zur Entscheidungsgrundlage für neue Handlungen zu machen. Doch manchmal trügt uns unsere Erinnerung. Eine Studie aus Cambridge zeigt nun, dass viele Menschen dazu neigen, wenn eine Situation gut geendet hat, ihren eigentlichen Verlauf auszublenden und damit wesentliche Entwicklungen zu ignorieren. Im Experiment wurden Probanden zwei Töpfe mit Münzen gezeigt, wobei sie jeweils mehrere Ausschnitte aus dem Topfinhalt zu sehen bekamen - mal ...

Die Pandemie hat die Gewohnheiten vieler Menschen verändert. Und gerade weniger hilfreiche Verhaltensweisen auch verstärkt. Eine eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse etwa zeigt: Seit der Virus unser Leben im Griff hat, ist der Alkohol- und Drogenkonsum in der Bevölkerung gestiegen. Von den Menschen, die bereits zuvor mehrmals in der Woche Alkohol tranken, äußerte ein Viertel, seit Beginn der Pandemie mehr zu trinken. Bei den Rauchenden hat jede neunte Person ihren Zigaretten-Konsum ...

Narzissten lässt man am besten links liegen, denn gegen ihr Naturell ist kaum ein Kraut gewachsen. Doch im Job lassen sich solche Zeitgenossen nicht so leicht umschiffen. Doch mit ein bisschen Wachsamkeit kann man ihnen zumindest den Wind etwas aus den Segeln nehmen. In Capital rät die Psychologin Bärbel Wardetzki, die eigenen Reaktionsmuster bewusst zu durchleuchten, um Narzissten nicht in die Hände zu spielen. "Das erste ist, sich im seelischen Erleben so unabhängig wie möglich zu machen, ...

Eine Sonderbefragung des Soziooekonomischen Panels hat untersucht, welchen Einfluss die Corona-Krise in den letzten Monaten auf das Wohlbefinden der Bevölkerung hatte und wie Menschen mit dem Alleinsein zurechtkommen. Betrachtet wurden dabei die Zeit vor und während dem Lockdown sowie danach. Vor der Pandemie zeigten sich Paare mit und ohne Kinder im Vergleich zu Alleinlebenden und -erziehenden im Schnitt zufriedener, fühlten sich weniger einsam und insgesamt wohler. Bei den Alleinlebenden stiegen ...

Wenn es ums Gehalt geht, sind Frauen nicht nur Opfer des so genannten Gender Pay Gaps, womöglich tragen sie auch selbst schon vor ihrer Anstellung dazu bei, dass sie niedriger bezahlt werden als Männer. Die Umfrage "Most Wanted" der Unternehmensberatung McKinsey jedenfalls zeigt, dass ihre Gehaltswünsche deutlich unter jenen von Männern liegen. Untersucht wurden Top-Talente beim Berufseinstieg. Während der männliche Business-Nachwuchs ein Einstiegsgehalt von 61.800 Euro forderte, lagen ...

Anderen verzeihen zu können, ist eine großherzige Geste, denn wir verzichten darauf, unseren vielleicht berechtigten Groll aufrechtzuerhalten. Für unser Gegenüber kann die Entlastung enorm sein. "Wenn uns verziehen wird, dürfen wir das schlechte Gewissen hinter uns lassen und mit dem Geschehenen Frieden schließen. Das kann Menschen dabei helfen, ihre Selbstachtung zurückzugewinnen und aus ihren Fehlern zu lernen", so die Philosophin Susanne Boshammer. Sie rät aber auch, mit dem Verzeihen ...

Jede*r fünfte Deutsche engagiert sich laut einer Untersuchung der Aktion Mensch heute ehrenamtlich. "Man will etwas für andere tun, etwas im unmittelbaren Umfeld bewirken und vor allem selbst Freude erleben“, erklärt Prof. Dr. Doris Rosenkranz, die an der TH Nürnberg zu Engagement und Freiwilligenmanagement lehrt und forscht, in einem Beitrag in der Welt. Es ist eine Freude, die viele im Arbeitsumfeld bisweilen vermissen, weil dort Wirksamkeit häufig schlicht an den eigenen Arbeitseinsatz ...

Manchmal hat der Volksmund unrecht, beispielsweise wenn es darum geht, von sich selbst auf andere zu schließen. Das sollten wir nämlich vielleicht doch bisweilen tun, insbesondere wenn es darum geht, uns der Bedürfnisse unserer Mitmenschen bewusst zu werden. Eine Studie zeigt nämlich: Das, was wir für uns selbst als wesentlich erachten, können wir bei anderen oft nur schwer wahrnehmen. Befragt wurden rund 1.900 Personen aller gesellschaftlichen Schichten zu ihren eigenen körperlichen und psychischen ...

Wir glauben meist, uns selbst zu kennen. Doch bei genauerem Hinsehen haben wir eine nicht von der Hand zu weisende Neigung, uns besser zu machen, als wir sind. Das illustrieren verschiedene Studien mehr als anschaulich. Legt man Menschen verschiedene Fotos von sich vor, die mal besser, mal schlecht und mal recht normal ausfallen, neigen die meisten Menschen dazu, die schönsten Fotos als repräsentativ von sich zu betrachten. Ähnlich sieht es aus, wenn wir unsere Leistungen einschätzen sollen. Innerer ...

Die Pandemie setzt uns zu, so viel ist gewiss. Und es geht dabei nicht nur um unser Unbehagen aufgrund vieler Einschränkungen unseres Lebenswandels. In einer im Auftrag der Axa-Versicherung erhobenen Befragung von 1.000 Deutschen zeigt sich, dass für viele die psychischen Belastungen erheblich gestiegen sind und das seelische Krankheitspotential steigt. Ein Drittel der Befragten fühlt sich durch die Krise deutlich stärker psychisch belastet, ein Viertel beklagt den Kontrollverlust im eigenen Leben. ...

In der Diskussion um mehr Nachhaltigkeit spielt unser Konsum eine wesentliche Rolle, denn all das, was wir mit unseren Lebensstilen verbrauchen, entzieht uns über kurz oder lang die Lebensgrundlage. Irgendwie wissen wir das auch, aber warum fällt es uns so schwer, etwas zu verändern. Für den Trendanalyst Carl Tillessen hat diese Verleugnung verschiedene Ursachen. "Das Bedürfnis nach Teilhabe und Macht ist eng mit Konsum verbunden, insbesondere mit niederschwelligem Konsum. Je effizienter ...

Frustration oder das Gefangensein in einem Bullshit-Job ist für viele Menschen ein Problem. Andere hingegen werden angespornt davon, ihre Karriere anzutreiben. Für wieder andere ist ihr Job sogar Berufung. Die Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie Amy Wrzesniewski hat in ihren Studien herausgefunden, dass all diese Blickwinkel auf Arbeit in der Bevölkerung in etwa gleich verteilt sind, rund ein Drittel der Arbeitenden fällt in die jeweiligen Gruppen. Interessant ist dabei, dass ...

Resilienz ist unter den Vorzeichen der Pandemie zu einem besonderen Thema geworden, denn wir alle erleben seit Monaten, wie unsere gewohnten Lebenswelten einem rapiden Wandel unterworfen sind oder sogar in Teilen zusammenbrechen. Ein so großes und umfassendes Ereignis wie Corona lässt uns dabei leicht vergessen, dass wir eigentlich ständig mit Situationen konfrontiert sind, die uns zutiefst herausfordern oder auch schmerzen - und dass wir die meisten davon in ihren Auswirkungen durchaus über die ...

Unsere psychische Verfassung, zumindest gesamtgesellschaftlich betrachtet, scheint nur eine Richtung zu kennen - es geht bergab. Und dies nicht, weil Corona uns unter Dauerstress setzt. Die von der DAK ermittelten Krankschreibungen wegen psychischer Probleme haben im letzten Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber 2018 erhöhten sich die Fehltage von Arbeitnehmer*innen wegen Depressionen, Angst- oder Belastungsstörungen um 24 auf 260 Tage pro 100 Versicherte. Erstmals hat die DAK diese ...

Immer wieder schwappt in der politischen Diskussion hoch, dass viele der Preise, die wir für das, was wir zum Leben brauchen, nicht abbilden, welche Kollateralschäden mit diesem Konsum verbunden sind. Der Lebensmittelanbieter Rewe will nun in einer neuen Filiale seiner Tochter Penny die versteckten Kosten, die nicht von den Lebensmittelpreisen beinhaltet sind, transparent machen. In dem neuen Nachhaltigkeitsmarkt soll neben dem gewohnten Ladenpreis für einige Eigenmarken ein weiterer Preis auch ...

Zwischen Fakten und Fake unterscheiden zu können, ist in Zeiten lebensweltlicher Komplexität und aufflammender Verschwörungstheorien eine wesentliche Kulturkompetenz. Eine Studie zeigt jedoch, dass unsere Unterscheidungsfähigkeit zu bröckeln beginnt, wenn wir nur oft genug mit falschen Aussagen konfrontiert werden. Die Wissenschaftler zeigten im Test ihren Versuchspersonen wahre und falsche Aussagen, und dies in zwei Durchgängen. Dabei wurde deutlich: Falsches, das mehrfach gehört wurde, erschien ...

Das Handwerk hat einen großen Vorteil - am Ende des Tages sieht man nicht nur, was man geleistet hat, man kann es sogar anfassen. Die eigene Leistung wird so ganz manifest in der wirklichen Welt sichtbar. Das Gefühl, das man dabei empfinden kann, nennt der Psychologe Stephan Grünewald "Werkstolz". Und genau dieser drohe, unter den Vorzeichen der wachsenden Digitalisierung mehr und mehr unter die Räder zu kommen. "In der digitalen Welt wird oft an abstrakten Objekten gearbeitet, ...

Wie wir unsere Lebensumstände empfinden, hängt nicht unwesentlich von unserer Haltung zum Leben ab. Eine amerikanische Studie zeigt: Menschen mit hohem Anspruchsdenken fühlen sich leichter ungerecht behandelt und zeigen sogar weniger Mitgefühl als jene, die nicht so viel für sich erwarten. Die Wissenschaftler testeten zunächst mit einem Fragebogen, wie hoch das Anspruchsdenken ihrer Probanden war. Dann sollten sie eine langweilige Tätigkeit ausführen, wobei allen Testteilnehmern gesagt wurde, ...

Mit Corona haben die verschiedensten Bedrohungs- und Angstszenarien in unseren Alltag Einzug gehalten. Dadurch mag das Angstlevel in Teilen der Bevölkerung gewachsen sein. Doch sollten wir auch bedenken, dass die Angst vor dem Kontrollverlust eigentlich zum Wesen unserer modernen Gesellschaften gehört, denn viele unserer heutigen Errungenschaften beruhen gerade darauf, dass wir versuchen, mit ihnen unser Leben zu verbessern und es so zu schützen. "Das Leben ist immer gefährlich. Man kann ...

Viele Menschen schätzen die Arbeit im Home Office - weil ihnen längere Arbeitswege erspart bleiben, aber auch, weil sie das Gefühl haben, ohne ständige Störungen durch die lieben Kolleg*innen produktiver zu arbeiten. Andere vermissen letzteres, weil sie diese persönlichen Kontakte vermissen. In einem Interview mit dem Harvard Business Manager warnt die Psychologin Antje Flade davor, dass das Home Office leicht zu einem Ort der Isolation werden könne. "Eine länger dauernde Verlagerung vom ...

Mitarbeitern einen Bonus gewähren, wenn sie immer schön brav zur Arbeit erscheinen? Hört sich irgendwie schräg an - und kann zum Schuss in den Ofen werden. Das zeigt jedenfalls eine Studie, die untersuchte, was passiert, wenn man genau das versucht. Grundlage bildete ein reales Testszenario mit Auszubildenden im Einzelhandel. Diese konnten durch stete Anwesenheit bis zu 240 Euro oder vier zusätzliche Urlaubstage im Jahr erhalten. Um Verzerrungseffekte auszuschließen, wurde ein längerer Zeitraum ...

In vielen Firmenkulturen ist es inzwischen üblich, innerhalb der Mitarbeiterschaft durch entsprechende Feedbacksysteme einen Wettbewerb aufzubauen, indem sie Menschen relativ zu anderen bewerten. Das spornt jedoch, wie eine neue Studie zeigt, nicht unbedingt auch zu konstruktiverer Leistung an. In der Untersuchung mussten die Proband*innen in verschiedenen Konkurrenzszenarien handeln. Dabei zeigte sich: Priorität hatte für die Teilnehmenden, wenn sie ein solches Ranking erwartete, vor allem, in ...

Psychologen stellen seit vielen Wochen fest, wie stark die Pandemie auf unser Angstsystem zu wirken scheint. Der kollektiv erfahrene Kontrollverlust offenbart dabei ein Paradox, denn es sind nicht unbedingt die realen Gefahren, die uns in Sorge versetzen, sondern eher die Erkenntnis, dass wir einer Illusion aufgesessen haben, unser Leben kontrollieren zu können. "Wie leben in einer der am besten abgesicherten Gesellschaften weltweit. Aber unsere Ängste sind oft überdimensional groß. Unsere ...

Wohl jede*r hat inzwischen diese Momente, in denen sich eine gewisse Corona-Müdigkeit einstellt. Seit Monaten mit all den bestehenden Einschränkungen zu leben, ist für viele Menschen eine kleine Katastrophe, für andere vielleicht nur zunehmend nervig. Eine Studie zeigt nun, dass sich bei all den Zumutungen, denen wir ausgesetzt sind, das grundsätzliche Wohlbefinden der Menschen dennoch kaum verschlechtert hat - zumindest bei jenen, die (immer noch) vollzeiterwerbstätig sind, denn diese stellen ...

In den letzten Jahren war die Meditationsforschung in einem Euphorie-Hoch. Vielleicht ist es so etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, dass Studien über positive Effekte von Achtsamkeit weitere nach sich ziehen, die zu ähnlichen Erkenntnissen kommen. Seit Meditation in der Wissenschaft als Thema salonfähig geworden ist (es gab Zeiten, in der das Thema ein wahrer Karrierekiller war), bemühen sich natürlich insbesondere Wissenschaftler, denen die Methode am Herzen liegt, in entsprechender ...

Seit Burnout ein gesellschaftliches Thema geworden ist, gibt es viele Therapieansätze, die versuchen, Betroffenen zu helfen. Die Wissenschaft zeigt allerdings inzwischen auch, dass die Genesung von solchen tiefgehenden Erschöpfungsphasen im Leben nicht ganz so einfach ist, wie gedacht. Eine schwedische Studie etwa begleitete 217 Menschen, die einer Klinik eine entsprechende Therapie absolviert hatten, über sieben Jahre, um die Entwicklung ihres Gesundheitszustandes zu dokumentieren. Dabei zeigte ...

Gestern hatte ich darüber geschrieben, wie viele Menschen die Gedanken, die ihnen ständig durch den Kopf gehen, als stetige Herausforderung empfinden. Es scheint, als wäre das unser Normalzustand. Und selbst wenn wir beispielsweise regelmäßig meditieren, um unsere Aufmerksamkeit zu fokussieren, werden wir, zurück im "Alltagsmodus", doch immer wieder von diesen geistigen Unterbrechungen heimgesucht. Im Harvard Business Manager gibt der Produktivitätsforscher Chris Bailey einige Tipps, ...

Seit Meditation schon fast ein neuer Volkssport geworden ist, mehren sich auch Studien über mögliche negative Wirkungen. Jeder Meditationsanfänger dürfte das Phänomen kennen: Wenn man erst einmal in Kontakt mit der Stille kommt, nimmt man plötzlich auch viel stärker wahr, wie viel Lärm eigentlich das eigene Leben durchzieht. Für Menschen, die als Teil einer Therapie gegen Angststörungen oder Depressionen auch meditieren, kann dieser Effekt, der ganz natürlich ist, durchaus auch problematisch werden. ...

Wir bewegen sie den ganzen Tag - und doch empfinden wir sie oft als lästig. Die Rede ist von unseren Gedanken. Der Psychologe Andreas Mayer zeigt in einem Forschungsüberblick, dass viele Menschen ihre Gedanken als etwas wahrnehmen, dass von außen in sie sie eindringt, ohne dass sie sich dessen erwehren könnten. Das führe zu einem Gefühl von Kontrollverlust, weil viele Betroffene kaum eine Möglichkeit sehen, diese geistigen Geschehnisse einfach sein zu lassen. Im Gegenteil: Sie fühlen sich gedrängt, ...

Wir leben in einer Zeit, in der Meditation auch dafür gelobt wird, dem teils krankhaften Individualismus und den damit verbundenen Egomotivationen entgegenzuwirken. Meditation macht wacher, aber nicht zwingend auch für die eigenen Unzulänglichkeiten. Im Gegenteil: Wer sich durch Achtsamkeitsübungen gestärkt fühlt, kann damit auch leicht sein Ego stärken. Die WiWo geht in einem Artikel genau diesem Phänomen nach. Eine niederländische Studie etwa zeigt, dass Achtsamkeit unerwünschterweise auch Selbstüberschätzung ...

In den letzten Jahren hat die Opioid-Krise in den USA schon vielfach zu Schlagzeilen geführt. Einerseits ist sie ein gesundheitliches Phänomen, weil eben immer noch in mehr Fällen als wahrscheinlich nötig diese süchtig machenden Schmerzmittel von Ärzten verschrieben werden. Sie deutet aber auch auf ein kulturelles Problem. "Die Orte, die von der Überdosiskrise am stärksten betroffen sind, sind Orte, an denen Menschen hoffnungslos sind und keine Arbeit haben. Orte, an denen die Infrastruktur ...

Manchmal wundert man sich schon, warum Führer, ob in der Politik oder der Wirtschaft, die sich durch Egoismus, Herrschsucht oder Manipulation hervortun, dennoch Gefolgschaften finden. Eine wissenschaftliche Langzeitstudie zeigt nun, dass sich dies zumindest zum Teil erklären lässt durch Erfahrungen während der Zeit des Aufwachsens. Konkret belegt die Studie, dass Menschen, die in jungen Jahren in Umfeldern leben, die durch ein hohes Konfliktniveau bestimmt sind, in späteren Lebensjahren mit einer ...

Es ist immer wieder dasselbe - vor allem, wenn wir glauben, besonders viel zu tun zu haben, verkneifen wir uns oftmals eine Pause, in der Hoffnung, dann schneller alles Nötige erledigt zu haben. Doch das ist ein Trugschluss, denn die Forschung zeigt immer wieder: Wer zu lange durcharbeitet, ohne mal zu verschnaufen, wird nicht nur müde, sondern auch deutlich unproduktiver. Pausen hingegen sind keine verlorene Zeit, sondern können zum Performance-Booster werden. Und doch hat die Unsitte des Durcharbeitens ...

Männer eher für klug zu halten und Frauen stattdessen im Kreis der Familie zu sehen - selbst wenn viele Menschen, fragt man sie nach solchen Vorteilen, meinen, sie sehen das nicht so, in Wahrheit sitzen diese Stereotype tiefer, als wir denken. Eine Harvard-Studie machte mit 3.600 Proband*innen aus 80 Ländern so genannte Implizite Assoziationstest, bei denen sie Bilder und Begriffe sortieren sollten. Eine schnelle Reaktionszeit deutet dabei darauf hin, dass die Beziehung von Bild und Text der Versuchsperson ...

Glücklich lebt es sich leichter - und gesünder, wie eine neue Langzeitstudie zeigt. Psychologen teilten 155 Probanden in drei Gruppen ein - eine absolvierte ein dreimonatiges Glücks-Training mit einer wöchentlichen Sitzung von einer Stunde, eine machte ein Online-Training und eine diente als Kontrollgruppe. Zu den Übungen der Trainings gehörten Meditation oder Tagebuch-Notizen über Dinge, für die man dankbar ist. Die Trainingsteilnehmer entwickelten während des Programms mehr Lebenszufriedenheit ...

Unter Pandemie-Bedingungen hat sich unser Arbeitsleben innerhalb kürzester Zeit umgekrempelt. Viele Menschen empfinden es als entspannter, von zuhause aus arbeiten zu können, weil ihnen das Freiräume bei der Gestaltung ihrer Tätigkeiten gibt. Und weil das Arbeiten beispielsweise in Großraumbüros oft aufgrund der Umgebungsbedingungen schon einen gewissen Stresspegel setzt. Die Frage ist, ob positive Erfahrungen wie diese auch nach der Rückkehr in die Büros Spuren hinterlassen oder zu Änderungen ...

Die Klimakrise hält uns tagtäglich vor Augen, wie sehr unser Bewusstsein für die Umwelt gefragt ist. Ob wir diesen Ruf auch hören und ihm folgen, hängt nicht unwesentlich von einigen unserer Charakterzüge ab. Eine Übersichtsstudie der Universität Edinburgh, für die insgesamt 38 Studien zu Umweltbewusstsein, an denen 44.000 Proband*innen beteiligt waren, ausgewertet wurden, liefert nun Antworten. Die Forscher verglichen das in den Untersuchungen dargestellte Verhalten im Hinblick auf die Umwelt ...

Wir alle machen wohl in den letzten Wochen die Erfahrung, dass unser Leben, obwohl es zumindest in den eigenen vier Wänden abläuft wie immer, irgendwie diffuser wird. "Geräusche klingen aber nur gedämpft ins eigene Leben herüber. Und der Blick auf das, was draußen geschieht, ist verschwommen", beschreibt es der Psychiater Jan Kalbitzer in einem Gastbeitrag für die Zeit. Er spricht von einer "Zwischenzeit", die wir gerade erleben. Die Zukunft, die uns sonst ein Antreiber ist ...

Die Pandemie verändert unsere Schlafgewohnten. Das zeigt eine Studie aus der Schweiz, für die mehr als 400 Menschen befragt wurden. Insgesamt 75 Prozent der Befragten gaben an, im Zuge des Lockdowns länger als vor der Krise zu schlafen. Die Untersuchten verlängerten ihre Schlafdauer um bis zu 50 Minuten. Einer der Gründe dürfte sein, dass viele durch die Arbeit im Home Office die Anfahrt ins Büro sparen und deshalb morgens ein bisschen länger liegen bleiben können. Allerdings fühlen sich viele ...

Der Markt für Meditations-Apps boomt, gerade auch in der Corona-Krise. Viele Anbieter werben dabei mit Wirkungen, die sie aus der Meditationsforschung ableiten. Doch viele dieser Studien beziehen ihre Daten aus Untersuchungen mit Menschen, die in Präsenzkursen meditieren lernen. Nun gibt es auch erste Untersuchungen, die messen, was die Nutzung von Apps wirklich bewirkt. Eine kleine Studie aus den Niederlanden maß etwa die Wirkungen einer App, die von einer Krankenkasse verbreitet wird, bei 191 ...

Intensives Grübeln und das Wälzen negativer Gedanken sind nicht nur dem psychischen Wohlbefinden nicht dienlich. Eine neue britische Studie zeigt nun auch, dass die negativen Denkschleifen anscheinend das Demenz-Risiko erhöhen. In der vier Jahre abdeckenden Untersuchung mit 360 Probanden, die 55 Jahre oder älter waren, wurde beobachtet, wie häufig Menschen sich in Denkmustern wie dem negativen Grübeln über Vergangenes oder in Ängsten vor der Zukunft ergehen. Außerdem wurde untersucht, wie sich ...

Wir alle erleben es wohl in der letzten Zeit immer wieder einmal, wie uns die Auswirkungen und die mit der Corona-Krise verbundenen Beschränkungen in unseren Leben berühren und bisweilen auch tiefer beeinträchtigen. Der Soziologe Martin Schröder hat nun Daten einer britischen Erhebung zu Zeiten des Höhepunkts des Lockdowns ausgewertet, die zeigen, wie tief diese Veränderungen auf die Psyche wirken. Wo vor der Pandemie 17 Prozent der Briten von sich sagten, dass sie ihre Alltagsaktivitäten nicht ...

Für Psychologen liegt es nahe, dass all die Veränderungen, denen wir durch die Pandemie ausgesetzt sind, auch Spuren in der Psyche hinterlassen. Eine Online-Untersuchung der Privaten Hochschule Göttingen PFH mit bisher 2.000 Teilnehmenden zeigt nun: Depressionen sind auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu einer vor der Pandemie genommenen Normierungsstichprobe zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Laut Norm wären in der breiten Bevölkerung bei etwa einem Prozent schwere depressive Symptome zu erwarten. ...

Die gute Nachricht vorweg: Nur etwas jede*r Fünfte in Deutschland sorgt sich gegenwärtig um die eigene Gesundheit. So ein Zwischenergebnis einer Langzeitstudie der TU Darmstadt, die die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Befindlichkeit untersucht. Ausgewertet wurden bisher die Daten von gut 400 Angestellten aus Deutschland und 550 aus den USA. Im Ländervergleich zeigt sich: Die Gewichtung der Sorgen ist in beiden Ländern ähnlich, in den USA sind die Befürchtungen allerdings etwas höher ausgeprägt. ...

Aus Einsamkeit oder Langeweile zum Alkohol greifen? Für einen nennenswerten Teil der Bevölkerung ist das in Zeiten der Pandemie zur neuen Gewohnheit geworden. Der Global Drug Survey mit mehr als 16.000 Teilnehmenden zeigt: 30 Prozent der Befragten gönnen sich seit einigen Wochen häufiger mal ein Gläschen mehr, und knapp elf Prozent berichten sogar von einem deutlich gestiegenen Alkoholkonsum. Rund jede*r Fünfte räumt sogar ein, wenn er oder sie trinkt, dann mehr als fünf alkoholische Getränke ...

Die Verschwörungsszenarien rund um Corona verbreiten sich immer mehr im öffentlichen Raum. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass wir solche Psychodynamiken nicht zum ersten Mal erleben. Auf Spiegel online beschreibt beispielsweise der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth viele Parallelen, die vor wenigen Jahrzehnten auch die Reaktionen auf Aids geprägt haben. Besonders interessant an seinen Betrachtungen finde ich, was er darüber schreibt, wie die Fokussierung auf die äußere Bedrohungen (heute: ...

Rache ist süß, weiß der Volksmund. Und dieses impulsive Gefühl scheint tief in uns verwurzelt zu sein, selbst wenn unsere ethischen Erwägungen uns etwas anderes sagen. Eine neue Studie zeigt, wie sehr wir in beiden Dimensionen zuhause sind. 85 Versuchsteilnehmern wurden 15 Geschichten vorgelesen, in denen es um einen Bösewicht ging. Die Stories hatten drei unterschiedliche Ausgänge. Einmal wurde der Übeltäter besonders hart bestraft, einmal eher mäßig und einmal wurde ihm einfach verziehen. Anschließend ...

Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung bringt ein "Optimismus-Paradox" der Europäer zum Vorschein. 58 Prozent der Befragten in den 27 EU-Ländern gaben sich in der Untersuchung zuversichtlich im Hinblick auf ihr eigenes Leben, während sie die Zukunftsaussichten ihres Landes längst nicht so positiv einschätzen. "Die Deutschen fallen durch ihr hohes Vertrauen in die eigene Kraft bei besonderer Verzagtheit hinsichtlich der Zukunft Deutschlands auf", zitiert die Zeit die Studienleiterin ...

Sich allein zu fühlen und kaum Kontakte zu anderen Menschen zu haben, galt lange Zeit vor allem als Problem der älteren Generation. Das BBC Loneliness Experiment, für das 46.000 Menschen weltweit aus den unterschiedlichsten Kulturen und Altersgruppen befragt wurden, zeigt nun, dass Einsamkeit ein komplexeres Phänomen ist, denn sie trifft auch viele junge Menschen und vor allem jene, die in individualistischen Kulturen zuhause sind. Hier stellte sich heraus, dass es vor allem junge Menschen sind, ...

Corona bestimmt unser Leben und beherrscht die Schlagzeilen. Und viele Klimaschützer fürchten bereits, dass darüber die ökologischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, aus dem Blick geraten. Eine Allensbach-Umfrage zeigt nun, dem ist nicht so. Für 34 Prozent der Bevölkerung ist nach wie vor der Klimawandel die größte persönliche Sorge, gefolgt von Corona (30 Prozent) und der Angst vor Einkommensverlusten (26 Prozent). Dabei treibt nur 31 Prozent die Angst vor einer eigenen Ansteckung. Viel ...

In der Psychologie zeigt sich zunehmend, dass Kindheit längst keine unbeschwerte Lebensphase mehr ist. Wie sehr der wahrgenommene Anforderungsdruck bereits bei Jugendlichen seine Spuren hinterlässt, zeigt eine Untersuchung mit 220.000 Schulkindern im Alter von 11 bis 15 Jahren in mehreren Ländern Europas und in Kanada. Ein Viertel der Kinder gab an, sich mindestens einmal in der Woche nervös oder gereizt zu fühlen oder beim Einschlafen Probleme zu haben. In jedem dritten Land bekundeten die Kids ...

Wie stressig und belastend Menschen die Arbeitswelt empfinden, zeigt sich manchmal gerade dann, wenn diese Stressoren plötzlich wegfallen. In Japan beispielsweise ist die Selbstmordrate im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 Prozent gesunken. Ursprünglich war die Befürchtung, dass durch den Pandemie-Stress selbst und das temporärer Wegfallen vieler Hilfsangebote die psychischen Belastungen höher werden. Doch dies scheint, zumindest was das Empfinden extremer Ausweglosigkeit angeht, nicht ...

Das zweijährige Experiment der finnischen Regierung, Arbeitslosen ein Grundeinkommen in Höhe von 560,- Euro auszuzahlen, wurde inzwischen fertig ausgewertet. Die ersten Eindrücke mögen ernüchternd sein, denn die Effekte im Hinblick auf eine Verbesserung der Arbeitsmarktteilhabe der Teilnehmenden waren gering. Als wesentlich erachtet Projektleiterin Marjukka Turunen, dass das Geld den Betroffenen Sicherheit gegeben und zu emotionaler Entlastung beigetragen habe. Auch soziale Effekte waren messbar. ...

Was wir im Leben erreichen möchten, empfinden wir wohl für gewöhnlich als zutiefst persönliche Angelegenheit. Die Wissenschaft zeigt uns jedoch, dass unsere Ziele alles andere als individuell sind. In einer amerikanischen Studie legten die Wissenschaftler einer Gruppe von 1.000 Proband*innen eine Liste mit gut 1.000 Begriffen vor, die sie einem Lexikon entnommen hatten, und baten die Teilnehmenden zu bewerten, wie sehr die unterschiedlichen Aspekte für sie ein Ziel darstellen. Die folgende statistische ...

Meditation wirkt befreiend, diese Erfahrung machen viele Menschen, die beginnen, sich mit Achtsamkeit zu beschäftigen. Und eine neue Studie gibt ihnen recht. Wissenschaftler untersuchten, ob Achtsamkeit im Hinblick auf die Deutung sozialer Situationen einen Unterschied macht. Den Probanden wurden Situationsbeschreibungen vorgelesen, die im Hinblick auf die Intention der Handelnden mehrdeutig waren, beispielsweise: In der Bahn schnappt ihnen jemand den letzten Sitzplatz weg. War das böswillige ...

Erste Studien sind bereits dabei, die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu untersuchen und kommen zu nicht sonderlich überraschenden Erkenntnissen. Die Universität Basel etwa fand in einer Befragung, an der rund 10.000 Schweizer*innen teilnahmen, heraus, dass die Hälfte der Antwortenden sich durch die veränderten Lebensbedingungen deutlich gestresster fühlt als in der Vor-Corona-Zeit. Gründe sind die großen Veränderungen bei Arbeit und Beruf, das eingeschränkte Sozialleben und bei ...

Je länger der Ausnahmezustand, in dem wir uns befinden, andauert, umso mehr zehrt er an uns. Erste psychologische Studien deuten bereits an, dass wir durch eine Veränderung unserer inneren Haltung viel dazu beitragen können, uns nicht im Krisen-Modus zu verlieren. Der Bewusstseinsforscher Thilo Hinterberger gibt in einem Artikel viele praktische Tipps, wie wir unsere Resilienz stärken können, sei es durch bewussteren Medienkonsum und phasenweise Input-Abstinenz, eine Ausrichtung auf die positiven ...

Aus Studien zu den psychischen Auswirkungen von Katastrophen ist bekannt, wie groß der Einfluss auf unser Innenleben ist, wenn sich unsere Lebensumstände dramatisch verändern. Ängste und Depressionen sind in der breiten Bevölkerung wahrnehmbare Begleitumstände, wenn die gewohnte Normalität verloren geht. Da die Corona-Krise und ihre Auswirkungen werden uns wohl noch lange begleiten und so rüsten sich bereits die Psychologen verschiedener Institutionen, um zu erforschen, wie die gegenwärtige Situation ...

Die Corona-Krise ist nicht nur eine Bedrohung unserer körperlichen Gesundheit. In Zeiten der physischen Distanzierung sind wir gnadenlos auf uns selbst zurückgeworfen bzw. auf den Kreis unserer Nächsten, mit denen wir zusammenleben. Aus Studien zu den Folgen von Quarantäne im Kontext von Ebola oder Sars weiß die Wissenschaft, wie Menschen auf Isolation reagieren. "Während der Quarantäne fanden sich bei Erwachsenen erhöhte Raten von posttraumatischen Stresssymptomen, Vermeidungsverhalten und ...

GEO Wissen hat aktuell eine Ausgabe zum Thema Yoga und Meditation herausgebracht, die in der aktuellen Situation der Anspannung und Ungewissheit sicherlich für viele wie ein Rettungsanker wirkt. Die Neurowissenschaftlerin Britta Hölzel beispielsweise erklärt in einem Interview, wie eine Achtsamkeitspraxis es erleichtert, eine bewusstere Beziehung zum eigenen Innenleben zu entwickeln: "Es ist der erste Schritt, um herauszufinden, in welcher Beziehung ich zu meinen Gedanken und Gefühlen stehe. ...

Meditation ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil sie es Menschen erlaubt, resilienter zu leben. Meditierende mögen das Gleiche erleben und spüren wie andere Menschen auch, was sie unterscheidet ist, dass sie mehr Handlungsfreiheit im Hinblick auf ihre Reaktionen empfinden. Wissenschaftliche Untersuchungen von Schmerzpatienten etwa zeigen: Auch wer meditiert, verarbeitet im Gehirn die gleichen Schmerzsignale und nimmt auf der körperlichen Ebene den gleichen Schmerz wahr wie Nichtmeditierende. ...

Narzissmus hat viele Gesichter und manche seiner Ausprägungen lassen auch Rückschlüsse auf die politische Perspektive von Menschen zu. Eine neue Studie hat dazu zwei Aspekte narzisstischer Persönlichkeiten näher betrachtet. Menschen, die der Aussage "Ich gewinne eine große Stärke aus dem Wissen, dass ich eine ganz besondere Person bin" haben einen starken Drang nach Anerkennung. Für sie steht vor allem die eigene Person im Vordergrund, was jedoch nicht zwingend auch mit einer Abwertung ...

Schlafmangel ist in unserer modernen Gesellschaft längst zu einem Kostenfaktor geworden - er kostet jene, die nicht schlafen können, Nerven, Energie und letztlich die Gesundheit. Und die Folgen davon lassen sich sogar monetär beziffern. So sollen der deutschen Wirtschaft jedes Jahr rund 55 Milliarden Euro entgehen, weil Arbeitende übermüdet sind. Wen wundert es da, dass viele mögliche Lösungsvorschläge ebenfalls aus dem Reich des monetären Denkens kommen. Mit besonderen Matratzen, Schlaflampen ...

Drei Viertel aller Deutschen empfinden die Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland als ungerecht. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Befragung von 5.000 Menschen im Auftrag des Spiegel. Interessant daran: Statistisch betrachtet ist die Einkommensungleichheit im EU-Durchschnitt eher unauffällig und im Vergleich zu den OECD-Staaten insgesamt sogar unterdurchschnittlich. Die Gefühlslage der Deutschen spricht hingegen eine andere Sprache. Vor allem unter den Wählerinnen von SPD, Linken ...

Die traditionelle Psychologie macht oft einen Bogen um Spirituelles. Dabei können spirituelle Bezüge insbesondere Menschen, die krank sind, helfen. Der Harvard-Professor David H. Rosmarin hat nun an einem Krankenhaus das Programm SPIRIT ins Leben gerufen, nachdem er in einer Studie darauf gestoßen war, dass 80 Prozent der befragten Patientinnen religiöse Bezüge als sehr hilfreich empfanden, um mit ihrem krankheitsbedingten Stress umzugehen. Bereits 1.500 Patientinnen haben inzwischen ...

Das Stresslevel in der Arbeitswelt ist inzwischen auf so hohem Niveau, dass immer mehr Firmen versuchen, die Problematik in den Griff zu bekommen. Eine beliebte Variante, vor allem bei kleinen und/oder inhabergeführten Firmen: Einfach die Arbeitszeit verkürzen. Der Spiegel hat kürzlich wieder eine Reihe solcher Vorreiter in einem Beitrag vorgestellt. Viele Unternehmen, die ihre Mitarbeiter kürzer treten lassen, machen die Erfahrung, dass die Produktivität kaum oder gar nicht leidet, wenn weniger ...

Ein sinnhaftes Leben dürfte für die meisten Menschen etwas zutiefst Positives sein. Paradoxerweise erwächst dieses Sinngefühl jedoch nicht zwingend auch allein aus positiven Erfahrungen. Eine neue australische Studie zeigt - auch negative Erlebnisse und Emotionen können sehr sinnstiftend sein, denn ausschlaggebend ist vor allem die Intensität der gemachten Erfahrung. Die Wissenschaftler hatten Menschen nach Ereignissen gefragt, die für ihr Leben besonders sinnstiftend waren. Und waren zunächst ...

Von Borderline-Patienten ist bekannt, dass sie sich bisweilen körperlichen Schmerz zufügen, um besser mit ihren aufgewühlten Emotionen zurechtzukommen. Eine neue psychologische Studie zeigt nun, dass anscheinend auch psychisch gesunde Menschen viel von dieser Methode halten. In der Untersuchung wurden den Probanden Bilder gezeigt, die in ihnen Angst, Wut oder Traurigkeit auslösten. Anschließend boten die Forscher ihnen verschiedene Kompensationsmöglichkeiten an - beispielsweise eine Umdeutung ...

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Meditations-Apps hilfreiche Helfer sind, wenn es darum geht, Achtsamkeit zu erlernen. Eine britische Studie mit 270 Usern der App Calm zeigt nun: Die Nutzer, die mit dem 7-tägigen Einführungskurs der App übten, zeigten deutliche Verbesserungen im Hinblick auf ihr Wohlbefinden, ihr Selbstvertrauen und auch in ihrer Achtsamkeit. Interessanterweise traten diese Effekte nicht nur bei den Anwendern auf, die die App täglich nutzten (wie vom Anbieter empfohlen), ...

Wir scheinen immer mehr zu einer Depressionsgesellschaft zu werden. Die von der DAK in ihrem Kinder- und Jugendreport 2019 vorgelegten Zahlen sind besorgniserregend, denn selbst unter Schulkindern stellen psychische Probleme schon ein ernsthaftes Problem dar - etwa jedes vierte Kind leidet bereits darunter. Laut DAK haben die Klinikeinweisungen aufgrund von Depressionen unter Kindern zwischen 2016 und 2017 um fünf Prozent zugenommen. Zwei Prozent der Kinder leiden unter einer diagnostizierten ...

Die Arbeitsverdichtung in den Unternehmen scheint immer mehr um sich zu greifen. Laut dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat sich 2018 in 81 Prozent der Firmen die Arbeit für die Beschäftigten weiter verdichtet. Drei Viertel der Befragten nehmen höhere Leistungserwartungen wahr und mehr Multitasking. 71 Prozent finden, ihre Aufgaben werden immer komplexer. 65 Prozent fühlen sich gestresst, weil sie immer mehr Projekte gleichzeitig ...

Wer beim Sport Musik hört, tut sich leichter mit dem Training, weil das Work-out als weniger anstrengend wahrgenommen wird, so die Erkenntnisse einer neuen Studie. Sowohl beim Kraft- als auch beim Ausdauertraining hat sich Musik mit hohem Tempo bewährt. Der Effekt ließ sich auch bei der Herzfrequenz der Probanden beobachten. Trainingsmuffel sollten sich also ihren Lieblings-Soundtrack schnappen und gleich mal eine Runde laufen oder Gewichte stemmen.
Weiterlesen

Beim Arbeiten gesund zu bleiben, fällt immer mehr Arbeitnehmenden schwer. Ein Grund sind die wachsenden Herausforderungen im Job, die auf die Psyche schlagen. Gegenüber dem Deutschlandfunk macht der Psychiater und Internist Joachim Bauer vor allem drei wesentliche Gründe für die wachsende Zahl von Stresserkrankungen aus. Die Balance zwischen Anerkennung und Verausgabung sei nicht leicht aufrechtzuerhalten und mangelnde Wertschätzung im Beruf kann dann leicht aufs Gemüt schlagen. Bauers Erfahrung ...

Laut Technikerkrankenkasse nehmen die Fehltage der Versicherten aufgrund psychischer Erkrankungen weiterhin zu. Dem jüngsten Gesundheitsreport 2020 zufolge, den die Krankenkasse erstellt hat, stellen diese Beschwerden nun die häufigste Krankheitsursache dar, noch vor Rückenbeschwerden und Erkältungskrankheiten. Sie sind für 19 Prozent aller Fehlzeiten von Arbeitnehmenden verantwortlich. Insgesamt gingen die Fehlzeiten minimal zurück, was der Tatsache geschuldet ist, dass die Erkältungswelle 2019 ...

Um unser Vertrauen in das Leben und die Welt ist es nicht sonderlich gut bestellt.Das Edelman Trust Barometer 2020 zeigt: Am ehesten vertrauen wir Deutschen den Medien (49%), gefolgt von der Wirtschaft (48%), der Regierung (45%) und den NGOs (43%). Ist schon ernüchternd zu sehen, wie wenig wir der Politik noch zutrauen. Die internationale Untersuchung zeigt auch: Deutschland ist das drittpessimistischste Land nach Japan und Frankreich - nur 23% der Deutschen blicken optimistisch in ihre finanzielle ...

Fehlender Schlaf wird für viele immer mehr zum Problem. Und das nicht nur, weil sie zu viel arbeiten oder vielleicht abends zu lange am Computer daddeln. Denn immer mehr Menschen können einfach nicht mehr richtig schlafen (wozu die beiden genannten Gründe natürlich auch beitragen können). Schlafmittel, Schlaftracker, gute Matratzen - der Weltmarkt für Schlafhilfen beläuft sich auf einen Jahresumsatz von rund 63 Milliarden Euro. Das sagt viel. Der wunde Punkt: Wer unbedingt schlafen möchte, schafft ...

Die in der letzten Zeit immer öfter hochpoppenden Diskussionen über deutliche Reduzierungen der Arbeitszeit beflügeln manche Angestellte und lassen vielen Arbeitgebern eher die Haare zu Berge stehen. Aus der Arbeitspsychologie ist natürlich bekannt, dass kein Mensch acht Stunden am Tag hochkonzentriert durcharbeiten kann. Deshalb sind Arbeitspsychologen auch eher aufgeschlossen, wenn es darum geht, über eine Komprimierung von Arbeit nachzudenken - mehr erledigen in kürzerer Zeit und dafür längere ...

Welche Auswirkungen politische Umstände auf die Lebensbedingungen von Menschen und vor allem auch ihre psychische Verfassung haben, kann man in Hongkong gegenwärtig wie in einer Art Straßenlabor erleben. Eine aktuelle Studie, die auch Daten einer zehnjährigen Langzeituntersuchung heranzieht, zeigt: Seit im vergangenen Jahr die Proteste und gewaltsamen Zusammenstöße mit der Polizei begonnen haben, haben fünf Mal mehr Menschen Depressionen entwickelt als in den Vorjahren. Und die Symptome Posttraumatischer ...

Eine amerikanische Studie hat ein heißes Eisen angefasst und untersucht, ob es eine Beziehung zwischen dem Einkommen von Menschen und der Wahrscheinlichkeit, Suizid zu begehen, gibt. Die Wissenschaftler werteten Daten der Jahre 1990 bis 2015 über Suizide, Mindestlöhne und Arbeitslosigkeit aller US-Bundesstaaten aus. Und sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Erhöhung des Mindestlohns um einen Dollar die Suizidrate in der amerikanischen Bevölkerung um 3,5 bis 6 Prozent senken könnte. Bei einer Erhöhung ...

Mit dem Thema "Grenzenlos denken - Vom Wissen zum Bewusstsein" geht der Kongress Meditation & Wissenschaft, der längst zu einer Institution geworden ist, am 30./31. Oktober 2020 in Berlin zum sechsten Mal an den Start. Übergreifender Anker des Programms, das die Bereiche Leadership, Medizin und kulturelle Entwicklung abdeckt, ist dieses Mal die Bewusstseinsbildung. Mit Top-Speakern wie Otto Scharmer, Hartmut Rosa und Markus Gabriel wird der Kongress beleuchten, welcher gesellschaftliche ...

Viele Studien zeigen inzwischen, wie Meditation auch in der Therapie von Menschen mit Depressionen oder Angststörungen helfen kann. Doch gerade unter diesen Zielgruppen gibt es auch so etwas wie eine Angst vor Entspannung. Eine amerikanische Studie hat dies wieder belegt und kommt zu dem Schluss, dass manche der Patientinnen Entspannung geradezu vermeiden, und dies aus gutem Grund. Wer in trüber Stimmung ist, wird durch negative Erfahrungen zwar in seiner Befindlichkeit bestärkt, doch trifft ...

In manchen Therapien ist ein Teil der Behandlung das Verlernen von Ängsten. Da diese jedoch leichter "gelernt" werden, als man sie hinterher wieder loslässt, sind solche Ansätze nicht immer von Dauer. Eine neue Studie zeigt nun: Wenn Menschen nur ein vierwöchiges Achtsamkeitstraining mit einer App durchlaufen, unterstützt das das therapeutisch begleitete Verlernen von Ängsten deutlich. Der Versuchsaufbau der Studie war allerdings ein vergleichsweise banaler, denn die Probanden wurden ...

Wer es bis an die Spitze schafft, gilt als erfolgreich. Doch hinter den äußeren Business-Fassade sieht es für viele Menschen in Führungspositionen eher düster aus, weiß der Psychiater Christian Dog aus seiner Beratungspraxis. "Erfolg kann krank machen, das beobachte ich bei meinen Klienten seit vielen Jahren. Besonders dann, wenn die Karriere schnell und steil verläuft. Häufig ist die Entwicklung der Persönlichkeit und die emotionale Kompetenz viel langsamer als der berufliche Aufstieg. Dann ...

Arbeit soll Spaß machen, erfüllend sein, Selbstverwirklichung ermöglichen. Ideen wie diese waren der Generation unserer Eltern wahrscheinlich noch fremd. Heute sind sie Gemeingut. Und leicht könnte man glauben, wenn man selbst einfach nur seinen Job machen möchte, läuft schon etwas grundlegend falsch. "Niemand sollte etwas machen, das er furchtbar findet – und niemand etwas, das er nicht kann. Aber in der öffentlichen Diskussion werden die emotionalen Anforderungen an den Job sehr hoch gehängt. ...

Der Achtsamkeits-Hype scheint an der Schwelle zu stehen, in einen Backlash zu kippen. Kürzlich titelte die NZZ "Fake-Spiritualität: Wie digitale Wanderprediger uns veräppeln" und trug in einem Artikel eine Vielzahl von Beispielen zusammen, wie auf Youtube oder in diversen Meditations-Apps nicht nur die tollsten Heilsversprechen gemacht, sondern so auch Naivität und Narzissmus gefördert werden. Damit hat der Artikel nicht unrecht. Allerdings werden in dem Beitrag im Anschluss an die zu ...

Manche sprechen von 360-Grad-Überwachung, andere von "Stasi-Methoden" - das beim Online-Versand Zalando eingesetzte Feedback-System Zonar beschwört öffentliche Diskussionen herauf. Eine Studie der Berliner Humboldt-Universität im Auftrag der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung zeigt, dass das System, mit dem 5.000 Vorgesetzte und Mitarbeiter von Zalando sich gegenseitig bewerten, bei vielen ein Gefühl von Überwachung, Leistungsdruck und Stress erzeuge. "Im Kern geht es darum, Beschäftigte ...

Mit Religion verbinden wir zumeist auch so etwas wie einen tieferen Zusammenhalt in etwas Größerem. Das Göttliche als Schoß der Menschheit, in dem alles gehalten ist. Eine neue Studie zur Bedeutung kirchlicher Regeln und Institutionen für unsere menschliche Entwicklung kommt hier jedoch zum einem eher überraschenden Schluss. Gerade die Dogmen der katholischen Kirche scheinen in besonderem Maße zur heute immer deutlicher wahrnehmbaren menschlichen Individuation und auch Isolation beigetragen zu ...

Schlaf dient nicht nur der Erholung, er reguliert auch den menschlichen Umgang mit Ängsten. Eine amerikanische Studie zeigt nun: Bei Menschen, die zu wenig schlafen, kann sich das Angstniveau um rund 30 Prozent erhöhen. Grund dafür ist der Studie zufolge, dass in unausgeschlafenem Zustand beim Menschen Gehirnareale, die für die Angstregulation zuständig sind, weniger aktiviert werden. Besonders wichtig sei der Tiefschlaf, denn in diesen Phasen regenerieren sich die natürlichen Bremsmechanismen ...

In christlichen Kontexten gilt der Heilige Sankt Martin als Inbegriff von Nächstenliebe. Doch wie steht es um diese Solidarität in unserer Gegenwartskultur? In einer Zeit, in der immer mehr Menschen das Gefühl haben, jeder kümmere sich vor allem um seine Angelegenheiten. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche (EKD), findet: "Was es braucht, sind institutionelle Ordnungen. Das sind in Deutschland insbesondere die Institutionen des Sozialstaates, ...

Der Achtsamkeits-Hype lässt immer mehr Menschen darüber nachdenken, wie sie im Alltag ein bisschen mehr entspannen und ihre Resilienz fördern können. Womöglich gehen individuelle Initiativen aber an den eigentlichen Herausforderungen vorbei. Die Autorin Lisa Herzog jedenfalls findet, dass Aufmerksamkeit eigentlich ein Politikum ist. In der Zeit schreibt sie: "Die Verantwortung wird dem einzelnen Individuum zugeschoben. Wer heute sein Humankapital optimal vermarkten will, hat eben auch die ...

In der Klimadiskussion geraten die Befürworter von Verboten und die Verfechter der Freiheit immer wieder aneinander. Der Kölner Psychologe Stephan Grünewald findet: Verbote machen uns das Leben leichter. "Überall, wo die Gesellschaft für Verhaltensänderungen auf Freiwilligkeit und Gebote mit bloßem Empfehlungscharakter setzt, führt das dazu, dass sich die Menschen dauernd selber in den Hintern treten müssen. Dann doch lieber eine klare Ansage, an die sich alle halten müssen. Psychologisch ...

Jetzt sparen und an später denken oder das Stück Kuchen lieber liegen lassen, um nicht dick zu werden? Das Aufschieben der Befriedigung von Bedürfnissen oder gar der gänzliche Verzicht werden gerne mit innerer Stärke gleichgesetzt und mit intelligenter Lebensplanung. Doch unter bestimmten Umständen kann es vielleicht klüger sein, sich unmittelbar etwas zu gönnen. Eine neue Studie zeigt: Menschen ziehen kurzfristige Vorteile vor allem dann vor, wenn sie glauben, dass ihre Situation in der Zukunft ...

Wann wir morgens aufstehen oder abends ins Bett gehen, ist uns oft von äußeren Faktoren vorgegeben, bei denen, die einer Arbeit nachgehen, vor allem von den regulären Arbeitszeiten. Wir mögen uns daran stoßen, dass wir morgens vielleicht noch nicht so recht wach sind oder, wenn wir zu den Frühaufstehern gehören, Meetings am frühen Abend lieber vermeiden, aber meist sind wir uns nicht bewusst, was diese Fremdtaktung wirklich für Körper, Geist und Seele bedeutet. Wir hechten einfach einer Anforderung ...

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, weiß der Volksmund. Die so genannte Positive Psychologie befeuert diesen Gedankengang. Unzählige Selbsthilfebücher weisen uns den Weg in ein glücklicheres Leben. Doch geht es hier längst nicht allein um unser privates Wohlergehen. Eher um ein Politikum. Das meint zumindest die Soziologin Eva Illouz. In einem Interview mit der NZZ deutet sie darauf, wie diese Fokussierung auf das Positive und die Betonung von Selbstverantwortlichkeit uns aus größeren Zusammenhängen ...

Stress ist inzwischen zur Krankheitsursache Nummer 2 geworden und damit häufiger als eine Erkältung. Eine Anfrage der Fraktion der Linken brachte zutage, dass psychische Leiden und Verhaltensstörungen seit 2008 um 144 Prozent zugenommen haben. Die Zahl der Krankheitstage stieg im gleichen Zeitraum um 71 Prozent. Auch andere Erkrankungsarten haben in ähnlichem Umfang zugenommen. Am Häufigsten erkranken Arbeitnehmer immer noch am Muskel-Skelett-System. Für die Linke deuten diese Zahlen daraufhin, ...

Es gibt unzählige Studien, die international darauf hinweisen, wie inkompetent viele Führungskräfte sind, nicht zwingend auf der fachlichen Seite, wohl aber, wenn es um den Umgang mit Mitarbeitenden geht. In einem Interview mit der Zeit erklärt der Psychologe Tomas Chamorro-Premuzic, dass dies unter anderem daran liege, dass wir ein falsches Verständnis von Führung haben. "Wenn jemand ein übermäßig großes Selbstbewusstsein hat und derjenige auch charismatisch ist, vielleicht sogar narzisstische ...

Kraftlos sein, nicht mehr können - das ist ein Gefühl, das immer mehr Menschen im Berufsleben mit sich herumschleppen. Seit es den Burn-out-Begriff hat dieses Phänomen einen Namen. Doch Erschöpfung den Status einer Krankheit zuweisen zu können, macht die Dinge nicht leichter. Denn das, was Menschen auslaugt, ist nicht nur ein vielleicht überhöhter Leistungsanspruch an sich selbst, sondern oft auch die grundsätzlichen Bedingungen in der Arbeitswelt. In einem Interview mit der Zeit geht der Psychologe ...

Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Zeiten rauer werden und darunter auch der zwischenmenschliche Umgang miteinander leidet. Eine Untersuchung des Allensbach-Instituts im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigt: Unter den 30- bis 59-Jährigen erleben 81 Prozent heute eine wachsende Aggressivität. 77 Prozent finden, dass die Menschen immer mehr unter Zeitdruck stehen. 73 Prozent konstatieren wachsenden Egoismus und 70 Prozent bemängeln, dass Regeln immer weniger ...

Die aktuelle Debatte über den Klimawandel, die inzwischen in den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen an Fahrt aufnimmt, wirft auch die grundsätzliche Frage auf, ob es reicht, einfach unsere bestehenden Lebensstile ein wenig zu verändern, oder ob wir nicht gar viel grundlegender unsere Gewohnheiten wandeln müssen. Die Süddeutsche Zeitung hat mit Ingolfur Blühdorn, Professor am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) der Wirtschaftsuniversität Wien, gesprochen, der ...

Einen neuen Blick auf die subtile Diskriminierung von Frauen in Führungspositionen erlaubt eine amerikanische Studie, die untersuchte, wie die Kritik von männlichen und weiblichen Führungskräften auf Mitarbeiter wirkt. Für die Untersuchung wurden 2.700 Menschen über eine virtuelle Jobplattform rekrutiert, um diverse Aufgaben auszuführen. Manchen wurden Frauen als virtuelle Vorgesetzte zugeordnet, anderen Männern. Die Kommunikation zwischen den Arbeitenden und den Vorgesetzten erfolgte ausschließlich ...

Kollektive Abgrenzungsmechanismen werden immer mehr zum gesellschaftlichen Problem und zur globalen politischen Herausforderung. Von Trump bis Brexit tritt immer mehr zutage, dass manche gesellschaftliche Gruppierungen, die sich von anderen nicht wertgeschätzt fühlen (hier zählt die subjektive Erfahrung, nicht, ob das Empfinden auch objektiven Tatsachen entspricht), zu Formen des kollektiven Narzissmus neigen. Eine britische Studie belegt nun - Menschen, die sich auf diese Weise missachtet fühlen, ...

In einer Zeit, in der ungesunde Essgewohnheiten und die Neigung zu Übergewicht immer mehr zu einem gesellschaftlichen Thema werden, blüht auch die Erforschung unserer Essmotivationen. Eine neue Studie aus Singapur etwa zeigt: Menschen, die sich mit anderen vergleichen und sich dabei finanziell oder sozial als schlechter gestellt empfinden, neigen eher zu ungesunden Essgewohnheiten. In besagter Studie beispielsweise bedienten sie sich weit häufiger bei den zur Verfügung gestellten Snacks als jene, ...

Gesund sein, sich ausgewogen ernähren, genügend schlafen, sich eben rundum wohlfühlen - für immer mehr Menschen gehört all das, bewusst gelebt, zu einem guten Leben dazu. Doch diese Verhaltensweisen werden für immer mehr auch zu einer Selbstoptimierungsstrategie, die das Leben vereinnahmt. Im Interview mit dem Focus plädiert die Philosophin Ariadne von Schirach deshalb für eine neue Lebenskunst. "Selbstoptimierung ist nicht an sich schlecht, im Gegenteil. Wir sind immer beides – Oberfläche ...

Konsum ist für viele Menschen Selbstbelohnung. Sich etwas zu gönnen, macht glücklich, so die Devise. Eine amerikanische Studie zeigt nun allerdings: Weniger Konsum macht erst recht glücklich. In der Untersuchung wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob das Konsumieren nachhaltiger, ökologischer Güter stärker auf das Wohlbefinden wirkt als wahlloser Konsum - und wie sich im Vergleich Konsumverzicht auswirkt. Für die sehr materiell eingestellten Personen unter den Probanden war "grüner" ...

Wer lügt, weicht der Wirklichkeit aus, doch die Wahrheit auszublenden, hat noch mehr Folgen. Eine amerikanische Studie zu Sozialverhalten zeigt: Menschen, die die lügen, tun sich schwerer damit, die emotionale Befindlichkeit anderer Menschen einzuschätzen. In verschiedenen Experimenten hatten Probanden die Möglichkeit zu lügen. Anschließend sollten sie dann in einem Test aufgrund des Gesichtsausdrucks entscheiden, in welcher inneren Verfassung andere Menschen waren. Dabei zeigte sich: Menschen, ...

Schreien, toben, wütend sein - für Kinder mit ihrem ungebremsten Elan ist das Verhalten, das ihre Eltern leicht in Sorge geraten lässt oder auch einfach nur nervt, nicht ungewöhnlich. Doch was wird aus solchen Trotzköpfen, wenn sie mal erwachsen sind? Die Bunte berichtete kürzlich über eine Studie, die Hoffnung macht. In einer Längsschnittuntersuchung wurde 59 Jahre später untersucht, was aus einer Probandengruppe trotziger Kinder geworden ist. Überraschende Erkenntnis: Je wütender als Kids, umso ...

Mitarbeiter, die im Home Office arbeiten, schätzen daran oft nicht nur die besseren Möglichkeiten der Zeiteinteilung, sondern bemerken auch, dass sie von zuhause aus viel produktiver sind. Eine Umfrage der Krankenkasse AOK unter 2.000 Beschäftigten zeigt aber auch, dass die Heimarbeiter dafür einen Preis zahlen. 73,4 Prozent von ihnen fühlten sich im letzten Jahr erschöpft, unter den Büroarbeitern sagten dies "nur" 66 Prozent von sich. Ähnliche Unterschiede zeigen sich bei Wut und Verärgerung, ...

In Zeiten, in denen man nahezu alles googeln kann, wird das Gehirn faul. Ich merke oft genug bei mir selbst, wie ich mir bisweilen Details nicht mehr so gerne merke wie zu Zeiten, als einmal vergessene Informationen noch viel schwieriger wiederzuerlangen waren. Eine solche Lässigkeit im Umgang mit potentiellem Wissen kann jedoch gravierende Nachteile haben. Eine amerikanische Studie untersuchte kürzlich in Tests mit rund 3.500 Schülern, wie essentiell das Kennen von Fachbegriffen ist, um größere ...

Woran erkennt man, dass ein Thema in der breiten Bevölkerung ankommt? Die Apotheken Umschau hat kürzlich ein langes, langes Special zu Achtsamkeit veröffentlicht - wieder ein Indiz mehr, dass Meditieren immer weitere Schichten der Gesellschaft erreicht. Das Special gibt einen sehr guten Überblick über den Forschungsstand, lässt Wissenschaftler, Therapeuten und Praktiker zu Wort kommen und gibt Empfehlungen, wie man mit dem Meditieren anfangen kann. Eine Artikelempfehlung für Menschen im eigenen ...

Meditieren hilft nicht nur dabei, den eigenen Stresslevel zu senken. Bei Praktizierenden verkleinert sich auch das mit negativen Emotionen verbundene Gehirnareal. Zu diesem Ergebnis kommt eine niederländische Studie mit insgesamt 4.000 Teilnehmenden. Viele der Studienteilnehmer waren sich ihres Stresses bewusst und hatten deshalb angefangen zu meditieren. Und nach eigenen Aussagen halfen ihnen das Meditieren oder auch Yoga dabei, mit diesen Herausforderungen besser umzugehen. Die Forscher möchten ...

Die R+V Versicherung erhebt regelmäßig eine Art Angstbarometer und betrachtet, welche Sorgen die Deutschen haben. Die gute Nachricht in diesem Jahr: Der Angst-Index ist gegenüber dem Vorjahr von 47 auf 39 Prozent gesunken. So viel Gelassenheit wurde seit 25 Jahren nicht mehr gemessen. Doch die Ängste, die die Bevölkerung umtreiben, haben es nach wie vor in sich. Mehr als 50 Prozent sorgen sich, dass die Flüchtlinge die Möglichkeiten des Staates überfordern und fürchten Spannungen durch den Zuzug ...

Mit Achtsamkeitsprogrammen den Mitarbeitern beim Regenerieren helfen, das wird in immer mehr Unternehmen zur Strategie, zumal sich seit Jahren statistisch betrachtet die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen erhöhen. Die Soziologin Greta Wagner betrachtet solche Ansätze eher kritisch. In einem Interview mit der Zeit etwa sagt sie: "Diese Strategien sind ambivalent, weil sie den Angestellten sehr viel Eigenverantwortung dafür übertragen, einen individuellen Umgang mit organisational ...

Achtsamkeit ist womöglich auch so populär geworden, weil sie unser Gefühl von Selbstwirksamkeit stärken kann. Zu viel Stress? Ein nerviger Job? Rundum überfordert? All das, so zumindest das vielfache Versprechen, lässt sich mit Achtsamkeit in den Griff bekommen. Der Tagesspiegel geht in einem Beitrag der Frage nach, inwieweit ein solch individuelles Gegenwirken bei Herausforderungen, die gerade nicht allein dem persönlichen Verhalten oder gar Zugriff geschuldet sind, nicht auch zur Falle werden ...

Andere um Rat zu fragen, kann sehr hilfreich sein. Man sollte sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass diese Ratgeber bisweilen gar nicht amused reagieren, wenn man dann nicht auf sie hört - oder wenn man sich gar erdreistet, auch andere Menschen um ihre Perspektive zu bitten. Das zeigt eine Studienreihe der Harvard Business School. Kollegen oder Mentoren, die sich in ihrer Ratgeberrolle nicht gewürdigt fühlten, reagieren der Studie zufolge durchaus mit Kränkung oder torpedieren die Ratsuchenden ...

Irgendwie freue ich mich ja immer, wenn Massenmedien etwas über Achtsamkeit schreiben, denn ich denke, es kann vielen Menschen helfen, bewusster zu leben. Doch in letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass viele solcher Ratgeber-Artikel auch einen besonders starken Selbstbezug in den Vordergrund rücken. Sicher, sich wohlzufühlen, ist wohl für die meisten Menschen eine sehr persönliche, ja private Angelegenheit. Und doch hat die Selbstbezogenheit der Tipps, die viele Anleitungen zu mehr Achtsamkeit ...

Wem es gut geht, der nicht an mögliche schlechte Zeiten. So könnte man die Erkenntnisse von sieben Studien mit rund 4.000 Teilnehmenden aus Israel und den Niederlanden einordnen. In ihren Experimenten brachten die Wissenschaftler die Proband*innen in Situationen, die ihrem Selbstbild gut taten oder es ankratzten und testeten danach deren Bereitschaft, für ihre Zukunft durch Sparen vorzusorgen. Dabei zeigte sich der größte Sparwille bei den Studienteilnehmenden, an deren Selbstwertgefühl die vorhergehenden ...

Fairness mag eine moralische Leistung sein, doch faires von unfairem Verhalten zu unterscheiden, ist schon Kleinkindern möglich. Wissenschaftler haben in einer Studie mit 17 Monate alten Kindern gezeigt, dass diese bereits von "Anführern" erwarten, sich fair zu verhalten. In dem Experiment wurden den Kleinen mehrere Situationen vorgespielt - solche, in denen Figuren, die ihnen zuvor als "Boss" vorgestellt wurden, sich fair verhielten, und solche, in denen der "Anführer" ...

Der republikanische Senator Josh Hawley rüstet in den USA zu einem Feldzug gegen die sozialen Medien und will einige derer besonders "süchtig machenden" Features verbieten lassen. Dazu gehören die Autoplay-Funktion von Videos, das Endlos-Scrollen, das einen oft viel länger als eigentlich geplant auf Plattformen wie Facebook festhängen lässt, oder auch Gamification-Elemente, die für besonders intensive Nutzung belohnen. Aber sind das alles wirklich Dinge, vor denen wir unbedingt geschützt ...

Die Zahl psychischer Erkrankungen, zumindest derer, die iim Gesundheitswesen erfasst werden, hat sich in den letzten 20 Jahren laut DAK-Psychoreport verdreifacht. Viele machen dafür nicht zuletzt die immer schneller werdende Taktung in der Arbeitswelt verantwortlich, die durch die Digitalisierung geschürt wird. Doch ist das Digitale nur einer von vielen Brandbeschleunigern, wenn es um Gesundheit in Arbeitskontexten geht. "Digitalisierung führt zu Beschleunigung in allen Arbeitsprozessen, ...

Meditations-Apps gibt es bereits wie Sand am Meer, und nicht alle entfalten für die Anwender einen wirklichen Nutzen. Das Experimentieren mit neuen Technologien könnte jedoch mittelfristig im Gesundheitssektor für manchen Durchbruch sorgen. An der Frankfurter Uniklinik etwa werden bei der Behandlung von Patienten mit bipolaren Störungen und Depressionen spezielle Medizin-Apps erprobt, die es den Therapeutinnen erleichtern sollen, Veränderungen im Gesundheitszustand ihrer Patientinnen ...

Dass die Digitalisierung unser Leben heute mehr prägt, als wir gewöhnlich bewusst zur Kenntnis nehmen, dürfte inzwischen offensichtlich sein. Der Bestseller-Autor Yuval Harari geht davon aus, dass es absehbar noch schlimmer kommt. In einem Interview mit der NZZ spricht er darüber, dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis die Algorithmen der Computerkonzerne unser menschliches Innenleben vollends gehackt haben: "Einen Menschen zu hacken, heisst: ihn besser zu verstehen und zu durchschauen, ...

Meditation ist mehr als ein bisschen Entspannung und mehr als eine Methode im konventionellen Mix medizinischer Behandlungen. In der Euphorie über all die segensreichen Wirkungen, die die Neurowissenschaften dem Meditieren zuschreiben, geht das leicht unter. In einem Interview mit stern.de weist der Neurowissenschaftler und Meditationsexperte Boris Bornemann darauf hin, dass Achtsamkeit kein "Quick Fix" für unsere alltäglichen Probleme ist, sondern ein Übungsweg, der bestenfalls sogar ...

Der Achtsamkeits-Trend hat mit dazu beigetragen, dass eine analoge Praxis wie das Meditieren, zunehmend digital wird. Meditations-Apps werden inzwischen von vielen Menschen geschätzt als kleine Helfer, um im turbulenten Alltag wieder runterzukommen. Doch tut sich beim Üben mit Apps mehr als vielleicht ein bisschen Entspannung? Der Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Björn Husmann von der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren betrachtet das eher skeptisch. "Wer zur Entspannung ...

Work-Life-Balance wird auch in den Hochleistungskulturen der Arbeitswelt, beispielsweise in der Beraterbranche, immer mehr zum Thema. Selbst Unternehmensberatungen, bei denen ein zeitiger Feierabend fast so angesehen ist wie Blaumachen, bieten ihren Beschäftigten inzwischen flexible Arbeitszeitmodelle an. Genutzt werden sie allerdings selten. Eine Studie, für die 50 Berater*innen befragt wurden, wirft nun Licht auf die Gründe. Für viele High Potentials gleicht es einer Zumutung, in solche Arbeitszeitmodelle ...

Hin und wieder klingt im gegenwärtigen Achtsamkeits-Hype auch Kritik an. Jon Kabat-Zinn, Begründer der Mindfulness Based Stress Reduction, beispielsweise weist gelegentlich darauf hin, dass Meditation mehr ist als nur ein Tool, um sich individuell besser zu fühlen. Ronald Purser, Management-Professor an der San Francisco State University, geht einen Schritt weiter. Er verweist darauf, dass Achtsamkeit eigentlich ein Politikum ist. In einem Artikel zum Thema "Achtsamkeit vom Ich zum Wir bewegen" ...

Positive Gefühle stärken nicht nur unser Wohlbefinden, sondern tragen auch zu unserer Gesundheit bei. Doch was löst solche positiven Gefühle in uns aus und tut uns demzufolge gut? Eine Studie, die Daten von Menschen aus den USA und Japan verglich, kommt zu der Erkenntnis, dass das von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich sein kann. In westlich-individualistischen Gesellschaften ist es beispielsweise eine Kultur des Erlebens und der Erlebnisse, darunter Dinge wie Feiern, Party, Action, die Menschen ...

Achtsamkeit kann demotivieren, denn in der Entspannung fallen so manche Pflichtreflexe von den Übenden ab. Der Organisationsforscher Andrew C. Hafenbrack hat an der Católica Lisbon School of Business and Economics in Portugal untersucht, wie Achtsamkeitsübungen sich auf Motivation und das Erfüllen von Aufgaben auswirken. In verschiedenen Testszenarien, denen jeweils 15 Minuten der Achtsamkeitsübung vorausgingen, stellte er fest, dass die Gruppen der Meditierenden jeweils 10 Prozent weniger Motivation ...

Wenn die Sache zu kompliziert wird, wählt unser Gehirn den möglichst einfachen Weg. Das zeigen beispielsweise Studien zum so genannten Rezenzeffekt. Der Begriff umschreibt, dass wir, wenn uns viele Informationen in Folge dargeboten werden, die zuletzt genannten meist die stärkste Wirkung auf uns haben. Bei Kindern, deren Arbeitsgedächtnis noch nicht so ausgeprägt ist, wird dies besonders deutlich. In Studien, in denen eineinhalb bis zwei Jahre alte Kinder aus zwei Optionen auswählen sollen, entscheiden ...

Mögliche Nebenwirkungen von Meditation werden in letzter Zeit in den Medien immer mehr zum Thema. Das Magazin fit for fun etwa schreibt: "Beim Meditieren kommt man auch anderen Dingen auf die Spur, wie zum Beispiel verdrängter Trauer oder Wut, den eigenen Ängsten und unerfüllten Wünschen." Basierend auf den Forschungen der Psychologin Willoughby B. Britton weist der Beitrag darauf hin, dass zu viel Achtsamkeit auch zu einem starken Selbstbezug führen könne. Und das kann ungeahnte Nebenwirkungen ...

Der Begriff Burnout hat in den letzten Jahren eine sagenhafte Karriere hingelegt. Und damit in gewisser Weise eine erschreckende Normalität für Erschöpfungszustände geschaffen. Dabei gerät aus dem Blick, dass wir hier längst mitten in einem kulturellen Problem sitzen, das sich nicht einfach individuell wegbehandeln lässt. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche warnt der Psychiater Andreas Wahl-Kordon davor, wie schmal der Grat ist, wenn man versucht, dem Stress etwas entgegenzusetzen. Meditation ...

Die Zahlen sind alarmierend - laut National Health Survey zeigt jedes achte in England zur Schule gehende Kind im Alter von 5 bis 19 Jahren bereits mindestens eine psychische Störung. Die Regierung versucht nun gegenzusteuern. Der ambitionierte Plan: Bis 2021 soll an 370 Schulen das Thema psychische Gesundheit stärker verankert werden. Die Idee ist, Kinder systematisch mit Fragen des Wohlbefindens und Glücks in Kontakt zu bringen. Methodisch sollen Muskelentspannungstechniken, Atemübungen und ...

Wer seine Gefühle versteht und richtig zu deuten weiß, hat bessere Chancen, Depressionen zu vermeiden. Das legt eine amerikanische Studie nahe, für die 200 Jugendliche im Abstand von eineinhalb Jahren zwei Mal befragt wurden. Die Kids sollten eine Woche lang vier Mal pro Tag ihre Gemütslage protokollieren. Untersucht wurden die Daten daraufhin, inwieweit die Jugendlichen in der Lage waren, ihre emotionale Verfassung zu erkennen und einzuordnen. Bei der Nachuntersuchung mit zweiter Erhebung zeigte ...

Wächst in Deutschland eine Generation heran, der es an Gemeinsinn fehlt? Eine Studie der Bepanthen-Kinderförderung mit 1.000 Kindern und Jugendlichen aus Berlin, Leipzig und Köln, die bevölkerungsrepräsentativ für Großstädte ist, zeigt zumindest, dass es mit dem Gemeinschaftsgefühl beim Nachwuchs nicht zum Besten steht. Jedem dritten Jugendlichen und mehr als jedem fünften Kind bescheinigt die Studie jedenfalls einen Mangel an Gemeinsinn. Auffällig sind dabei die Geschlechterunterschiede. Bei ...

Werbung in sozialen Netzwerken ist eine zweischneidige Angelegenheit, und das nicht nur aus User-Sicht (nerv, nerv). Auch für Firmen kann der Schuss nach hinten losgehen. Eine Marketingstudie, die die Datensätze von 200.000 Neuwagenkäufen aus neun europäischen Ländern analysierte, stellte fest: Wenn die Kunden zuvor auf Facebook unterwegs waren, waren die von ihnen gewählten Konfigurationen deutlich konventioneller als die anderer Kunden. Die Forscher deuten das damit, dass auf Plattformen wie ...

Wer Mathe kann, hat Vorteile, seine eigene Meinung mit vermeintlich rationalen Argumenten durchzudrücken. So könnte man zumindest die Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher Studien deuten, die den Zusammenhang zwischen den mathematischen Fähigkeiten und der Argumentation bei meinungsgeladenen Themen untersuchten. Dabei zeigt sich: Wenn es um Fragen mit politischem Bezug oder anderem Potential zur Polarisierung geht, scheinen Menschen, die gut rechnen können, keine Mühe zu scheuen, selbst eine ...

Der Achtsamkeits-Trend hat Meditation auf breiter Basis von ihren spirituellen Wurzeln entkoppelt. Für viele Menschen, die heute Achtsamkeit praktizieren, um sich zu entspannen und gesünder zu sein, ist Meditieren eine Methode ähnlich wie Sport. Man macht sie, aber denkt nicht weiter darüber nach. Ein Projekt der University of Applied Sciences Frankfurt (UAS) zu "Persönlichkeit – Reflexion – Gesellschaft" sieht das anders. Mit dem Kongress "Meditation und die Zukunft der Bildung", ...

Viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln werben damit, dass sich mit zugeführten Vitaminen und Nährstoffen auch die Stimmung verbessern lasse. Doch stimmt das wirklich? Die Forschung zeigt: Wer ausreichend Gemüse und Ballaststoffe zu sich nimmt, hat gute Chancen, ausgeglichen zu sein. Insbesondere bei Übergewichtigen, deren Disposition zu Depressionen höher ist, ist dies hilfreich. Eine Studie untersuchte nun, ob Übergewichtige auch von Nahrungsergänzungsmitteln profitieren, die die Vitamine ...

Spiegel Wissen hat ein Gedächtnis-Coaching-Programm entwickelt, das tief Blicken lässt, was unsere kulturellen Gewohnheiten angeht. Die Übungen, die das Programm bei Reizüberflutung und gegen den Multitasking-Wahn empfiehlt, zeigen, wie sehr wir anscheinend oft selbst den Stress, den wir empfinden, auslösen - und das unnötigerweise. Eine Übung beispielsweise rät dazu, jeden Tag für 10 bis 15 Minuten eine medienfreie Pause zu machen. Eine andere lädt ein, einmal bewusst im eigenen Alltag zu beobachten, ...

Die Weltgesundheitsorganisation hat angekündigt, dass Burn-out künftig als Krankheit anerkannt werden soll. In der neuen Klassifikationsliste ICD 11, die ab 2022 gelten soll, wird Burn-out dann als Syndrom geführt, das aufgrund von "chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird", auftritt. Allein diese Definition finde ich schon mehr als kritisch, da sie einen bestimmten Zusammenhang setzt, nämlich, dass chronischer Stress auch erfolgreich verarbeitet werden ...

Der Selbstoptimierungs-Trend, den die Achtsamkeitsbewegung hervorgebracht hat, sitzt mir schon länger quer. Nicht, weil ich etwas dagegen hätte, dass Menschen meditieren, um sich einfach ein bisschen wohler zu fühlen. Eher, weil mich die Sorge beschleicht, dass mit diesem Selbstbezug auch eine gewisse Form der Isolation einhergeht. Denn wenn meine achtsamen Wahrnehmungen nur um mich selbst kreisen, verändert sich nicht automatisch meine Beziehung zu meinen äußeren Lebensumständen - oder gar diese ...

Achtsamkeit boomt und viele Berater*innen würden gerne auf den Zug aufspringen. Doch wie findet man eine passende Weiterbildung? Die Ausbildung zum MBSR-Lehrenden beispielsweise ist hochkarätig, aber auch sehr zeitintensiv. Und viele Angebote mit eher kurzer Dauer sind oft nicht nachhaltig. Ein guter Bekannter von mir, Rüdiger Standhardt, gehört zu den Pionieren im Feld der Achtsamkeits-Schulung. Er unterrichtet auch MBSR, hat aber für Menschen, die vor allem in Business-Kontexten mit Achtsamkeit ...

Warum haben eigentlich so viele technische Gadgets Frauenstimmen? Über die Jahre habe ich mich daran gewöhnt, dass mein Navigationssystem als "Frau" zu mir spricht - und gleichzeitig nervt mich das ein wenig, weil etwas in mir spürt, dass hier auch etwas Stereotypes in meine Lebenswelt einzudringen scheint. Seit ein paar Wochen habe ich einen Staubsaug-Roboter. Für mich ist das ein klarer Fall von "er", doch dieser fleißige Geselle kommt nur mit weiblicher Stimme und alternative ...

Natur ist wie ein Lebenselexier für uns Menschen und das nicht allein in physiologischer Hinsicht. Eine europäische Studie mit knapp 3.600 Erwachsenen zeigt: Menschen, die in jungen Jahren viel in der Natur waren, sind auch als Erwachsene psychologisch stabiler und weniger anfällig für seelische Erkrankungen. Für die Untersuchung wurden die Studienteilnehmenden danach gefragt, wie viel Zeit sie als Kinder in der Natur verbrachten, und es wurde untersucht, wie es um ihre psychische Verfassung heute ...

Meditation ist nicht nur ein seeligmachender Heilsbringer, auch wenn der gegenwärtige Achtsamkeitstrend das bisweilen suggeriert. Eine Befragung von rund 1.200 Meditierenden zeigt: Etwa ein Viertel der Übenden hat nach dem Praktizieren bisweilen negative Gefühle oder sogar Angstzustände. Vor allem bei eher dekonstruierenden Methoden wie Zen oder Vipassana ist das der Fall, weniger bei Menschen, die MBSR-Übungen machen. Meditation ist ihrem Ursprung nie eine Methode gewesen, die zu Wohlbefinden ...

Warum tun wir uns manchmal so schwer damit, uns zu entscheiden? "Ein Problem, das bei Entscheidungen oft auftritt, ist, dass wir diese dramatisieren. Wir stellen uns automatisch das Schlimmste vor, was passieren könnte. Das Problem dabei ist, dass wir Risiken sehr viel stärker bewerten als potenzielle Gewinne", sagt Philip Meissner, Professor für Entscheidungsfindung, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Er hat einen Tipp für Entscheidungsschwache parat, dem, was man wirklich ...

Gute Stimmung kommt nicht von ungefähr. Körperliche Ertüchtigung tut dem Gemüt gut. Ein Beitrag in Psychologie heute zeigt, was von welchen sportlichen Betätigungen zu erwarten ist. Krafttraining fördert die Bildung eines Botenstoffes, der das Nervenzellenwachstum stimuliert und so nicht nur die Kognition fördert, sondern auch bei der Stimmungsregulierung wirkt. Yoga und ähnliche Bewegungsmeditationen scheinen eine ganzheitliche Balance für Körper und Geist mit sich zu bringen. Wenn es ums Laufen ...

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein Medienbericht zum wachsenden Stress in der Bevölkerung erscheint. Auch ich habe diese Woche einmal mehr darüber geschrieben. Doch warum genau die Klagen in den letzten Jahren so zunehmen, erschließt sich der Wissenschaft nicht. Ein Artikel in der Zeit geht diesem Paradox nach. Einerseits bekunden in Erhebungen immer mehr Menschen, in ihrem Leben unter Stress zu stehen - durch Verdichtung der Arbeit, mehr Aufgaben, Multitasking. Studien, die die realen ...

Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Angestellten fühlt sich im Job in ihrer mentalen Gesundheit herausgefordert. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov mit gut 1.000 Befragten im Auftrag des Karrierennetzwerks LinkedIn zeigt: 57 Prozent stehen im Job unter hoher Anspannung, 44 Prozent leiden unter Unruhe und 40 Prozent werden von Schlafstörungen geplagt. Insgesamt sprechen 82 Prozent der Befragten von Stress am Arbeitsplatz. Aber nur 21 Prozent bekommen von ihren Arbeitgebern Angebote ...

Unser Ich scheint manche unserer Gehirnfunktionen stärker zu dominieren, als uns das im Alltag bewusst ist. Die Forschung weiß zum Beispiel, dass wir uns an andere Menschen im Rückblick besser erinnern können, wenn wir mit ihnen über uns selbst gesprochen haben. Dieser so genannte Selbstreferenzeffekt, zeigt sich einer neuen Untersuchung zufolge nicht nur im Langzeitgedächtnis, sondern scheint auch in unserem Arbeitsgedächtnis wirksam zu sein. Die internationale Studie ließ Probanden in einem ...

Zwang früher vor allem schwere körperliche Arbeit Menschen schon vor Erreichen des Rentenalters in die Knie, sind es heute die psychischen Erkrankungen. Die Versicherung Swiss Life hat anhand ihrer Versichertendaten herausgefunden, dass sich in diesem Feld in den letzten zehn Jahren ein deutlicher Anstieg der Berufsunfähigkeit entwickelt hat. 37 Prozent derer, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, haben heute eine psychische Krankheit wie Burn-out, Depression oder Angststörungen. Vor zehn ...

Der Selbstoptimierungs-Trend, den die Achtsamkeitsbewegung hervorgebracht hat, sitzt mir schon länger quer. Nicht, weil ich etwas dagegen hätte, dass Menschen meditieren, um sich einfach ein bisschen wohler zu fühlen. Eher, weil mich die Sorge beschleicht, dass mit diesem Selbstbezug auch eine gewisse Form der Isolation einhergeht. Denn wenn meine achtsamen Wahrnehmungen nur um mich selbst kreisen, verändert sich nicht automatisch meine Beziehung zu meinen äußeren Lebensumständen - oder gar diese ...

Mütter sagen es zu ihren Kids, wenn sie stundenlang am Computer daddeln, und Ärzte vielleicht bald, anstatt ein Rezept auszustellen: Geh' doch mal an die frische Luft! Wissenschaftliche Studien zeigen, dass schon 20-30 Minuten im Freien, bei entspanntem Gehen oder sogar Sitzen, für Körper und Geist ein wahrer Jungbrunnen sind. Eine Studie belegt: Bereits nach den ersten 20 Minuten sinkt der Cortisolspiegel enorm. Bleibt man länger draußen, gehen die Stressmarker zwar weiter zurück, aber nicht ...

Der Achtsamkeits-Boom verschafft Entspannungsmethoden Hochkonjunktur. Doch es müssen nicht immer gleich besondere Übungen sein, wenn wir mal runterkommen möchten. Ein Artikel in Gehirn & Geist stellt zum Beispiel verschiedene Studien vor, die zeigen, wie hochwirksam schlichtes, bewusstes Atmen sein kann. Es entspannt Körper und Geist, mildert Stress und kann sogar positiv auf verschiedene psychische Erkrankungen wirken. Besonders hilfreich ist ein Atemtakt, bei dem man vier Sekunden einatmet ...

Wo eingeschliffene Lebensweisen immer mehr an Eigendynamik gewinnen und so beginnen, das Menschsein durch gewachsene systemische Logiken zu formen, kommt die Frage auf, wie wir unsere menschliche Autonomie in solchen oft stark unbewussten Prozessen behaupten können. Dabei geht es um mehr als nur die Tatsache, dass die Digitalisierung uns immer mehr mit ihren algorithmischen Prozessen durchdringt. Auch das Bildungssystem folgt längst Optimierungsideen, die den Faktor der menschlichen Entwicklung ...

Das Bedürfnis nach Stille scheint eine grundlegende menschliche Sehnsucht zu sein, ja mehr noch, eine Notwendigkeit. Doch in unserer durchgetakteten Zeit verlieren immer mehr Menschen das Gespür dafür, wann es Zeit ist, einmal innezuhalten. Gerade den Kirchen, seit jeher Orte der Stille, scheint in unseren durchmodernisierten Gesellschaften eine neue Rolle zuzukommen, diese Räume des Innehaltens wieder stärker ins kollektive Bewusstsein zu holen. Jesuitenpater Karl Kern beschreibt in einem Gespräch ...

Das Gute liegt oft so nahe. In einer Zeit, in der Stresserkrankungen immer mehr zum Thema werden und der Langzeitgebrauch von Antidepressiva besorgniserregend hoch ist, scheinen wir jede Hilfe brauchen zu können, um im Alltag Ruhe zu bewahren. Der wunde Punkt: Selbst Menschen, die bereits eine Therapie durchlaufen haben, verlieren zurück im Alltag gerne den Bezug zu all den konstruktiven Entspannungstechniken, die sie gelernt ...

Studien mögen immer wieder suggerieren, dass Geld heute an Bedeutsamkeit für Arbeitnehmer verliert und ihnen andere Werte wie Nachhaltigkeit oder Lebensqualität wichtiger werden. Eine Repräsentativbefragung der Max-Grundig-Klinik hingegen zeigt, wie wichtig gerade bei Führungskräften das Einkommen tatsächlich ist. Die Hälfte der Befragten fühlt sich unterbezahlt, bei den Frauen sogar 66 Prozent. 38 Prozent finden, dass Geld glücklich mache, "geldgetrieben" fühlen sich lediglich 18 Prozent. ...

Manchmal fällt es uns schwer, anderen gegenüber Unangenehmes anzusprechen und für viele ist dann ein Ausweichen oder gar die Notlüge ein geschicktes Manöver. Die Wissenschaft zeigt allerdings: Ehrlichkeit kann im Gespräch das Wohlbefinden erhöhen, selbst wenn Kritisches auf den Tisch kommt. In einem Feldexperiment sowie in Gesprächssituationen im Labor baten Wissenschaftler ihre Probanden, sich entweder wie immer zu verhalten, sehr freundlich oder auf jeden Fall ehrlich. Als Ehrlichkeit definierten ...

Kulturelle Veranstaltungen zu besuchen oder ins Museum zu gehen, ist mehr als nur ein schöner Zeitvertreib. Eine britische Langzeitstudie mit 2.148 Probanden im Alter zwischen 52 und 89 Jahren zeigt: Wer regelmäßig erbauliche kulturelle Impulse in seinem Leben hat, läuft weniger Gefahr, depressiv zu werden. Ob Theater, Kino oder Kunst - Menschen, die mindestens einmal im Monat oder auch häufiger kulturellen Aktivitäten nachgehen, zeigen ein um 50 Prozent geringeres Risiko, an einer Depression ...

Die Verschreibungszahlen von Antidepressiva sind im Steigeflug - in Deutschland haben sie sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt und auch in anderen Ländern zeigen sich ähnliche Tendenzen. Eine britische Studie richtet nun den Blick darauf, was sich hier zusammenbraut. Befragt wurden 752 Menschen, die die Medikamente nehmen. Drei Viertel gaben dabei an, dies schon seit einem Jahr zu tun. Bei 20 Prozent kommen sogar schon seit zehn Jahren nicht ohne ihre Tabletten aus. Ein Viertel der ...

Konzentriertes Arbeiten scheint in Zeiten um sich greifender digitaler Demenz immer mehr zum Kraftakt zu werden. Dabei sind, zumindest im Job, gar nicht mal die virtuellen Verlockungen die größten Aufmerksamkeitsdiebe. Einer repräsentativen Studie zufolge lassen sich 86 Prozent der Befragten regelmäßig beim Arbeiten ablenken. Häufigste Störquelle - quatschende Kollegen und Privatgespräche. Von ihnen lassen sich zwei Drittel vom produktiven Arbeiten abhalten. Dem Smartphone fällt hingegen nur jeder ...

Wir haben uns schon so daran gewöhnt, in Arbeitskontexten auch die Sinnfrage zu stellen, dass wir ganz aus dem Blick verlieren, dass dies ein relativ neues Phänomen ist. Heute sagen wohl die meisten Menschen von sich, dass sie sich einen Job wünschen, der ihnen das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu tun. Noch in den 1980er Jahren machten hingegen viele Menschen eine klare Trennung zwischen ihrer Arbeit und ihrem wirklichen Leben, erklärt der Arbeitspsychologe Theo Wehner in einem Interview mit der ...

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Firmen längst dazu, mögliche psychische Gefährdungen ihrer Arbeitnehmer zu untersuchen und zu dokumentieren. Und die steigenden Zahlen psychischer Erkrankungen legen nahe, wie dringend notwendig dies ist. Aber wie erkennen, ob ein Mitarbeiter auf dem Weg dazu, ist eine Depression oder einen Burn-out zu entwickeln? Der Start-up Humangold hat einen Online-Fragebogen entwickelt, mit dem Firmen herausfinden können, wo im Unternehmen Schwachstellen sind. Es werden ...

Wer unerwartet etwas gewinnt, ist sicher gerne bereit, anderen etwas abzugeben. Möchte man meinen, stimmt aber nicht. Eine britische Studie mit mehr als 1.300 Probanden zeigt: Solange Menschen nur die ungewisse Aussicht auf einen Gewinn haben, ist ihre theoretische Bereitschaft, zu teilen, deutlich höher ausgeprägt, als bei Menschen, die den Gewinn schon erhalten haben. "Wer vor der Bekanntgabe der Gewinner entscheiden musste, ob er etwas von seinem Gewinn abgeben wollte, zeigte sich spendabler. ...

Die Psychologie weiß schon länger, dass das Landleben der Psyche besser tut als urbane Umgebungen. Eine dänische Langzeitbetrachtung zeigt nun, dass auch die Stadt der Psyche nicht unbedingt schaden muss, so lange Kinder mit genügend Grün in ihrer Umgebung aufwachsen. In der Datenbetrachtung wurde deutlich, dass Kinder, die mit Parks oder Grünanlagen in ihrer Umgebung aufwachsen, ein um bis zu 55 Prozent geringeres Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen aufweisen. Ein Befund, der ...

Bei manchen Studien frage ich mich, welche Erkenntnisse sie jenseits der Vermittlung von Daten im Sinn haben. Gehirn&Geist etwa berichtet über die Forschung zweier russischer Psychologinnen, die den Hang zum Aufschieben und das Verhältnis zu Zeit bei Führungskräften untersucht haben. Dabei zeigte sich: Top-Manager schauen vor allem in die Zukunft, halten sich nicht lange mit Fehlschlägen auf und lassen sich weniger durch Nebensächliches oder Privates ablenken. Damit einher gehe eine geringere ...

Alle zwei Jahre findet in Berlin der Kongress Meditation & Wissenschaft statt, den ich für drei Stiftungen organisiere. Beim letzten Kongress Ende 2018 war auch ein Team der Deutschen Welle vor Ort. Nun ist ein halbstündiger Beitrag erschienen, der einen guten Überblick gibt über neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Meditation, ihre Einsatzmöglichkeiten in Medizin und Therapie wie auch in der Arbeitswelt. Im Film kommen der Neurowissenschaftler ...

Unsere Alltagskultur scheint sich immer mehr in Richtung Selbstverschleiß zu drehen. In einem Artikel in der Zeit wird beschrieben, wie selbst junge Arbeitnehmer am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn oder auch Studierende schon unter Stresssymptomen zusammenbrechen. Dabei sind es nicht unbedingt 80-Stunden-Wochen, die immer mehr Jüngere in die Knie zwingen. Vielmehr scheint die kaum greifbare Mischung aus Leistungsdruck, hohen Anforderungen, die nicht in der eigenen Hand liegen, wie auch Zukunftsängsten ...

Wer kennt das nicht - man ist aufgeregt, weil man eine Aufgabe besonders gut meistern möchte, und plötzlich versagen die eigenen Fähigkeiten. Eine amerikanische Studie hat nun untersucht, wie man sich für solche Fälle wappnen kann. Die Wissenschaftler ließen ihre Probanden unter Druck Aufgaben erledigen, was immer wieder auch ein Scheitern zur Folge hatte. In einem zweiten Test baten sie die Probanden, sich zu Beginn vorzustellen, dass sie die Aufgabe bereits gemeistert hätten und ihre jetzige ...

In Zeiten der Fake-News-Herausforderung ist es interessant, einmal einen Blick darauf zu werfen, welchen Einfluss eigentlich unsere persönliche Vorstellungswelt darauf hat, was wir als richtig oder falsch erachten. Eine amerikanische Studie zum Beispiel zeigt: Wir neigen dazu, Berichten zu misstrauen, die unserer eigenen Meinung widersprechen. In dem Versuch mit 250 Probanden wurde den Teilnehmern ein Bericht vorgelegt, der ein Thema positiv darstellte, einer der es negativ bewertete, und ein ...

Burn-out verbinden viele vor allem mit all den äußeren Faktoren, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. Schwappen zu viele Einflüsse, die wir nicht selbst gestalten können, in unser Leben, wird es leicht zu viel und etwas in uns kapituliert. Das Magazin working@office beleuchtet in einem aktuellen Artikel noch eine weitere Facette des Burn-out-Phänomens, nämlich die uns bisweilen fehlende Selbstakzeptanz. "Wir alle wollen etwas leisten. Es erfüllt uns, etwas erreicht zu haben. Mit dem äußeren ...

Manche Menschen lieben einfach das Risiko, andere sind eher zurückhaltend. Und wir glauben gerne, dass diese Unterschiede im Verhalten recht fixe Charaktereigenschaften sind. Eine amerikanische Studie zeigt nun, dass unsere Bereitschaft, Risiken einzugehen, auch von unseren früheren Erfahrungen geprägt wird. In der Studie mussten die Probanden ein Glücksspiel gegen einen Computer spielen. Es gab Szenarien, bei denen die Wahrscheinlichkeit, mit ihren Entscheidungen "richtig" zu liegen, ...

Wir leben in einer Zeit, in der man ständig Konfrontationen begegnet, die sich nicht zuletzt durch Vorurteile entwickeln. Eine Studie der Harvard-Universität macht Hoffnung, denn sie zeigt, dass sich zumindest die menschliche Neigung, Vorurteilen unreflektiert Ausdruck zu verleihen wandelt. In einer Betrachtung von Umfragen aus den Jahren 2004 bis 2016 mit den Datensätzen von vier Millionen Amerikanern zeigt: Die Toleranz gegenüber Homosexualität steigt, rassistische Einstellungen nehmen ab. Es ...

Im Kontext des Kongresses Meditation & Wissenschaft, der seit 2010 bereits fünf Mal in Berlin stattgefunden hat, ist eine umfangreiche Dokumentation zentraler Entwicklungen der Bewusstseinsforschung entstanden, die nun auch komplett online zugänglich ist. Beiträge von Vorreitern wie Jon Kabat-Zinn, Richard Davidson, Tania Singer, Thomas Metzinger, Thilo Hinterberger, Harald Walach, Ulrich Ott, Stefan Schmidt und vielen anderen, die die Wirkung von Meditation in Medizin und Therapie sowie der ...

Humor ist, wenn man trotzdem lacht - wer kennt ihn nicht, diesen Spruch? Humorlose Menschen betrachten wir dagegen gerne als etwas moralinsauer. Was sagt uns das über die Werte, denen wir uns verbunden fühlen? Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine Studie der Universitäten in Singapur und Washington, bei der untersucht wurde, in welcher Beziehung der Humor von Menschen zu ihren Werten steht. Die Untersuchung zeigt: Menschen finden Witze immer dann besonders lustig, wenn sie moralische Tabus ...

Die Zahl psychischer Erkrankungen ist seit Jahren im Steigen begriffen - die alljährlich höheren Zahlen, die die Krankenkassen veröffentlichen, belegen dies. Digitale Verfügbarkeit und wachsende Beanspruchungen im Arbeitskontext dürften zu den Gründen gehören, dass unsere Gesellschaft immer kranker wird. Bisher wird dies jedoch immer noch hauptsächlich als privates Problem gesehen, für das jede/r Einzelne selbst verantwortlich. Der Tagesspiegel bringt nun in einem Kommentar die breite gesellschaftliche ...

Das Thema Achtsamkeit hält, oft noch eher unbemerkt, auch im Sport immer mehr Einzug. Der Deutschlandfunk etwa berichtete kürzlich über die SVG Lüneburg, die in der Volleyball-Bundesliga auf Platz 3 steht und ins Pokalfinale kam. Zum Erfolgsrezept von Trainer Stefan Hübner gehört auch ein Training des "spirituellen Bereichs", wie er dem Sender erklärte. Man "arbeite man am mentalen und spirituellen Bereich. Das habe nichts mit Esoterik oder Räucherkerzen zu tun, so der Trainer. ...

... ist es sehr wahrscheinlich, dass sie tiefstapeln. So zumindest die Erkenntnisse einer amerikanischen Studie, die die Gehaltsangaben der Sozialversicherung mit jenen verglich, die durch Umfragen der Volkszählungsbehörde erhoben werden, bei denen der Wahrheitsgehalt der Aussagen nicht überprüft wird. In der Studie wurden die Daten von 100.000 Ehepaaren aus den Jahren 2003 bis 2013 ausgewertet. In 77 Prozent der Paarkonstellationen war der Mann der Hauptverdiener und beide machten bei der Volkszählungsbefragung ...

Teilzeit ist heute für viele Frauen in der Familienphase immer noch ein bewährtes Modell. Eine Umfrage des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums mit 2.000 Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, bringt zutage: 85 Prozent finden es "super", keinem Vollzeit-Job nachgehen zu müssen. 75 Prozent wollen in ihrer aktuellen Lebensphase auf gar keinen Fall in Vollzeit arbeiten. Und 60 Prozent würden diesen Status gerne bis zur Rente beizubehalten. ...

Digital Detox und Achtsamkeit werden heute gerne bemüht, um der Kultur der Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit etwas entgegenzusetzen. Einfach das Handy einmal ausschalten, abends keine Mails mehr beantworten und sich mit dem eigenen Zeitmanagement klarer von der Flut der Anforderungen abgrenzen, sind Tipps, die gerne bemüht werden. Doch wie viel Einfluss haben wir als Einzelne eigentlich, diesen Überwältigungsmechanismen konstruktiv etwas entgegenzusetzen? In einem Beitrag für die Zeit beschreibt die ...

Es wird viel darüber gesprochen, wie sehr die digitale Verfügbarkeit an unseren Nerven zehrt. Und gerne machen wir dafür ausschließlich Smartphones und andere virtuelle Ablenkungen verantwortlich. In einer Kolumne für Spiegel Online erklärt der Kognitionspsychologe Christian Stöcker, dass dieser Gedankengang zu kurz greift. Er zeigt, wie sehr unser Gehirn dazu neigt, von einem Gedanken zum nächsten zu springen. Als Experiment schlägt Stöcker vor, einmal zu versuchen, 30 Atemzüge lang nicht im ...

Empathie hat verschiedene Facetten und manche davon können durchaus beängstigend sein. So unterscheidet die Forschung zwischen einer Empathie, die mit anderen Menschen mitfühlt, und jener, die eher auf einem kognitiven Verständnis beruht - man kann sich vorstellen, wie es einem Menschen ergeht, bleibt dabei aber emotional distanziert. Eine amerikanische Studie untersuchte mit 1.000 studentischen Probanden die Persönlichkeitsmerkmale Psychopathie, Narzissmus und Machiavellismus (rücksichtsloses ...

Das Thema Stress scheint sich immer mehr in der Mitte der Gesellschaft einzunisten. Eine Repräsentativbefragung des DGB zeigt: 52 Prozent der Beschäftigten fühlen sich sehr oft oder oft bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck. Etwa ein Drittel klagt darüber, häufig mit verschiedenen, nur schwer miteinander vereinbaren Anforderungen im Beruf konfrontiert zu sein. Etwa zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen keine Möglichkeit, das Arbeitspensum, mit dem sie konfrontiert sind, selbst zu beeinflussen. ...

Große herausfordernde Ereignisse hinterlassen oft bei vielen Menschen psychische Spuren. Nach den Anschlägen am 11. September etwa zeigten sich bei etwa 17 Prozent der amerikanischen Bevölkerung Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Der Brexit führt möglicherweise zu ähnlichen Phänomenen. Eine aktuelle Studie jedenfalls zeigt, dass in Großbritannien seit dem Brexit-Votum die Verschreibungen von Antidepressiva signifikant zugenommen haben. Die Studie hat mögliche weitere Einflussfaktoren ...

Vom Blick auf Zahlen versprechen wir uns meist, dass diese Daten mehr Klarheit ins Leben bringen. Manche wissenschaftliche Studien wecken allerdings, zumindest in mir, Zweifel, dass dem wirklich so ist. "Gehirn&Geist" berichtete kürzlich über eine finnische Studie, derzufolge Menschen nach einem kurzen Augenkontakt mit ihrem Gegenüber seltener lügen. Der Augenkontakt reduziere die Lügenwahrscheinlichkeit um 8,5 Prozent. Ich bin keine Statistikerin, aber manchmal hilft auch die Nutzung ...

Macht berufliches Pendeln krank? Dieser Frage ging die Technikerkrankenkasse mit einer Untersuchung nach. Dabei zeigt sich: Auf den ersten Blick scheint die lange Anfahrt zum Job keine Auswirkungen zu haben - Pendler waren sogar etwas seltener krank als Arbeitnehmer mit kurzer Arbeitsanfahrt. Ein Blick auf die Daten in der Tiefe zeigt allerdings: Pendler sind elf Prozent häufiger von psychisch bedingten Krankschreibungen betroffen. Eine andere Studie der Technikerkrankenkasse zeigt, dass rund ...

In wohl kaum einer Zeit zuvor hatten Menschen mehr Möglichkeiten, sich und ihr Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Wahlfreiheit und unzählige Optionen können uns aber auch enorm unter Druck setzen. In einem Interview mit dem Tagesspiel spricht die Schriftstellerin Juli Zeh über den vor diesem Hintergrund entstehenden Selbstoptimierungsstress. "Was tun mit dieser individuellen Freiheit? Aha, Selbstverwirklichung. Diesen Raum muss man dann auch füllen. Dass das mit enorm viel Druck ...

Meditieren mit Apps scheint immer mehr zum Trend zu werden. Die TU Kaiserslautern ist nun dabei, eine App für besseres Stressmanagement zu entwickeln. "Stress-Mentor" soll Menschen dabei unterstützen, spielerisch Meditation und Bewegung in den Alltag einzubauen. Eine Tagebuch-Funktion soll dabei helfen, Stressoren besser zu erkennen und konstruktiver mit ihnen umzugehen. Um die Motivation während der Übungsphase zu stärken, sind die Übungen der App mit einem Fabelwesen gekoppelt, um ...

Meditation ist in Unternehmen zu einem beachtenswerten Thema geworden und die Erfahrungen zeigen, dass Achtsamkeit die Kultur in Firmen verändern kann. "Wenn der Chef, die Chefin Meditation praktiziert, gewinnt Mitmenschlichkeit an Bedeutung, denn soziale Kompetenzen und Selbstkompetenz nehmen ganz natürlich zu. Das strahlt auch auf die Mitarbeiter aus. So verändert sich nach und nach die Kultur des Unternehmens. Nicht von ungefähr sagt man: Die Menschen, die ein Selbstbewusstsein entwickelt ...

Für Stress im Job gibt es viele Gründe. Für einen Großteil der Arbeitnehmer ist es vor allem die systematische Überforderung, die zu psychischem und körperlichem Stress bei der Arbeit fühlt. 58,1 Prozent der 1.889 Befragten einer Arbeitsmarktstudie des Jobportals Orizon gaben an, dass sie zu viele Aufgaben bewältigen müssten und im Unternehmen zu wenig Personal eingesetzt werde. Für rund ein Drittel führen Ärger mit Vorgesetzten oder Kollegen oder auch Lärm zu stress. Die geforderte Erreichbarkeit ...

Scheitern als Chance ist ein beliebtes Thema, das in Job-Ratgebern alle paar Monate abgefeiert wird. Da geht es dann darum, was man alles aus Fehlschlägen lernen kann oder wie innovativ Unternehmen sein könnten, wenn sie sich bzw. ihren Mitarbeitern nur ein bisschen mehr Freiraum zum Scheitern gewähren würden. An manchen dieser Gedanken mag etwas dran sein, doch blenden sie aus, dass Scheitern auch eine existenzielle Dimension haben. Wer wirklich am Boden liegt, steht nicht so leicht wieder auf. ...

In Zeiten des Individualismus sind wir geneigt, unserer Wahlfreiheit einen besonderen Stellenwert zuzumessen. Wir möchten aus verschiedenen Optionen auswählen können, doch wenn wir vor zu viele Alternativen gestellt sind, wird es uns auch zu viel. Eine neue Studie zeigt nun, wo ein gesundes Maß liegen könnte. Versuchtsteilnehmer sollten eine Auswahl treffen und hatten in verschiedenen Settings die Möglichkeit, zwischen sechs, zwölf oder 24 Alternativen zu wählen. Während des Auswahlprozesses wurden ...

Nette Menschen, die nicht üppig verdienen, laufen eher Gefahr, in Geldprobleme zu schliddern, als solche, denen die Mitmenschen eher gleichgültig sind oder die einfach genug verdienen. So die Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Auswertung von mehr als drei Millionen Datensätzen aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Menschen, die zu Nettigkeit neigen, scheinen sich weniger aus Geld zu machen, was finanzielles Missmanagement begünstigt. Wer anderen gerne hilft, tut das bisweilen im wahrsten ...

Unter den Vorzeichen des Neoliberalismus sind Wettbewerbsdenken und Selbstbezug im Hinblick auf eigene Vorteile fast schon Teil der kulturellen DNA. Doch das Geflecht aus Konkurrenz und Egoismus lässt sich vielleicht leichter entwirren, als viele meinen. Eine neue Studie zeigt, dass bereits drei Monate des Übens von meditativen Methoden, die sozioaffektive Fähigkeiten wie Mitgefühl, Dankbarkeit und prosoziale Motivation schulen, bei den Teilnehmenden zu nachhaltigen Veränderungen in ihrer altruistischen ...

Studieren, das war früher eine Phase des Ausprobierens, des sich Erkundens und des langsamen Hineinwachsens in eine Zukunft als Erwachsener. Heute scheint für Studierende von den Freiheiten in der Phase vor dem eigentlichen Berufsleben nicht mehr viel übrig zu sein. Schon jeder vierte Studierende fühlt sich stark gestresst, ebenso viele sind erschöpft. Das sind die Erkenntnisse einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), der FU Berlin und der Techniker ...

Die Jugend scheint heute ihre Dynamik zu verlieren. "Eine ganze Generation scheint müde, lustlos, energiegebremst. Als eine der Ursachen dafür drängt sich die veränderte Medienwelt geradezu auf", diagnostiziert etwa die Pädagogin Astrid von Friesen in einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur. Seit 2005 seinen bei den 18- bis 25-Jährigen die Depressionen um 76 Prozent gestiegen. Etwa eine halbe Million Studierende, also jede/r Sechste, leide unter Hoffnungs- und Lustlosigkeit, Resignation ...

Viele Firmenskandale rufen berechtigterweise Unverständnis und Kritik hervor, beispielsweise wenn Manager die Öffentlichkeit bewusst hintergehen, um Missstände im eigenen Unternehmen zu verschleiern. Die moralische Entrüstung ist dann gleich groß, denn es ist von außen betrachtet so offensichtlich, dass manchmal einfach dreist gelogen wird, um die eigene Haut zu retten. Eine amerikanische Studie mit 1.400 Freiwilligen zeigt nun, dass die empfundene Loyalität gegenüber einer Gruppe das Lügen gegenüber ...

Die Digitalisierung ruft heute mindestens genauso viele Ängste wie Fantasien hervor. Techno-Fans wollen viel Menschliches am liebsten durch Computer oder Roboter ersetzen. Andere argumentieren, dass wir unter den Vorzeichen des Digitalen nur noch mehr gefragt sind, uns unserer ur-menschlichen Ressourcen, die uns von Maschinen unterscheiden, wieder bewusst zu werden. "Wir sind hypersoziale Wesen. Das – zusammen mit unserer ausgeprägten Vorstellungskraft – zeichnet uns als Menschen schon immer ...

Firmen, die etwas auf sich halten, fühlen der Unternehmenskultur mit Mitarbeiterbefragungen auf den Zahn. Meist sind das dann große Fragebogen, bei denen die Angestellten einmal im Jahr die Möglichkeit zum großen Rundumschlag haben. Doch kommen in solchen Erhebungen die Details zum Tragen, die die Menschen tagtäglich am Arbeitsplatz beschäftigen? Und was hilft es, wenn man sich Monate nach einem Ärgernis darüber in einer Umfrage Luft verschaffen kann? Eine dänische Firma hat ein nun ein Analysetool ...

Großzügigkeit scheint keine statische Eigenschaft zu sein, sondern sich bei Menschen im Kontext der jeweiligen sozialen Situation zu ergeben. Amerikanische Forscher untersuchten ein Nomadenvolk in Tansania, das sich mehrfach im Jahr in unterschiedlichen Konstellationen in größeren Camps trifft und ansonsten in kleineren Gruppen unterwegs ist. In mehreren dieser Camps, bei denen sich die Personenkonstellationen jeweils veränderten, betrachteten die Wissenschaftler anhand eines Testszenarios, wie ...

Jeder dritte Erwachsene wird einmal Opfer von Mobbing, so die traurige Erkenntnis einer Studie „Mobbing und Cybermobbing bei Erwachsenen – die allgegenwärtige Gefahr“, die vom Bündnis gegen Cybermobbing in Auftrag gegeben wurde. 57 Prozent der Mobbing-Fälle geschehen dabei am Arbeitsplatz. Seit der letzten Erhebung 2014 seien die gemessenen Fallzahlen weiter gestiegen. Für die Arbeitgeber bringe dies Folgekosten von rund fünf Milliarden Euro mit sich. Das Bündnis setzt sich dafür ein, dass die ...

Persönlichkeitstests sind in der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken, denn im Recruiting bemühen sich viele Unternehmen, nicht nur Bewerber zu finden, die die benötigten fachlichen Qualifikationen mitbringen, sie sollen auch menschlich in das ihnen zugedachte Arbeitsfeld passen. Ein amerikanisches Forscherteam hat nun in einem Großversuch eine neue Typologie ans Licht gebracht. Zunächst durchliefen 145.000 Personen einen Online-Persönlichkeitstest mit 300 Fragen. Das so gesammelte Datenmaterial ...

Wer ständig Misstrauen ausgesetzt, leidet darunter, das erscheint nur logisch. In einer Studie mit 60 Probanden, die knapp 800 Tage lang regelmäßig verschiedene Fragen zu dem ihnen entgegengebrachten Misstrauen, Gerechtigkeitsempfinden und ihrer emotionalen Verfassung beantworteten, zeigte sich: Misstrauen im Arbeitsumfeld schafft auf Dauer Distanz. Jene, denen nicht vertraut wird, wenden sich innerlich von ihrer Arbeit ab und entwickeln auch im privaten Umfeld Probleme. Die Befragten, denen von ...

Wenn es darum geht, Aussagen zu bewerten, lassen wir bei weitem nicht immer allein den gesunden Menschenverstand walten. Eine britische Studie zeigt eindrücklich, wie stark unsere Bewertung davon abhängig ist, was wir vom Urheber eines Statements halten. Die Wissenschaftler legten verschiedenen Personengruppen Statements und Aphorismen vor und fragten danach, ob diese richtig oder falsch, zustimmungswürdig oder eher ablehnenswert seien. Gleich, um welches Themenfeld es ging, beispielsweise Politik ...

Achtsamkeit ist in vieler Munde. Die damit verbundene Herauslösung der Meditation aus explizit spirituellen Kontexten hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich breite Bevölkerungsschichten dem Meditieren zuwenden, und dies oft mit ganz selbstbezogenen Motiven. "Das Überangebot scheint mir die eigentliche, authentische Idee der Achtsamkeit immer mehr zu verdrängen, ja zu pervertieren. Es geht dabei nicht um das eigene Ego, nicht um ständige Beschäftigung mit sich selbst und die Konzentration ...

Wie salonfähig Meditation längst geworden ist, zeigt sich auch darin, dass immer mehr Profisportler auf Achtsamkeit setzen, um ihren Sport bewusster zu praktizieren - und natürlich ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dr. Christian Zepp, sportpsychologischer Experte der deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft, beschreibt die typischen Herausforderungen so: "Fast jeder Spieler kennt die Gedanken, die einem vor einem Spiel durch den Kopf gehen: „Ich muss heute gewinnen!“, „Warum denn gegen ...

Unsere modernen Lebenswelten scheinen uns nicht nur zu inspirieren, sondern auch zu ermüden und zum Teil sogar vom Leben zu entfremden. Und so suchen immer mehr Menschen nach Gegenpolen. Einer davon ist die Natur, sozusagen der noch unverfälschte Kulturraum. "In der Natur will sich der Mensch als Teil in einem großen Zusammenhang erfahren. Er sucht nach Verbindung. Und in der Natur wird er sich seiner selbst im Ganzen bewusst", so der Philosoph Andreas Weber in einem zwar schon zwei ...

Macht Arbeit krank? Ein Blick auf den Fehlzeitenreport, der vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin anhand der Daten von 2.000 Beschäftigten erstellt wurde, ist alarmierend. 45 Prozent der Befragten klagen über Erschöpfung, 32 Prozent über Nervosität und Reizbarkeit, 30 Prozent sind lustlos und fühlen sich ausgebrannt. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und diverse körperliche Beschwerden kommen noch hinzu. ...

"Dienst nach Vorschrift", das klingt in einer Leistungsgesellschaft leicht nach Drückebergerei. Der Arbeitssoziologe Falk Eckert sieht das anders. "Dienst nach Vorschrift hat einen schlechten Ruf, aber ich erkenne nichts Negatives darin, Arbeit als Pflichterfüllung zu sehen. Ich finde es gut, dass Menschen eine klare Grenze zwischen Arbeit und ihrem Leben ziehen. In diesem Sinn ist Dienst nach Vorschrift sogar gesund", sagt er in einem Interview mit Zeit online. Die Erwartungen ...

Wut ist nicht nur eine Reaktion, die sich bei Angst oder auch Frustration einstellt, sie kann auch auf eine gehörige Portion Narzissmus hinweisen und durch die damit verbundene Selbstüberschätzung ausgelöst werden. In einer Studie mit knapp 530 Studierenden zeigte sich, dass Menschen, bei denen Tests eine Neigung zu narzisstischen Charakterzügen und Wut offenbart hatten, ihre Intelligenz für überdurchschnittlich hoch hielten - und sich dabei gehörig überschätzten. (Sie hatten auch einen klassischen ...

Zu wenig Schlaf macht einsam. Diese Schlussfolgerung legt eine neue Studie der Universität in Berkeley nahe. In einer Teiluntersuchung mit 140 Probanden zeigte sich, dass schon eine Nacht mit deutlichem Schlafdefizit ausreichte, dass die Versuchspersonen das Gefühl hatten, isoliert zu sein und niemanden zum Reden zu haben. In einem weiteren Versuch sollten die Probanden nach einer durchwachten Nacht und nach einer Nacht, in der sie ausreichend geschlafen hatten, angeben, wie nahe ihnen andere ...

Stress macht uns nicht nur fertig, wenn wir ihn tatsächlich haben. Eine neue Studie von Verhaltensforschern aus Heidelberg und den USA zeigt: Selbst wenn wir nur erwarten, in eine stressauslösende Situation zu geraten, zieht uns das runter und vermiest unsere Stimmung. Auch wenn der erwartete Stress sich dann vielleicht gar nicht einstellt - unserem Körper-Geist-System ist das gleich, wir fühlen uns gestresst. Die Wissenschaftler führen diese innere Reaktion darauf zurück, dass schon die Erwartung ...

Der Gesundheitsreport 2018 der Techniker Krankenkassen lässt aufmerken. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Verschreibungen von Antidepressiva verdoppelt. Seit 2007 erhöhte sich die Zahl der verschriebenenTagesdosen an Medikamenten gegen Depressionen von 6,8 auf 13,5. Frauen sind dabei deutlich stärker betroffen als Männer. Ihnen wurden 16,9 Tagesdosen verschrieben, Männern lediglich 10,6. Die Fehlzeiten weisen in die gleiche Richtung. Heruntergerechnet auf Durchschnittswerte fehlten ...

Es klingt bizarr, stimmt aber: Wer sein Essen, bevor er es zu sich nimmt, klein schneidet, symmetrisch auf dem Teller anordnet und anschließend dreimal mit Messer und Gabel auf die Speisen klopft, nimmt anschließend weniger Kalorien zu sich als jemand, der sich einfach nur vornimmt, achtsam zu essen. Was klingt wie ein magisches Experiment, war Teil einer Studie von Wissenschaftlern der Shanghai University of Finance and Economics, die die Wirkung von Ritualen auf Verhaltensänderungen untersuchten. ...

In Anbetracht einer Flut von Stress-Studien und zunehmender psychischer Erkrankungen stellen immer mehr Experten die Frage, ob es nicht besser wäre, Arbeitszeiten zu verkürzen. Andere Studien weisen indes darauf hin, dass es oft gar nicht die Menge der Arbeitsstunden ist, die Angestellte in die Knie zwingt, sondern die tiefere Beziehung, die sie zu ihrer Arbeit haben. Eine kanadisch-amerikanische Studie, die die Befindlichkeit von mehr als 700 Arbeitenden untersuchte, beispielsweise kommt zu dem ...

Der gegenwärtige Achtsamkeits-Trend betrachtet heute vor allem Methoden wie Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) und Meditationsformen, die in Stille und Loslassen führen. Auf dem Radar der Wissenschaft erscheinen hingegen zunehmend auch Formen aus buddhistischen Kontexten, die mit Mitgefühl und Güte arbeiten. Eine neue Übersichtsarbeit der Universität Witten-Herdecke unterstreicht nun den therapeutischen Nutzen dieser Methoden. Es zeige sich, dass diese Meditationsformen beispielsweise in ...

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, ist ein geflügeltes Wort. Und wenn es um unsere Träume geht, ticken wir ähnlich. Eine Studie zeigt: Im Nachhinein bereuen wir es oft mehr, unsere tiefsten Wünsche nicht erfüllt zu haben. Doch die Schamgefühle, die in uns aufsteigen, wenn wir unsere Pflichten verletzen, lassen uns uns eher auf das, was von uns erwartet wird, fokussieren. Das liegt laut der Studie daran, dass Scham sehr schnell und stark wirkt. Um diesem Gefühl auszuweichen, tun wir dann, was ...

Wer regelmäßig die Möglichkeit hat, während des Tages mit anderen Menschen zu sprechen, ist glücklicher als wenn er eher nur für sich ist. Das zeigt eine neue amerikanische Studie, bei der rund 500 Probanden ihre Tagesabläufe protokollierten und dabei festhielten, wie oft sie welche Art von Gesprächen führten. Frühere Studien mit kleineren Teilnehmerzahlen legten nahe, dass Smalltalk zum Beispiel auf die Stimmung schlägt. In dieser Studie erwiesen sich die kurzen, belanglosen verbalen Interaktionen ...

Die moderne Leistungskultur ist sehr individualistisch. Doch nicht jede Form des Selbstbezugs ist auch hilfreich. Wer eher narzisstisch hauptsächlich auf sich selbst schaut und nach dem eigenen Erfolg schielt, bringt sich womöglich in eine Haltung der inneren Isolation. Die Psychologie kennt jedoch noch andere Formen der Selbstzuwendung, die wesentlich dienlicher sind. Eine davon ist Selbstmitgefühl. Es ist eine Form der Selbstakzeptanz, die Fehler nicht nur als eigene Schwäche sieht, sondern ...

Wie sehr die Psychologisierung der letzten 50 Jahre unser Selbstverständnis heute prägt, ist wohl den wenigsten wirklich bewusst. Mal schnell zum Coach gehen, um eigene Schwächen zu analysieren und zu überwinden, oder zum Psychologen, wenn unsere Gemütsstimmung über längere Zeit düster ist, das ist für viele heute ganz alltäglich. Noch ein, zwei Generationen früher wäre das nicht denkbar gewesen. Der Psychoboom der letzten Jahrzehnte hat viel in unserem Menschsein geöffnet. "Verfahren des ...

"Wir werden zu Göttern", sagt der Historiker Yoval Harari, aber das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht er über die neue Reichweite, die unser menschliches handeln durch Technologie erreicht: "Götter schaffen normalerweise das Leben, so ist es in den ersten Kapiteln der Bibel. Und das haben wir uns jetzt angeeignet. Und im 21. Jahrhundert schaffen wir plötzlich Körper, Gehirne und Seelen. Das heißt, wir stellen menschliche ...

Ein starker Ich-Bezug wird gewöhnlich vor allem mit eher narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen assoziiert. Er kann allerdings auch auf die Labilität eines Menschen hindeuten. Eine amerikanische Studie mit knapp 4.800 Probanden zeigt: Menschen, die in persönlichen Berichten besonders häufig Pronomen der ersten Person benutzen (also ich, mein, mir, mich), sind psychisch labiler und depressiver als jene, die weniger dieser Bezüge knüpfen. Die Probanden hatten in der Untersuchung die Aufgabe, eine ...

Wo liegt die kritische Masse, bei der Minderheitenmeinungen auf einmal damit beginnen, Mehrheiten zu verändern? Eine Frage, die die Wissenschaft seit langem beschäftigt. In verschiedenen Studien hat sich bereits gezeigt, dass der Wert irgendwo zwischen 10 und 40 Prozent liegt - allerdings wurden hier gesellschaftliche Umschwünge immer erst retrospektiv analysiert. Eine amerikanische Studie mit experimentellem Setting, an der 200 Personen beteiligt waren, zeigt nun: Die Mehrheitsmeinung beginnt ...

Zeitdruck ist wie eine Droge. Er raubt uns im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand. Das legt zumindest eine Untersuchung der Business-Professorin Meng Zhu nahe. Sie stellte in verschiedenen Testszenarien fest, dass Probanden, sobald Zeitdruck im Spiel ist, zu irrationalen Verhaltensweisen neigen. Dass etwas dringlich ist oder ein zeitliches Verfallsdatum hat, scheint unser Urteilsvermögen nachhaltig zu untergraben. Im Business kann das dazu führen, dass das wirklich Wichtige aufgrund des vermeintlich ...

Kürzlich hatte die Süddeutsche Zeitung über eine Studie berichtet, derzufolge Achtsamkeit in Arbeitskontexten nicht unbedingt geeignet ist, die Motivation von Mitarbeitern zu steigern. Der Gegenwind ließ nicht lange auf sich warten. "Achtsamkeitsmeditation und Leistungsbereitschaft schließen sich nicht gegenseitig aus, auch wenn der Autor dies in seinem Beitrag suggeriert. Im Gegenteil: Wer achtsam mit sich und anderen ...

Die Neurowissenschaftlerin Tania Singer hat mit ihrem ReSource-Projekt erstmals in größerem Umfang untersucht, dass verschiedene Meditationsformen ganz unterschiedliche Wirkungen bei den Praktizierenden zeitigen. Dabei stellte sie fest, dass die Dyaden-Arbeit vor allem die soziale Entwicklung und das zwischenmenschliche Miteinander stärkt. Bei der Dyaden-Meditation erzählt eine Person einer anderen, die einfach achtsam und teilnehmend zuhört, von Dingen, die sie beschäftigen. Ein Ansatz, der bei ...

Wer Pläne macht, ist oft besser gewappnet für so manche Herausforderung des Lebens und Ziele erreicht man meist auch leichter, wenn man vorher überlegt, welches der beste Weg ist. Im Business gehört das Planen ohnehin zum Alltag. Psychologen haben nun herausgefunden, dass nicht jede Zeit die beste ist, um Pläne zu schmieden. In mehreren Labor- und Feldversuchen beobachteten sie, dass Menschen, die sich ausgelaugt und mental erschöpft fühlen (durch Aufgaben, die sie zuvor zu bewältigen hatten), ...

Wer kennt das nicht - kaum liegt man im Bett, gehen einem Gedanken an den nächsten Tag durch den Kopf und daran, was alles zu erledigen sein wird. An Schlaf ist dann erst mal nicht zu denken. Eine amerikanische Studie hat nun untersucht, ob das Schreiben von To-Do-Listen dabei hilft, besser einzuschlafen. 28 Teilnehmer der Studie sollten eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eine To-Do-Liste aufstellen mit allem, was am kommenden Tag anstand. 29 Versuchspersonen erstellten hingegen eine Liste ...

Unsere Smartphones bombardieren uns nicht nur mit Nachrichten, sie ergreifen von unserem Geist anscheinend sogar Besitz, wenn wir gar nicht unmittelbar mitbekommen, was in unseren Inboxen und Social-Media-Accounts gerade los ist. Diese Schlussfolgerung legt zumindest eine Untersuchung der McCombs School of Business in Austin, Texas nahe. Die Wissenschaftler gaben 800 Probanden verschiedene Aufgaben, um deren fluide Intelligenz zu prüfen, die Fähigkeit, unbekannte Probleme zu durchdenken und zu ...

Das Vokabular der Leistungsgesellschaft hat die Komfortzone schon vor Jahren zum toten Winkel erklärt. Mehr etwas erreichen möchte im Leben, muss einfach raus aus der Kuschelecke, meinen die Dauerperformer. Womöglich hat diese Einstellung mit zum gegenwärtigen Stresshoch beigetragen. Sich auch mal zurückzulehnen, hat einfach einen schlechten Ruf. "Ständige Überforderung, sich also permanent außerhalb der eigenen Komfortzone zu bewegen, führt zu Erstarrung oder Panik. Wir brauchen Komfort ...

Perfektionismus kann krank machen, insbesondere wenn die hohen Ansprüche an sich selbst mit einem Mangel an Selbstmitgefühl einhergehen. Australische Psychologen stellten diesen Zusammenhang sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen aller Altersgruppen fest. Das Streben nach hohen Leistungen an sich muss nicht unbedingt das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen. So zeigte sich, dass Menschen, die einen positiven Umgang zu sich selbst pflegen, sich selbst und ihren Bedürfnissen gegenüber ...

In der Wissenschaft wird häufig mit hypothetischen Fragestellungen und Gedankenexperimenten gearbeitet, um die Handlungsdispositionen von Menschen besser zu verstehen. Insbesondere wenn es bei solchen Versuchen moralisch betrachtet ans Eingemachte geht, ist die Lücke zwischen gedachtem Verhalten und der Realität jedoch groß. Belgische Wissenschaftler stellten Probanden vor die Wahl, dass entweder einer oder fünf Mäusen starke Schmerzen zugefügt werden. Bei den Probanden, die im Labor im Angesicht ...

Die Psychologie ging lange davon, dass unsere Persönlichkeitsentwicklung im jungen Erwachsenenalter um die 30 nahezu abgeschlossen ist. Neuere Untersuchungen zeigen hingegen, dass selbst bis ins hohe Alter noch einschneidende Veränderungen nicht nur möglich sind, sondern auch gar nicht so selten vorkommen. Jule Specht, Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der Humboldt-Universität in Berlin, hat in ihren Studien etwa festgestellt, dass etwa jeder fünfte Mensch um die 60 sich noch einmal ...

Hunderte E-Mails oder Whatsapp-Nachrichten rauschen jede Woche durch unsere Smartphones. Hier schnell etwas googeln, in der Mediathek die neuesten Nachrichten schauen, regelmäßig checken, was in den sozialen Netzwerken los ist. Wohl jeder hat bisweilen das Gefühl, dass das alles zu viel ist. Uns rauscht der Kopf und es fällt nicht leicht, in dieser Flut der digitalen Bewegung noch den Überblick zu behalten. Der Mediziner und Hirnforscher Manfred Spitzer gehört zu den großen Kritikern dieser Digitalisierungs-Verwerfungen. ...

Die Digitalisierung macht das Arbeitsleben schneller und unüberschaubarer. An die Stelle von Hierarchien und der Möglichkeit der Kontrolle treten fluide Prozesse, Teamarbeit und permanente Bewegung. Das verändert die Aufgaben und Möglichkeiten von Führungskräften radikal. In einer Stepstone-Umfrage gaben sechs von zehn Fachkräften an, dass sie nicht den Eindruck haben, ihre Chefs seien diesem Paradigmenwechsel gewachsen. "Pläne, Aufgaben und Projekte, die bislang eher langfristig ausgelegt ...

"Geteilte Freude ist doppelte Freude", weiß der Volksmund. Und sicher kennt jeder die Erfahrung, dass man in freudigen Momenten noch glücklicher ist, wenn man dabei nicht alleine ist. Eine amerikanische Studie zeigt nun, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann. Wissenschaftler fanden in verschiedenen Settings heraus, dass Freude, beispielsweise an Musik oder einem besonderen Genuss, schneller verfliegt, wenn man sie mit vielen Menschen teilt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ...

Schwindendes religiöses Interesse scheint insbesondere ein Phänomen in Ländern zu sein, die über leistungsstarke Wohlfahrtssysteme verfügen. Das illustriert eine Studie, für die die Daten von mehr als 455 000 Personen aus 155 Nationen ausgewertet wurden, darunter Christen, Muslime, Hindus oder Buddhisten. In Ländern, in denen die Sozialsysteme eher schwach sind, war der Glaube der Menschen stärker ausgeprägt als in solchen, die über gute soziale Absicherungen verfügen. Die Wissenschaftler deuten ...

Im Stau zu stehen, kann richtig nerven. Das hinterlässt nicht nur in der eigenen Befindlichkeit Spuren. Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass es nach besonders schlimmen Staus in der Verbrechensstatistik zu einer Erhöhung der gewaltsamen Vorfälle in Partnerschaften und Beziehungen um zehn Prozent kommt. Bei Eigentumsdelikten zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Staus wirken sich also eher auf Verbrechen aus, die mit hochkochenden Emotionen zu tun haben. Ähnliche Beobachtungen gibt ...

Wie laut das moderne Leben ist, insbesondere in der Großstadt, nehmen wir allzu oft schon gar nicht mehr wahr. Ungesund ist es für uns dennoch. Am Tag des Lärms nutzten Mitarbeiter der Heiligenfeld-Kliniken die Gelegenheit, auf dieses Zivilisationsdilemma hinzuweisen. Sie luden mitten im Berliner Hauptbahnhof zur öffentlichen Meditation ein. "Lärm verursacht eine körperliche Anspannung, Lärm bedeutet Gefahr und es kostet den Körper große Mühe, die Geräusche zu ignorieren", so Sven Steffes-Holländer, ...

Emotionen können allzu leicht dazu beitragen, Konflikte noch zu verschärfen. Sie können uns aber auch dabei helfen, aus misslichen Entwicklungen zu lernen, so die Erkenntnisse einer Studie aus Kanada. Die Psychologen untersuchten in zwei Online-Erhebungen mit mehr als 1.500 Probanden, wie unterschiedliche Betrachtungsweisen dabei helfen, Konflikte besser zu verstehen und mit ihnen besser umzugehen. Die Probanden sollten sich einen kürzlich erlebten zwischenmenschlichen Konflikt noch einmal vergegenwärtigen. ...

Der Hyperindividualisierung der modernen Kultur hat längst auch unseren Leistungsbegriff geprägt. Denken wir an Leistung, meinen wir damit meistens: Schau, das hab' ich geschafft! Aber wie realistisch ist die Annahme eigentlich, dass das, was wir als unsere Leistung wahrnehmen - und was im Business als Leistung betrachtet wird -, wirklich allein auf unser Konto geht? "Hinter dem, was als individuelle Leistung gilt, steht ein kollektiver Kraftakt. Alles, was in der Erwerbswelt produziert ...

Der gesunde Menschenverstand legt nahe, dass es vor allem die Menschen sind, die in ihren Arbeitsbereichen die Dinge besonders gut machen, die auch Karriere machen. Im Interview mit Spiegel online erklärt der Wirtschaftspsychologe Florian Becker, dass dies eine Illusion ist. Mit Verweis auf eine amerikanische Studie, in der 30 Top-Manager betrachtet worden waren, die am schnellsten Karriere gemacht hatten, und 30, in deren Bereichen alles am besten lief, habe sich gezeigt: "Es gab kaum Überschneidungen ...

Yoda, der Jedi-Ritter, hat schon viele Menschen durch seine Weisheit begeistert. 40 Jahre Star Wars haben mit dazu beigetragen, dass geistige Schulung wie Meditation selbst Science-Fiction-Fans nicht mehr unbedingt fremd ist. Die Süddeutsche Zeitung geht in einem Beitrag dem Trend nach, dass die Jedi-Mentalität ihren Weg in den Mainstream findet. Der Artikel stellt Menschen vor, die ganz im Geiste der Star-Wars-Saga meditative Elemente der Jedi in den Alltag bringt. Vielleicht ist es ja ein deutliches ...

Effektive Wege zum Glücklichsein haben eigentlich immer Hochkonjunktur, denn was ersehnen wir uns mehr als ein Leben in Freude und Zufriedenheit? Doch bei dem, was wir unter Glück verstehen, gehen wir leicht in die Irre. Sind es wirklich die großen Dinge oder Besonderheiten, die uns glücklich machen? Oder Ist uns das Glück vielleicht näher, als wir meist denken - und damit auch leichter zu erreichen? Der Achtsamkeitstrainer Helmut Nowak jedenfalls hat einige gute Tipps, wie wir dem Glück mit ganz ...

In unserer beschäftigen Welt sind Einschlafstörungen längst zu einer Art Jedermanns-Problem geworden. Vor allem das Unerledigte, das uns im Nacken sitzt und in der Stille vor dem Schlaf in unseren Gedanken aufpoppt, macht vielen Menschen das Einschlafen schwer. Wenn man sich von den offenen To-Do's innerlich verabschieden kann, schläft es sich leichter sein, so die Erkenntnis einer neuen Studie. Probanden bekamen die Aufgabe, vor dem Schlafengehen entweder zu notieren, was sie über den Tag ...

Agilität ist zu einem neuen Trend in der Organisation von Arbeitsprozessen geworden. Die Idee dahinter: Möglichst flexible und wendige Arbeitsprozesse zu gestalten, die mit der Schnelligkeit, die die Arbeitswelt heute zu fordern scheint, Schritt zu halten. Die FAZ geht in einem Beitrag dem Für und Wider dieses Trends nach. Einerseits zeigt sich, dass viele der heute genutzten Agilitäts-Tools und -Prozesse das Arbeiten effizienter machen können und es erleichtern, besser und schneller auf Veränderungen ...

Der amerikanische Psychologieprofessor Richard Davidson gehört zu den großen Vorreitern des gegenwärtigen Booms in der Meditationsforschung. Inspiriert vom Dalai Lama persönlich erforscht er seit vielen Jahren, wie Meditation dem Menschsein eine tiefere Gründung geben kann. Und auch, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse sich in alltagspraktische Möglichkeiten umsetzen lassen. "Es geht nicht darum, den Kopf zu leeren, wie manchmal geschrieben wird, sondern darum, die Gedanken zur Ruhe zu ...

Ein Lächeln kann uns motivieren - doch es kann, wenn es uns mit einer für uns nicht stimmigen Intention erreicht, sogar verunsichern. Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison haben untersucht, wie verschiedene Arten des Lächelns wirken. Sie unterschieden ein Belohnungs-Lächeln, das uns sagt, wir haben etwas gut gemacht. Ein kooperatives Lächeln, das Verbundenheit wie auch Mitgefühl ausdrücken kann. Und ein Dominanz-Lächeln, durch das die Person, die lächelt, vor allem ihren eigenen ...

Das Zeit-Magazin nimmt in einem Beitrag den gegenwärtigen Achtsamkeits-Trend aufs Korn. Zwar ist der Artikel in teils sehr zynisch-überheblichem Tonfall verfasst, doch trifft er einen wunden Punkt der scheinbar immer mehr um sich greifenden Neigung zur Selbsterforschung und -verbesserung. Meditations-Lehrer, die im Kontext einer spirituellen Tradition der Weltreligionen Achtsamkeit praktizieren, warnen schon länger davor, dass in einer modernen Kultur des extremen Individualismus Meditation womöglich ...

Der tödliche Unfall, der durch ein selbstfahrendes Uber-Fahrzeug verursacht wurde, konfrontiert uns einmal mehr mit der Frage, was im Zusammenspiel von Mensch und Maschine heute möglich ist - und was nicht. Eine zentrale Denkweise bei computergesteuerten Autos ist, dass der Mensch als Beifahrer in Notsituationen unmittelbar eingreifen kann und soll. Eine kluge Idee, die jedoch nicht unbedingt mit dem vereinbar ist, was wir als Menschen sind und wie wir selbst "funktionieren". "Unsere ...

Frauen, die es im Job bis an die Spitze schaffen, haben mehr mit Männern gemein als mit ihren Geschlechtsgenossinnen, so die Erkenntnisse einer Studie aus Belgien. Dafür wurden die Persönlichkeitseigenschaften von rund 600 Führungskräften, ein Viertel davon Frauen, und von 52.000 Angestellten beiderlei Geschlechts näher betrachtet, insbesondere Merkmale wie Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus sowie Professionalität. Zwischen den angestellten Männern und ...

Fake-News und vor allem ihre manchmal geradezu explosionsartige Verbreitung stellen ein immer größer werdendes Problem in den sozialen Medien dar. Eine amerikanische Studie legt nun nahe, dass unsere Psyche und unser eigener Umgang mit Nachrichten einen wesentlichen Einfluss auf das Phänomen hat. Die Wissenschaftler analysierten die Entwicklung von 126.000 Geschichten, die von mehr als drei Millionen Menschen in der Zeit von 2006 bis 2017 getwittert wurden. Gerne glauben wir, dass falsche Nachrichten ...

In Psychologie und Hirnforschung mehren sich die Indizien dafür, dass psychische Traumata nicht alleine durch eigenes Erleben hervorgerufen werden, sondern sich auch im Kontakt mit Traumatisierten "vermitteln" könnten. Verschiedene Studien, beispielsweise mit Psychologen, die Traumapatienten behandeln, Helfern von Krisenereignissen oder auch Angehörigen von Traumatisierten zeigen, dass zwischen zehn und 20 Prozent derjenigen, die in Kontakt mit Traumata anderer Menschen kommen, selbst ...

Vegetarier ticken politisch anders als Fleischesser, so das Ergebnis zweier psychologischer Studien der Universität Mainz. Die Wissenschaftler führten zwei Repräsentativerhebungen mit jeweils 5.000 Probanden durch. Einmal stand die rein vegetarische Ernährung im Fokus (drei Prozent der Befragten), das andere Mal wurde diese Definition weiter gefasst und man ordnete auch Menschen zu, die vorwiegend vegetarisch leben und gelegentlich Fleisch essen (sechs Prozent der Befragten). In beiden Erhebungen ...

Sich verabreden, obwohl man weiß, dass man das Date später platzen lassen wird? In Zeiten der sozialen Medien fällt es leicht, sich eine Hintertür offenzuhalten. Tun sich kurzfristig bessere Optionen auf oder man hat schlicht keine Lust, reicht eine kurze Whatsapp und man ist aus dem Schneider - und das ganz ohne lästige direkte persönliche Konfrontation. Die zwischenmenschliche Distanz, die Nachrichten über soziale Netzwerke erlauben, erleichtert es, unverbindlich zu sein. Die New York Times ...

Soziale Netzwerke können süchtig machen, das zeigen inzwischen verschiedene Studien. In der jungen Generation braut sich hier etwas zusammen. Eine neue Studie der Krankenkasse DAK und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt, dass heute 2,6 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren von sozialen Medien abhängig sind. Umgerechnet sind das rund 100.000 Jugendliche. Die tägliche Nutzungsdauer liegt in dieser Altersgruppe bei zweieinhalb ...

Wenn Mitarbeiter etwas vermasseln, muss der Chef eingreifen. Feedback soll eigentlich dabei helfen, den Job künftig besser zu machen. Viele Führungskräfte sind sich allerdings nicht bewusst, wie leicht der Schuss nach hinten gehen kann, wenn sie nicht den richtigen Ton und die richtige Perspektive treffen. Eine an der Harvard University gemachte Studie mit 300 Mitarbeitern eines Unternehmens zeigt: Umso negativer das Feedback des Chefs ist, umso eher bemühen sich Angestellte, neue Netzwerke in ...

Um die 30 fängt das Leben richtig an - möchte man zumindest meinen. Zwei neue Untersuchungen legen allerdings nahe, dass heutzutage die Generation junger Erwachsener eher im Krisenmodus unterwegs ist. In einer Umfrage des Online-Portals Linkedin gaben 67 Prozent der Befragten an, schon vor dem 30. Lebensjahr in eine handfeste Lebenskrise geschlittert zu sein. Einer Erhebung der Barmer Ersatzkasse zufolge leidet hierzulande jeder Vierte im Alter zwischen 18 und 25 Jahren an psychischen Erkrankungen ...

Dank zahlreicher wissenschaftlicher Studien knüpfen sich an die Wirkung von Achtsamkeit viele Erwartungen. Menschen, die meditieren, sind stressresistenter, und auch die gesundheitlichen Wirkungen von Achtsamkeit im Alltag sind gut erforscht. Wie aber wirkt eine achtsame Haltung im ganz alltäglichen Verhalten? Das untersuchten Wissenschaftler vom Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der Technischen Universität (TU) Berlin. Im Blinka-Projekt, was für Bildung für nachhaltigen Konsum ...

Glück klingt nach einer großen Idee, doch finden tun wir es meist im Kleinen. Ein Forscherteam aus den USA und Japan befragte rund 100.000 Probanden, hauptsächlich im Alter von 20 bis 40 Jahren, nach ihren glücklichen Momenten. Spitzenreiter waren mit 46 Prozent Begegnungen mit anderen Menschen, hauptsächlich aus der Familie. 16 Prozent erlebten glückliche Augenblick im Kontext des Essens, 14,5 Prozent bei der Arbeit. Entertainment, Sport und Shoppen beglückten maximal 9 Prozent der Untersuchungsteilnehmer. ...

Fake-News sind schwer zu entkräften, das erleben wir seit längerer Zeit immer wieder, vor allem in den sozialen Netzwerken. Eine wissenschaftliche Metaanalyse, bei der Studienergebnisse von 7.000 Probanden betrachtet wurden, lässt nun erahnen, warum dies so schwer ist. Bei ihrer Auswertung stellten die Wissenschaftler fest, dass es nicht ausreicht, Ansichten als falsch darzustellen. Im Gegenteil - die Gegenaufklärung geht oft vor allem deshalb schief, weil sie Bezüge zur eigentlich zu widerlegenden ...

Kultur treibt bisweilen seltsame Blüten. Schmerzmittel wie Paracetamol helfen bei körperlichen Schmerz. Jüngste Studien zeigen aber auch, dass sie seelisches Leid mildern können. "Wir wissen (…), dass Liebeskummer auch im Gehirn in ähnlichen Regionen wir körperlicher Schmerz Aktivierungen macht", so die Berliner Psychotherapeutin und Psychologin Iris Hauth im Deutschlandfunk Kultur. Warum also nicht, wenn die Seele leidet, einfach mit ein paar Pillen Abhilfe schaffen? Einerseits sind ...

Strafen sollen dabei helfen, den Zusammenhalt in Gesellschaften nicht erodieren zu lassen. Doch geht das auch auf? Eine Studie aus China weckt hier Zweifel. Aus der Forschung ist bekannt, dass kooperatives Verhalten dann wahrscheinlicher ist, wenn Menschen wissen, dass sie sich wieder begegnen werden. Strafen produzieren Kosten für Abweichler, denn die Gemeinschaft wird sie soziale Konsequenzen spüren lassen. In der chinesischen Studie zeigte sich jedoch, dass Strafen die Kooperation der Probanden ...

Viele Studien zeigen, dass Meditation und Achtsamkeit das Wohlbefinden fördern, Stress reduzieren und insgesamt die Lebensqualität verbessern können. Sie macht uns aber nicht automatisch auch zu besseren Menschen, wie eine Übersichtsstudie von Wissenschaftlern aus Europa und Neuseeland nun nahe legt. Die Forscher analysierten anhand von 20 Studien die Wirkung verschiedener Arten der Meditation auf prosoziale Gefühle und Verhaltensweisen. Dabei zeigte sich, dass Meditierende sich etwas barmherziger ...

Mit dem Aushalten von Ungewissheit tun wir Menschen uns schwer. Im Business zu sagen "Ich weiß es nicht", gleicht einem Offenbarungseid. "Die meisten Menschen möchten Unsicherheit und Zweideutigkeit um fast jeden Preis vermeiden. Unfertiges und Vorläufiges ertragen wir alle nur äußerst widerwillig, denn sie stürzen uns in Zweifel und Konfusion. Das gilt im Privaten wie im öffentlichen, politischen Raum", so der Psychologe Heiko Ernst. Dabei zeigt sich im Leben - sei es in Firmen, ...

"Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung", weiß der Volksmund. Im Business scheint sie, gefördert von dem um sich greifenden Achtsamkeits-Hype, zu neuen Ehren zu gelangen. Die Wirtschaftswoche widmet einen umfassenden Beitrag dem Phänomen, dass sich in den Chef-Etagen immer mehr Manager mit "Self-Awareness" beschäftigen. Das Google-Programm "Search inside yourself" und große Achtsamkeitsprogramme für die Belegschaft bei SAP haben die Innenschau wieder ...

Die Studie ist schon ein wenig älter, aber interessant - die Bertelsmann Stiftung untersuchte mit weiteren Forschungspartnern, wie Führungskräfte die Resilienz ihrer Mitarbeiter verbessern können. Die Untersuchung mit rund 560 Teilnehmern zeigt, dass Mitarbeiter mit hoher psychischer Widerstandsfähigkeit ihre Arbeit mit großer Gewissenhaftigkeit erledigen, sich mit anderen Menschen besser verstehen, neugieriger sind und als emotional stabiler wahrgenommen werden. Vorgesetzte können zur Resilienz ...

Kreativität verbinden wir leicht mit äußerer Stimulation, zwischenmenschlichem Austausch und Extroversion. Eine amerikanische Studie zeigt nun, dass auch das Alleinsein die Kreativität unterstützen kann. Die Wissenschaftler untersuchten bei 300 Studierenden, ob und aus welchen Gründen sie häufiger sozial zurückgezogen sind und welche Gefühle sie damit verbinden. Außerdem betrachteten sie, als wie kreativ die jungen Menschen sich betrachteten. Dabei wurde deutlich, dass diejenigen, die schlicht ...

Das Magazin GEO widmet den Schwerpunkt seiner aktuellen Ausgabe dem Thema "Die Kraft der Meditation". In einem großen Interview mit der Neurowissenschaftlerin Tania Singer wird das ReSource-Projekt vorgestellt, bei dem die Forscherin über 9 Monate die Wirkung verschiedener Meditationstechniken an 241 Probanden untersuchte. Mit ihrem Forschungsdesign ist es Singer gelungen zu zeigen, dass verschiedene Meditationsarten auch unterschiedliche Fähigkeiten fördern. "Unsere Studie zeigt, ...

Mit dem ReSource-Projekt hat die Neurowissenschaftlerin Tania Singer das bisher größte Forschungsvorhaben zur Wirkung von Achtsamkeitsverfahren mit weltlichem Hintergrund angestoßen. Im Kontext des Projekts ist nun auch eine Meditations-App entstanden, die mit einem Anfängerkurs und immer neuen Übungen Einsteigern dabei hilft, in die Welt der Achtsamkeit einzutauchen. "Der Name der App, 'Balloon', steht für ein leichtes, schwebendes Gefühl, für Wärme, für eine Herzensqualität", ...

Die Dominanz, die die Erwerbstätigkeit im Hinblick auf unsere Lebensgestaltung einnimmt, wird von Zeit zu Zeit immer wieder einmal Thema im öffentlichen Diskurs. Gerade erst haben die Gewerkschaften mit ihrer Forderung nach einer 28-Stunden-Woche (wenngleich nicht als Standard für alle Arbeitnehmer, so doch als längerfristige Option in bestimmten Lebensphasen) eine neue Diskussion eröffnet. Studien zur Akzeptanz des Grundeinkommens zeigen immer wieder, dass die meisten Menschen auch bei einer ...

Wer Patzer oder Fehlschläge einfach runterspielt anstatt sich den damit verbundenen schlechten Gefühlen zu stellen, tut sich keinen Gefallen. "Sich auf die unschönen Gefühle einzulassen, die nach einer persönlichen Niederlage auftauchen, kann helfen, begangene Fauxpas nicht mehr zu wiederholen", lautet die Schlussfolgerung amerikanischer Wissenschaftler, die untersucht hatten, wie unterschiedlich Menschen mit Niederlagen umgehen und welche Konsequenzen sich daraus für sie ergeben. An ...

Der gesellschaftliche Druck zur Perfektion scheint in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen zu sein. Britische Forscher werteten die Daten von 164 Stichproben aus den USA, Kanada und Großbritannien von insgesamt rund 41.000 Studierenden aus, die seit den 1980er Jahren bis 2016 zum Thema Perfektionismus befragt worden waren. Dabei ging es um den Wunsch, möglichst perfekt zu sein, den erlebten Druck von außen sowie die eigenen unrealistischen Erwartungen an andere. Die Untersuchung brachte ...

Was sind die drängendsten Themen in unserem Leben? Man muss kein Prophet sein, um die Antworten zu ahnen. Für die meisten Menschen sind es ihre Beziehungen und ihr Job, die sie am meisten beschäftigen. In dem dialogischen Hörbuch Das Ende des Blindfluges: Was man über Achtsamkeit und Mindfulness wirklich wissen sollte - 8samkeit in Beruf und Beziehung geht Paul Kohtes gemeinsam mit Andreas Gregori der Frage nach, was unsere Beziehungen im Alltag und unser Verhältnis zu unserer Arbeit ausmacht ...

Wenn es nach der jüngsten Studie der BAT Stiftung für Zukunftsfragen geht, ist Egoismus für viele Deutsche ein nicht mehr zeitgemäßes Auslaufmodell. Die Forscher befragten 2.000 Bundesbürger. 84 Prozent der Befragten sagten, in unserer Gesellschaft sei immer weniger Platz für Egoismus. Zusammenhalt in der Familie, aber auch in nachbarschaftlichen Beziehungen gewinnt in den Augen vieler wieder an Bedeutung. Für 90 Prozent ist die Familie der wichtigste Unterstützungsraum, 60 Prozent setzen auf ...

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis unter den Vorzeichen von Skype, Whatsapp und Videokonferenz-Tools auch die Therapiewelt beginnt, die neuen technologischen Möglichkeiten zu nutzen. Die Schön Klinik, eine Klinikgruppe mit 23 Standorten in Deutschland und Großbritannien, erprobt in einem Projekt mit 300 Probanden ihre Online-Therapie MindDoc. "Mit der Anwendung können sich Patienten mit Depressionen, Essstörungen oder Burnout per Videochat und Textnachrichten von zu Hause aus behandeln ...

Im Job verstärkt draufhalten, um den Feierabend richtig genießen zu können, die To-Do's des Tages mit maximaler Effizienz durchprügeln, damit mehr entspannte Freizeit bleibt - Rechnungen wie diese hat wohl jeder schon einmal angestellt (und wahrscheinlich auch die damit verbundene Hektik in Kauf genommen), und das alles, um am Ende des Tages doch noch ein paar Muße-Stunden für sich zu haben. Doch oft geht diese Rechnung nicht auf. "Je mehr ich in Unruhe und Tätigkeit im Tun-Modus und ...

Viele Menschen, die regelmäßig meditieren, berichten, dass die Achtsamkeitspraxis sich positiv auf ihr Leben auswirkt. Sie werden gelassener und ruhiger, können besser zuhören oder sind anderen Menschen zugewandter. Im Interview mit dem Mindful Magazin erzählt der ehemalige Goldman Sachs Investmentbanker Mark Tercek, der seit 2008 die weltweit größte Non-Profit-Organisation für Umweltschutz "The Natural Conservancy" leitet, wie er selbst durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen zu einem ...

Man sollte meinen, der Faktor Mensch und die Frage, wie sich neue Mitarbeiter in eine Unternehmenskultur und die ihr zugrunde liegende Wertelandschaft eingliedern, spielen im Recruiting eine zentrale Rolle. In der Theorie mag das so sein. In einer Umfrage des Job-Portals StepStone sagten zumindest 93 Prozent der rund 4.000 befragten Personalentscheider, dass dieser so genannte Cultural Fit wichtig bis sehr wichtig sei. Doch nur 41 Prozent prüfen bei der Besetzung von Stellen auch wirklich, inwiefern ...

Gutes Benehmen, Anstand, Manieren - reflexhaft möchte man denken, das ist völlig old school. Wo Betrügen heute in Unternehmen an der Tagesordnung ist und wir uns im Privaten eher auf Lässigkeit ausrichten, wirkt ein gepflegter Umgang fast schon antiquiert. Einerseits geht es bei guten Manieren "um Geschicklichkeit im Umgang mit anderen Leuten", so der Philosoph Joseph Vogl. Doch gerade hier entsteht auch eine Wechselseitigkeit, die positiv auf uns selbst zurückwirken kann. Vogl verweist ...

In einer Zeit der politischen Herausforderungen scheint Empathie und Mitgefühl ein besonderer Stellenwert zuzukommen. Im Verlauf der Flüchtlingskrise haben wir gesehen, wie unterschiedlich die Befindlichkeiten sind, mit dieser Frage der Verbundenheit umzugehen. Wo wir im Alltagssprachgebrauch beide Begriffe leicht gleichsetzen, hat die Wissenschaft einen wesentlichen Unterschied zwischen diesen beiden Beziehungsdimensionen erkannt. Empathie umfasst eine grundsätzliche Resonanzfähigkeit. "Man ...

Psychische Erkrankungen sind in der Wahrnehmung der meisten Menschen so etwas wie Sonderfälle des Lebens - eher die Ausnahme als die Regel. Untersuchungen, die auf Stichproben basieren, zeigen, dass zum gegebenen Zeitpunkt zwischen 20 und 25 Prozent der Bevölkerung akut unter einer psychischen Erkrankung leiden. Im Langzeitvergleich ergibt sich indes ein deutlich drastischeres Bild. Eine Langzeituntersuchung mit Teilnehmern aus Neuseeland, bei der die Probanden von der Geburt bis ins mittlere ...

Die, die uns nahe stehen und zu unserer sozialen Gruppe gehören, nehmen wir meist in einem besseren Licht wahr als Menschen, die wir nicht kennen oder deren Kultur uns sogar fremd ist. Wissenschaftler der Harvard University haben nun mit einem Experiment herausgefunden, wie leicht sich dieser Mechanismus durchbrechen lässt. In einer Studie mit mehreren Hundert Probanden stellten sie fest, dass ein Blick auf den guten Kern eines Menschen die eigenen Urteile über andere positiv beeinflusst. Den ...

Über den Stress, der mit beruflichem Aufstieg verbunden ist, wird viel gesprochen. Die andere Seite des Phänomens, beruflicher bzw. sozialer Abstieg, wird hingegen selten betrachtet. Dabei hat diese Stagnation sozialer Mobilität durchaus gesundheitliche Auswirkungen. Soziologen der Universität Halle-Wittenberg untersuchten die Lebensläufe von knapp 20.000 erwerbstätigen Deutschen im Alter von 25 bis 59 Jahren und stellten dabei fest: Am gesündesten sind Menschen, die aus Familien mit gutem sozialen ...

Vor anderen gut dazustehen, ist den meisten Menschen ein besonderes Anliegen. Im Job ist es oft besonders wichtig, aber auch im Privatleben mögen wir gerne im besten Licht erscheinen. Eine psychologische Studie zeigt jedoch, dass viele Menschen hierbei nicht immer die günstigsten Strategien wählen. Die eigenen Fähigkeiten und Leistungen offen zu artikulieren, mag logisch erscheinen. Doch diese Selbstaufwertung kommt häufig als lästige Selbstdarstellung bei anderen an. Für das umgekehrte Phänomen, ...

Neurotiker leben länger - auf diese Zuspitzung könnte man die Ergebnisse einer neuen britischen Studie verkürzen. Ständig reizbar, nervös und ängstlich zu sein, mag im Alltag bisweilen zum Hindernis werden. Doch dieser Neurotizismus könnte auch der Gesundheit zugute kommen. In einer Langzeitstudie betrachteten die Forscher die Daten von gut 500.000 Probanden im Alter zwischen 37 und 73 Jahren. Es lagen Informationen zu Persönlichkeitsmerkmalen wie auch der Gesundheit der Teilnehmer vor. Gut sechs ...

Wenn es darum geht, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen, scheint die auditive Wahrnehmung der visuellen überlegen zu sein. Das legt jedenfalls eine Studie der Yale-Universität mit 1.800 nahe, bei der in verschiedenen Szenarien getestet wurde, wie gut Menschen die Stimmungslage anderer erkennen können. In der Versuchsreihe sollten die Probanden miteinander Gespräche führen - einmal fand der Austausch in einem hellen Raum statt, einmal in einem völlig abgedunkelten. In einem anderen Setting ...

Zur Wirkung von Meditation gibt es die unterschiedlichsten Befunde. Mehr Achtsamkeit, Konzentration und Mitgefühl sind inzwischen Klassiker meditativer Wirkungen. Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat nun die erste große differenzierende Studie vorgelegt, in der untersucht wurde, welche unterschiedlichen Wirkungen verschiedene Meditationsformen nach sich ziehen. Wer Achtsamkeitsmethoden übt, wird achtsamer. Wer Mitgefühlsmeditation übt, ...

Die Diskussion um Technologieentwicklung wird vielerorts vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt. Im Zentrum des Interesses stehen die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitsmärkte und das Effizienzversprechen im Hinblick auf ökonomische Optimierungen. In einem Beitrag des Harvard Business Managers spricht die Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann nun insbesondere über die menschliche Dimension des Themas, die allzu leicht übersehen wird. Spiekermann sieht in den ...

Wer arbeitet, erhofft sich, mit seiner Tätigkeit einen positiven Unterschied zu machen, Spuren zu hinterlassen. Stellt sich indes hinaus, dass das eigene Bemühen umsonst ist, ist das ein Motivationskiller, und dieser Frust hat Auswirkungen auf die künftige Produktivität von Menschen. Forscher am Leibnitz Institut für Wirtschaftsforschung in Halle untersuchten die Haltungen von 140 Mitarbeitern, die in einer Forschungseinrichtung an einem Projekt gearbeitet hatten, das eingestellt worden war. Die ...

Wenn Menschen die Ärmel hochkrempeln und trotz Unannehmlichkeiten oder Gegenwind an einer Sache dranbleiben, kann das eine besondere Inspirationskraft freisetzen. Eine MIT-Studie mit Kindern im Alter von 13 bis 18 Monaten zeigt nun, dass diese Vorbildkraft schon bei den Kleinsten zu wirken scheint. In der Untersuchung sahen die Kinder dabei zu, wie Erwachsene eine bestimmte Aufgabe lösten. In einem Szenario bemühten sich die Erwachsenen dabei mehrfach, bis sie zum Ziel gelangten, in einem anderen ...

Die Arbeitsausfälle durch psychische Erkrankungen sind in den letzten zehn Jahren um 80 Prozent gestiegen, so eine Erkenntnis des Fehlzeiten-Report 2017 der Krankenkasse AOK. Der wachsende Stress in der Arbeitswelt ist dabei nur ein Problem, denn die Repräsentativstudie zeigt auch, dass Lebenskrisen für viele Arbeitnehmer einen enormen Stressfaktor darstellen. Unter den Arbeitnehmern, die jünger als 30 Jahre sind, ist immerhin bereits ein Drittel davon betroffen, unter den 50- bis 65-Jährigen ...

Wie gut wir andere Menschen verstehen, scheint auch davon abzuhängen, wie gut unser Zugang zu unserem eigenen tiefsten Inneren ist. Das legt eine deutsch-amerikanische Studie nahe. Die Wissenschaftler ließen über drei Monate ihre Studienteilnehmer im Alter von 20 bis 55 Jahren im Rahmen eines Meditationstrainings ihre eigenen kognitiven Muster mit innerem Abstand betrachten. Außerdem übten sich die Probanden darin, verschiedene in ihnen wirksame Persönlichkeitsanteile zu erkennen, darunter der ...

Scheitern ist meist mit einem Makel behaftet. Da wundert es wenig, dass wir fast schon reflexartig nach rationalen Gründen suchen, wenn uns etwas misslingt. Das ist jedoch nicht unbedingt die beste Strategie, wie eine neue Studie der University of Kansas zeigt. Die Wissenschaftler untersuchten, ob es einen Unterschied macht, wenn man nach einem Fehlschlag versucht, die Ursachen kognitiv zu analysieren oder wenn man die Erfahrung des Scheiterns emotional auf sich wirken lässt. In den Versuchen ...

Achtsamkeit kann dabei helfen, sich der eigenen Suchttendenzen bewusster zu werden und ihnen nicht im Autopilotmodus immer nachzugehen. Britische Forscher arbeiteten in einer Studie mit Probanden, die zu gewohnheitsmäßigem Bierkonsum neigten, aber (noch) nicht alkoholabhängig waren. Eine Untersuchungsgruppe wurde mit Entspannungsübungen vertraut gemacht. Ihnen sagten die Forscher, dass diese Entspannung den inneren Druck, Alkohol zu konsumieren, lindern könne. Die andere Untersuchungsgruppe erhielt ...

Die Zahl der Berufstätigen, die über Stress klagt, nimmt stetig zu. Nun richtet die Krankenkasse DAK den Blick darauf, dass selbst die jüngste Generation schon unter Stress leidet. Eine Untersuchung zeige, dass 43 Prozent der deutschen Schüler betroffen sind. Bei einem Drittel der Betroffenen führt das bereits zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafproblemen. Mädchen fühlen sich gestresster als die Jungen. So gab jede zweite Schülerin an, sehr oft ...

In Deutschland bieten mittlerweile rund 40 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Optionen, von zu Hause aus zu arbeiten. Das scheint für sie durchaus von Vorteil zu sein, denn eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt: Die Heimarbeiter leisten dabei freiwillig Mehrarbeit. Diese sogenannten "mobilen Computerarbeiter" sind im Schnitt pro Woche vier Stunden länger im Einsatz als die Bürokollegen. Sie halten seltener die geltenden Ruhezeiten von elf Stunden zwischen ...

Die Wahrnehmung ist eindeutig: Beinahe 80 Prozent aller Deutschen beklagen, dass es hierzulande an sozialer Gerechtigkeit fehle, 40 Prozent sehen hier sogar sehr große Probleme, so eine Untersuchung des Instituts YouGov. Im Hinblick auf ihre Stimmabgabe bei der Bundestagswahl hat die Frage jedoch nur für 25 Prozent höchste Priorität. Höchste Relevanz schreiben 45 Prozent der Linken-Wähler und 29 Prozent der SPD-Wähler dem Thema zu. Auch bei den Nicht-Wählern, die sich häufig wirtschaftlich benachteiligt ...

Verschiedene Studien kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, ob flexible Arbeitszeiten mehr Nutzen stiften, weil sie Arbeitnehmern das Organisieren ihres Lebens erleichtern, oder sogar schaden, weil Menschen, deren Arbeitszeit weniger kontrolliert wird, eher zur Selbstausbeutung neigen. Eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung richtet den Blick nun auf eine weitere Dimension. Anhand der Betrachtung der Daten von 10.000 Personen aus den Erhebungen des sozio-oekonomischen Panels fanden ...

Eine Auszeit im Kloster, über mehrere Tage einfach nur schweigen - für viele Menschen mag das ein Alptraum sein. Für den Philosophen Jürgen Werner sind seine regelmäßigen Auszeiten im Kloster das Gegenteil - ein Weg zur inneren Erneuerung. "Das Ziel ist die Wiederentdeckung, die Freilegung des von Verformungen unterschiedlichster Art korrumpierten Lebens", beschreibt er, was eine Zeit in Stille bewirken kann. In dem Interview mit der Wirtschaftswoche lässt er die Leser daran teilhaben, ...

Wer sich schlecht fühlt, weil er sich schlecht fühlt, macht seine Laune nur noch schlimmer. Zu dieser Erkenntnis kommt eine amerikanische Studie, die mit 1.300 Probanden in drei Experimenten die Auswirkungen von deren Selbstempfinden testeten. Zu den Übungen gehörte es, dass die Studienteilnehmer mit nur zwei Minuten Vorbereitungszeit einen dreiminütigen Vortrag halten sollten. Danach wurden sie nach ihrer Stimmung befragt. Dabei zeigte sich, dass die Mitwirkenden, die sich aufgrund ihrer Performance ...

Religion scheint in der Wahrnehmung der meisten Menschen selbst in hochsäkularisierten Gesellschaften die Chancen für moralisches Verhalten zu erhöhen. Das zeigt eine amerikanische Studie mit 100 Teilnehmern aus 13 Ländern auf fünf Kontinenten. Die Versuchspersonen wurden mit fiktiven Verbrechen konfrontiert und sollten sagen, ob es wahrscheinlicher sei, dass der Täter ein Lehrer oder ein Gott glaubender Lehrer sei. Eine andere Antwortvariante fasste die Frage der Gläubigkeit in der Antwortalternative, ...

Wer von anderen nur als Objekt wahrgenommen wird, neigt dazu, sich selbst weniger menschlich wahrzunehmen, so die Erkenntnisse zweier Studien von britischen und italienischen Wissenschaftlern. In einer Studie erzählten 100 Frauen von Situationen, in denen sie nicht nach ihrer Persönlichkeit, sondern nur nach ihrem Äußeren beurteilt worden waren. Zuvor und danach sollten sie selbst ihre persönlichen Eigenschaften einschätzen. Dabei zeigte sich, dass die Frauen sich, nachdem sie von Erlebnissen ...

Ab und zu mal in die Vorlesung gehen und bis in die Nacht Party machen - das gute alte Klischee des lässigen Studentenlebens mag in manchen Köpfen noch existieren, doch der Lebensrealität vieler Studierenden entspricht es längst nicht mehr. Stress beginnt heute schon an der Uni und bereits rund jeder Fünfte angehende Akademiker fühlt sich überfordert, so die Erkenntnisse einer Befragung des Personaldienstleister Univativ unter 1.400 Studierenden. Zwei Drittel der Studenten sind mindestens 20 Wochenstunden ...

Geben ist seliger denn Nehmen, das steht schon in der Bibel. Und lässt sich heute auch durch neurowissenschaftliche Befunde belegen. Eine Studie der Universität Lübeck zeigt, dass Geschenke an andere glücklicher machen, als wenn man sich selbst etwas Gutes tut. Im Vorfeld der eigentlichen Studie wurde den 50 Probanden versprochen, dass sie über vier Wochen lang jede Woche 25 Schweizer Franken bekämen. Die Hälfte der Studienteilnehmer sollte sich überlegen, wem sie damit etwas Gutes tun wolle. ...

Studien zeigen immer wieder, dass eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern gerne mehr Freizeit hätte und dabei auch auf finanzielle Vorteile verzichten würde. Eine Umfrage der Deutschen Bahn unter den rund 128.000 in Deutschland tariflich Beschäftigen zeigt nun ein ähnliches Bild. Die Belegschaft konnte wählen, ob sie eine Gehaltserhöhung wünscht, sechs Tage mehr Urlaub pro Jahr oder eine verkürzte Wochenarbeitszeit. 56 Prozent entschieden sich für den zusätzlichen Urlaub, eine kleine Minderheit ...

Nach Feierabend noch schnell mal ein paar berufliche E-Mails beantworten oder eine wichtige Anfrage vom Chef am Handy entgegennehmen - das gehört für eine Mehrheit der Berufstätigen längst zum Alltag. Und viele leiden darunter, weil der Job immer unberechenbarer das Privatleben okkupiert. Das gängige Arbeitsrecht bietet das wenig Schutz - zwar definiert es, dass Arbeitnehmer nach Feierabend nicht erreichbar sein müssen und regelt die ihnen gesetzlich zustehenden Ruhezeiten. Doch in der täglichen ...

Unzählige Studien belegen, dass Achtsamkeit das Wohlbefinden erhöht. Doch die meisten Untersuchungen werfen keinen Blick darauf, ob diese positiven Wirkungen bei verschiedenen Zielgruppen möglicherweise unterschiedlich ausfallen. Willoughby Britton von der Brown University warf nun einen genaueren Blick darauf, ob das Meditieren für Frauen und Männer vielleicht einen Unterschied macht. Die Ergebnisse ihrer Studie stimmen nachdenklich. An der Untersuchung waren 41 männliche und 36 weibliche Studierende ...

Angriff ist die beste Verteidigung, weiß der Volksmund. Fünf Studien des Stanford-Psychologen Nir Halevy mit insgesamt 1.300 Teilnehmern legen nun nahe, dass diese präventive Aggression nicht unbedingt eine Folge von Ängsten sein muss, sondern oftmals eher der Hoffnungslosigkeit geschuldet ist. Der Wissenschaftler konfrontierte die Probanden mit verschiedenen Situationen und fragte danach, wie sie reagieren würden. Andere sollten ein Computerspiel spielen, bei dem es verschiedene Szenarien der ...

Nach Feierabend und am Wochenende unverhofft für dienstliche Belange erreichbar sein zu sollen, schafft den meisten Menschen Stress. Forscher der Universität Freiburg und des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung München untersuchten nun im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums, welche Konstellationen hier als besonders störend empfunden werden. Für die Untersuchung wurden gut 200 Arbeitnehmer aus den IT-Bereichen fünf deutscher Unternehmen befragt. Sie sollten zunächst ihre Stimmung ...

Charakterzüge betrachten wir gemeinhin als etwas sehr persönliches. Und gleichzeitig folgt diese Persönlichkeit auch immer den größeren Strömen von Kultur und Zeit. Eine Studie, für die die Daten von 420.000 Wehrpflichtigen aus Finnland ausgewertet wurde, zeigt, dass sich Charaktermerkmale in den letzten Jahrzehnten sukzessive verändert haben. Die Verhaltensforscher der Universität Helsinki kommen zu dem Schluss, dass sich vor allem positive Züge verstärkt haben, unter anderem solche, die dem ...

Sich für etwas zu entscheiden, ist nicht immer einfach. Selbst wenn man alle Optionen gründlich prüft, kommt man später vielleicht doch noch zu dem Schluss, nicht die beste Wahl getroffen zu haben. Kanadische Forscher haben in drei Studien die Entscheidungsmuster von Menschen und ihre Zufriedenheit mit den getroffenen Entscheidungen getestet. Dabei zeigte sich: Lange abzuwägen, um die in den eigenen Augen beste Entscheidung zu treffen, ist überhaupt kein Problem. Doch grübelt man im Nachhinein ...

Was macht uns wirklich glücklich? Die meisten Menschen haben durchaus eine Vorstellung davon, welches die Glücksbringer im Leben sind. Das entspannte Abhängen auf der Couch gehört eher nicht dazu. Dinge, die uns etwas Anstrengung abverlangen, hingegen schon. Eine amerikanische Studie mit 300 Probanden zeigt, dass vielen bewusst ist, dass es Aktivitäten sind, die uns herausfordern, Einsatz verlangen und kontinuierliches Engagement, die unsere Lebensfreude steigern. Die Untersuchungsteilnehmer sollten ...

Vielen Top-Managern wird gerne nachgesagt, dass es um ihre Sensibilität für ihre Mitmenschen und ihr Gespür für ihr eigenes Verhalten nicht zum besten bestellt ist. Der Coach und leidenschaftliche Poker-Spieler Stephan Kahlhamer findet, dass die Chefs gerade beim Pokerspiel ihre Selbsterkenntnis verbessern könnten, um so auch im Business zu einem angemessenen Verhalten zu finden. "Beim Pokern ist man ständig in einer Extremsituation, die dazu führt, dass der Charakter sich sehr deutlich zeigt. ...

Glücklich sein, zufrieden und entspannt - das ist wohl der Wunsch der meisten Menschen. Und so versuchen wir vieles, um die eher unangenehmen Gefühle im Alltag wie Traurigkeit oder Enttäuschung zu vermeiden. Aber womöglich tun wir uns damit gar keinen Gefallen - und jagen gleichzeitig einem verzerrten Wunschbild nach. Die Wissenschaft jedenfalls zeigt, dass gerade Phasen der Melancholie sehr konstruktiv für unsere menschliche Entwicklung sein können. So zeigt eine Studie, dass Menschen, die aufgrund ...

Ist es das Studium, dass die Charaktereigenschaften im Beruf besonders prägt? Oder entscheidet der Charakter über die Wahl des Studienfachs? Diesen Fragen sind die Forscherinnen Anna Vedel und Dorthe K. Thomsen in einer Studie nachgegangen, die in "Personality and Individual Differences" erschienen ist. Dabei zeigte sich, dass junge Menschen, die sich für Wirtschaftswissenschaften oder Jura entscheiden, stärker von Selbstüberschätzung, Psychopathie und rücksichtslosem, manipulativem ...

Psychische Extremerfahrungen scheinen über die Phase der akuten Belastung hinaus die Fähigkeiten des Gehirns zu beeinträchtigen, das legt zumindest eine Studie der Uniklinik München nahe. Die Studie mit gut 260 Probandinnen untersuchte das Auftreten von Problemen im Hinblick auf Konzentration, Gedächtnis und Orientierung. Von den Versuchspersonen hatten etwa zwei Drittel aufgrund ihrer Diagnose eine Krebstherapie erhalten, während die restlichen Studienteilnehmerinnen (der Kontext war Brustkrebs) ...

Perfektionist zu sein, kann ganz schön anstrengend sein. Eine kanadische Studie mit gut 900 Probanden, alle Studierende, zeigt, dass die Gedanken von Perfektionisten häufig darum kreisen, wie sie dem eigenen ambitionierten Selbst-Bild gerecht werden können. Die Wissenschaftler untersuchten die Studienteilnehmer anhand von verschiedenen Perfektionismusskalen und befragten sie, woran sie in verschiedenen Situationen häufig denken. Die Perfektionisten unter ihnen waren mit Gedanken und dem Streben ...

Die New York Times und in der Folge auch die FAZ berichteten kürzlich über verschiedene Manipulationsstrategien, mit denen die Fahrdienste Uber und Lyft recht erfolgreich ihre Fahrer dazu bewegen, besonders zu Zeiten zu fahren, in denen große Nachfrage herrscht. Da die Unternehmen nur mit Freelancern arbeiten, haben sie keinen direkten Einfluss auf deren Arbeitszeiten. In Zeitfenstern, in denen viele Kunden nach Fahrmöglichkeiten suchen, erhalten Fahrer, wenn sie sich ausloggen wollen, schon einmal ...

Glück ist zu 40 Prozent eine Einstellungssache. Für Juristen keine leichte Sache, werden sie in ihrer Ausbildung doch vor allem in der Kultivierung ihres Problembewusstseins geschult. "Elementar in der Juristenausbildung ist das Problembewusstsein. Das kann mal im Wege stehen, aber als Faustformel gilt: 50 Prozent des Glücks liegen an der Genetik, 10 Prozent an äußeren Umständen und 40 Prozent an der Einstellung. So haben also auch wir Juristen alle Möglichkeiten, z.B. mittels Meditation ...

In vielen modernen Partnerschaften teilen die Partner heute ihr Einkommen, wenn beide unterschiedlich viel Geld verdienen. Unter dem Strich hat jedoch meist die Person das Sagen, die das meiste Geld verdient - und das ist vielen Beteiligten gar nicht bewusst. "Die Person, die mehr einzahlt, weil sie mehr verdient oder Einkünfte aus anderen Quellen hat, hat in der Regel auch mehr Zugriffsrecht auf das Konto. Ein gemeinsames Konto ist kein Beweis dafür, dass beide sich gleichermaßen bedienen ...

Es gibt viele Möglichkeiten, auf Stress zu reagieren, manche davon konstruktiv, manche mit längerfristigen Nebenwirkungen. Wer sich kompetent fühlt, auch stressige Situationen durchzustehen, entwickelt Resilienz und wird so längerfristig in die Lage versetzt, weniger unter Stress zu leiden. Menschen, die sich auch unter Herausforderungen ihrer Werte bewusst bleiben und ihnen entsprechend handeln, fühlen sich psychisch weniger von Stress tangiert. Dann gibt es da noch die Stressvermeider, die allem, ...

Besser schlafen, besser denken, besser leben - für viele Lebensbereiche gibt es inzwischen Apps, mit denen an sich selbst arbeiten, die eigenen Verhaltensmuster reflektieren und verändern kann oder einfach im hektischen Arbeitsalltag ein bisschen ausspannt. Die Grenzen zwischen Coaching-ähnlichen Hilfsmitteln und Programmen, die sensiblere psychische Bereiche ansprechen, sind dabei fließend. "Nicht alle Angebote, die man im Internet oder App Stores findet, sind auch empfehlenswert", ...

Wüssten Sie gerne, wie es Ihnen in 20 Jahren geht? Ob Sie gesund oder krank sind, in einer Partnerschaft? Falls ja, sind Sie eher eine Ausnahme, denn die meisten Menschen lassen sich von der Zukunft lieber überraschen. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersuchte mit mehr als 2.000 Menschen aus Spanien und Deutschland, ob sie gerne mehr über ihre Zukunft wüssten. 86 bis 90 Prozent gaben an, über negative künftige Entwicklungen lieber nichts wissen zu wollen. Selbst wenn es um Positives ...

Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen, suchen verstärkt nach Sinn in ihrem Leben - und sie sind zugänglicher für Verschwörungstheorien. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie. In einem ersten Test ließen die Wissenschaftler 119 Probanden eine unangenehme Begebenheit aus ihrem Leben erzählen, an der ein oder mehrere enge Freunde beteiligt waren. Danach wurden sie gefragt, wie sie sich gerade fühlten, wobei explizit auch nach einem Gefühl der Ausgeschlossenheit gefragt wurde. Außerdem ...

Lob motiviert, so viel ist klar. Aber gibt es auch Kontexte, in denen es sich als besonders wirkungsvoll erweist? Eine Studie der Universität Konstanz ging dieser Frage nach und untersuchte das Verhalten von 300 Studierenden, die zu Semesteranfang und -ende jeweils eine Klausur in Mikroökonomie zu schreiben hatten. In einer Studierendengruppe wurden nach der ersten Benotung die besten 30 Prozent vor versammelter Mannschaft gelobt, in der anderen nicht. Bei der Folgeklausur zeigte sich, dass sich ...

Eine neue amerikanische Studie zeigt, wie Patienten mit Angststörungen von Achtsamkeitsübungen profitieren können. Für die Untersuchung wurden 89 Probanden in zwei Gruppen eingeteilt - eine erhielt einen achtwöchigen MBSR-Kurs zum Training ihrer Achtsamkeit, während die andere an einem gleich langen Stressmanagement-Kurs teilnahm mit dem Fokus auf Verhaltensänderungen, besserem Schlaf und Wohlbefinden. Vor und nach der Studie absolvierten alle Probanden den Trier-Stress-Test, bei dem sie vor Publikum ...

Öfter mal joggen gehen, gesund kochen, ausreichend schlafen - wohl jeder kennt im eigenen Leben neuralgische Punkte, die er eigentlich gerne verbessern würde. Wäre da nicht der innere Schweinehund. In einer Kolumne in der Wirtschaftswoche erklärt ein Psychotherapeut, warum solche Veränderungen uns so schwer fallen. Unser Gehirn liebt das Gewohnte. Und ändern wir auch nur ein Detail, wirbelt das unsere Grundorientierung zunächst einmal durcheinander. Wer es gewohnt ist, viel Süßes zu essen, hat ...

Wir leben in einer Zeit, in der wir das Gefühl haben, für unser Glück selbst verantwortlich zu sein. Die realen Gestaltungsmöglichkeiten, die wir haben, können jedoch auch kippen - dann wird das Streben nach einem besseren Leben leicht zu Selbstoptimierungsstress. "Uns werden von unzähligen Anbietern Methoden offeriert, wie wir uns in allen Lebensbereichen verbessern können. Die vermeintliche Logik dahinter: Nur wenn wir unsere Lebensweise optimieren, erfüllt sich auch der Wunsch glücklich ...

Der Bayrische Rundfunk widmet einen Beitrag der Frage, wie angemessen unser heutiges Bildungssystem noch ist, und fokussiert dabei vor allem auf Impulse des Neurowissenschaftlers Gerald Hüther. "Unsere gegenwärtige Gesellschaft ist im Wesentlichen eine vom Wettbewerb bestimmte Konsumgesellschaft, und deshalb brauchen wir Kinder, die möglichst wettbewerbsfähig sind. Für den Wettbewerb bereiten wir die Kinder optimal vor, und als Kunden bereiten wir sie insofern vor, dass sie aus den Schulen ...

Die weltweiten Entwicklungen machen bisweilen sprachlos. Wie kann man sich zum andauernden Syrien-Krieg, zum neuen amerikanischen Präsidenten oder auch den stetig deutlicher werdenden Anzeichen des Klimawandels noch in ein Verhältnis setzen, ohne zu verzweifeln? Achtsamkeit ist in den letzten Jahren zu einer Art Trend geworden, einem Weg, die eigene Bewusstheit im Hinblick auf das, was geschieht, zu entwickeln. Doch was macht man dann mit dieser Bewusstheit? Wenn ich regelmäßig meditiere, ist ...

Die Journalistin Katharina Kilchenmann hat den Kongress Meditation & Wissenschaft genutzt und mit Psychologen, Neurowissenschaftlern und spirituellen Lehrern darüber gesprochen, wie wir der Falle des ewigen Grübelns entrinnen können. In dem Radio-Feature erklärt die Wissenschaftlerin Christine Kühner, warum das Grübeln für uns manchmal so verführerisch ist - und wie Achtsamkeitsübungen dabei helfen können, das Kreisen der ...

Unser Bauchgefühl ist eine starke Instanz - es ist uns so nahe, dass wir ihm oft unhinterfragt folgen. In einem Beitrag für die Zeit betrachtet Martin Kolmar, der in St. Gallen Volkswirtschaft lehrt, dieses Bauchgefühl vor dem Hintergrund des wachsenden Populismus sehr kritisch, denn seiner Meinung nach führen unsere unbewussten emotionalen Reaktionen auch dazu, dass die gesellschaftliche Segregation wächst. Kolmar bezieht sich auf wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Unterscheidungen in ...

In der englischsprachigen Wissenschaftswelt ist ein Streit darüber entbrannt, ob mehr Empathie gesellschaftlich betrachtet einen positiven Unterschied machen könnte oder nicht vielleicht sogar konstruktiven Wandel bremst. Der US-Psychologe Paul Bloom etwa legte kürzlich ein Buch mit dem Titel "Against Empathy" vor. Er kritisiert, dass Empathie beispielsweise ungerecht sei. Menschen ließen sich von Einzelschicksalen besonders bewegen, versuchten diesen Menschen dann zu helfen, blendeten ...

Der österreichische Standard richtet in einem Interview mit dem Wissenschaftler Dan Siegel den Blick darauf, dass bewusst gelebte Achtsamkeit der Schlüssel zu neuer zwischenmenschlicher Verbundenheit und damit auch mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt sein könnte. Dort, wo der gegenwärtige Achtsamkeitstrend das Kultivieren der Bewusstheit vor allem als persönliche Strategie interessant werden lässt, geht Siegel weiter. "Durch Mindsight – eine erlernbare Fähigkeit, sich selbst als Teil des ...

Stressbewältigung und mit ihr einhergehend Sinnfindung sind in den letzten Jahren zu großen Themen geworden. Der Psychoanalytiker David Tracy spricht gar von einer "spirituellen Revolution", da zu Selbstentwicklung im Westen immer öfter auch spirituelle Bezüge herstellen und auf wachsende Akzeptanz stoßen. Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben in einer Studie aus den frei formulierten Antworten der Studienteilnehmer zehn Aspekte herausdestilliert, die das spirituelle Verständnis ...

Stacks Image 3